Chinesischer Aktienmarkt

An den chinesischen Aktienmärkten ging es heute sehr turbulent zu. Es handelt sich dabei jedoch nicht um die Auswirkungen des von den USA angestifteten Handelskrieges. Denn dieser hat das Handelsbilanz-Defizit der USA mit China nicht verringert, sondern sogar noch erhöht. D.h. mehr denn je werden Waren aus China in die Vereinigten Staaten importiert. Wir haben es vielmehr mit einem Zusammenbruch des chinesischen Finanzsystems zu tun, welches heute unter anderem dazu führte, dass die zeitweilige Bindung der chinesischen Währung Yuan an den Goldpreis aufgehoben wurde. Und wenn der Kurs des Yuans dadurch dramatisch fallen sollte, verschärfen sich die Handelsbilanz-Probleme der USA noch mehrfach. Außerdem haben wir es weltweit mit sehr labilen Aktienmärkten zu tun, welche durch diese jüngsten Entwicklungen in China noch verschärft werden. Nachdem sich bereits die institutionellen Anleger in den USA aus den Aktienwerten verabschiedeten, wird es allerhöchste Zeit, das sinkende Aktien-Schiff schleunigst zu verlassen. Die Kurse werden etappenweise sinken und danach fehlen vermutlich 50% des bisherigen Spitzenwertes bei den Aktien. Dies wird einige Aktiengesellschaften in eine schwierige Lage bringen. Die Kreditvergabe wird ziemlich bald dramatisch einbrechen und die Zahl der Insolvenzen stark beflügeln.

Die zweite Finanzkrise

Nachdem es in der letzten Woche bereits ganz ordentlich an den weltweiten Börsen krachte, ging es gestern bereits in Saudi-Arabien (dort ist der Samstag der Sonntag) mit Kursstürzen weiter. Es war deshalb nicht schwer zu erraten, wie es heute weitergehen würde. Nach einer einfachen Korrektur sieht das inzwischen nicht mehr aus. Vielmehr ging die ganze Veranstaltung bereits Ende Januar los und wurde lediglich durch den Handelskrieg mit China verzögert. Wir haben es mit dem Ende eines Kredit-Zyklus zu tun und der ist am Ende für die Veranstalter am Gefährlichsten. Deshalb haben ihn die Zentralbanken viel zu lange hinausgeschoben und jetzt aggregiert sich das ganze wirtschaftspolitische Verhalten der letzten 10 Jahre zu einem großen Knall. Damit ist das alte Finanzsystem der Zentralbanken bereits Geschichte, bevor es richtig zu Ende gegangen ist. Ein globaler Neustart ist nicht mehr möglich. Vermutlich hätte man 1971 noch einmal alles auf Start setzen können.

Aktien in der Krise

Es begann bereits Ende Januar und zog sich dann schließlich noch einmal 9 Monate hin. Gemeint sind die völlig aus dem Ruder gelaufenen globalen Aktienmärkte, welche sich erst wieder nach einer Kurskorrektur von gut 50% erholen werden. Was gestern begann, wird sich in Etappen fortsetzen und zum Teil zu erheblichen Verwerfungen führen. Die meisten Aktiengesellschaften sind strategisch gut verschuldet und damit in einer Krise nicht mehr alleine überlebensfähig. Es wird deshalb zu einigen spektakulären Insolvenzen und Übernahmen kommen. Richtig ungemütlich wird es dann, wenn die Festung „Apple“ geschliffen wird. Sie verlor gestern nur ein paar Federn, doch dies kann sich sehr schnell änder. Heute wird die Talfahrt an den Aktienmärkten jedenfalls weiter anhalten. 

Yuan folgt dem Gold

Der chinesische Auslands-Yuan folgt als einzige Währung der Welt immer genauer dem derzeitigen Goldkurs. Damit könnte sich eine künftige Deckung der chinesischen Währung durch Gold abzeichnen. Das Handelsbilanzdefizit der Chinesen mit den USA hat sich trotz des Handelskriegs mit den USA vergrößert und sogar einen neuen historischen Höchststand erreicht. Auch die amerikanischen Importe aus China nahmen in letzter Zeit deutlich zu, weil der niedrige Kurs des Auslands-Yuans die auferlegten amerikanischen Zölle scheinbar wieder ausgleicht.

Zinsen für Staatsanleihen stiegen an

Durch den Probelauf des gestrigen Alarmsystems per SMS durch den amerikanischen Präsidenten Donald Trump, führte zu einem drastischen Anstieg der Zinsen für amerikanische Staatsanleihen. Die gesamte Welt verschuldete sich seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts in einer noch nie dagewesenen Art und Weise. Die grösste Verschuldung in der Geschichte der Menschheit fing gestern vielleicht Feuer. Wir stehen kurz vor der zweiten Finanzkrise nach 2008 und der zweiten Weltwirtschaftskrise nach 1929. Damals hatte der amtierende Präsident Herbert Hoover seine Landsleute nicht vor dem Börsenkrach des gleichen Jahres gewarnt, obwohl er genau darüber Bescheid wusste. Heute ist das mit Donald Trump ganz anders. Er will seine Bürger vor der großen Krise von 2018 warnen und führte gestern einen erfolgreichen Test durch. Beim nächsten „Presidential Alert“ droht bereits der Ernstfall, weil sich die Aktienkurse längst von der wirtschaftlichen Realität völlig entkoppelten. Ein Börsenkrach würde etliche Unternehmen und Staaten (zum Beispiel die Schweiz) verheerend treffen.

Silber bricht aus

Zum zweiten Mal nach seiner Bodenbildung brach gestern der Silberpreis wieder deutlich nach oben aus. Der Preis des Silbers stieg in kurzer Zeit bis auf 406 Euro pro Kilo auf und stabilisierte sich vor dem Wochenende bei 405,60 Euro pro Kilo. Auch der Goldpreis legte leicht auf 1.026 Euro pro Unze zu. Nachdem vor allem Silber in den letzten Wochen nur den steilen Weg nach unten kannte, könnte dies die Trendwende darstellen. Vor dem Hintergrund einer sich ständig verschärfenden Währungskrise in den Schwellenländern und völlig aus dem Ruder laufenden Aktienpreisen in den USA, könnten die Edelmetalle im Oktober weiterhin deutlich ansteigen.

Neuer CEO bei Daimler

Neuer CEO bei Daimler und damit Nachfolger von Dieter Zetsche wird im nächsten Jahr durch den in Schweden geborenen Ola Kallenius aus den eigenen Reihen. Zetsche wird damit zwei Jahre vor seinem Vertragsende ersetzt. Er hatte den Konzern erfolgreich von Chrysler getrennt und 2007 wieder auf Erfolgskurs gebracht. Offiziell handelt es sich dabei um die Auswirkungen des sich ausweitenden Abgas-Skandals. In Wirklichkeit gehen die Absatzzahlen seit geraumer Zeit in allen Sparten des Unternehmens zurück. Man muss sich hierzu lediglich die Strasse hinter dem Mercedes-Benz-Museum anschauen, welche vollgestopft ist mit Jahreswagen von Mercedes, die langsam verrotten.

Argentinischer Peso fällt

Der Kurs der argentinischen Währung Peso ist erneut gefallen, nachdem der Präsident der argentinischen Zentralbank Luis Caputo nach nur dreimonatiger Amtszeit das Handtuch warf. Argentinien ist das Auge eines weltweiten Hurrikans unter den Währungen. Diese Währungskrise entwickelte sich in den Schwellenländern und breitete sich inzwischen bis in die Währungen der Industrienationen hinein aus. Einziges Mittel der Zentralbanken zum Gegensteuern sind Zinserhöhungen, welche ähnlich wie Brandbeschleuniger mehr zum Zündeln als zum Feuerlöschen geeignet sind. Wir haben es deshalb bald mit steigenden Zinsen auf breiter Front zu tun.

Die BMW-Aktie fällt

Der Aktienkurs von BMW brach heute deutlich ein. Einen solchen Rückgang gab es seit dem Juli 2016, dem Referendum der Briten über deren EU-Austritt, nicht mehr. Der Grund hierfür sind die schlechteren Aussichten für den Umsatz und Gewinn bei BMW. Und es wird nicht bei BMW allein bleiben, denn die Absatzzahlen für Autos in der gesamten EU stocken.

Die Tilray-Aktie fällt weiter

Die Tilray-Aktie fiel heute im vorbörslichen Handel weiter auf fast 100 Dollar ab. In der Mitte der letzten Woche wurde der Höchstwert von knapp 300 Dollar pro Aktie erreicht, was einen Kurssturz von beinahe 66% in wenigen Tagen bedeutet. Auch die anderen Aktienwerte in diesem Pot-Segment verloren heute leicht. Der Hype um die Marihuana-Aktien dürfte damit beendet sein, weil eine Korrektur für den gesamten Aktienmarkt ansteht. Echte medizinische Fortschritte werden zumindest noch nicht breit veröffentlicht, weshalb man dieses Thema wieder beiseite legen kann.