Die Reichweiten

Programmvertrieb

Es ist zwar durchaus möglich, ein Video bei youtube einzustellen und damit über eine Million Zuschauer zu erreichen und damit den Punkt Distribution überflüssig zu machen. Aber die Wirklichkeit sieht anders aus. Eine Vielzahl von professionell angefertigten Videos bleibt bei youtube zahlenmäßig im dreistelligen Zuschauerbereich kleben. Und das ist bei einem professionell produzierten Video finanziell ein Desaster. Damit es nicht so bleibt, gibt es die Instrumente der Videodistribution im Internet.

Der Videotitel

Der Titel eines Videos ist im Anschluss an die Videoproduktion ein ganz wichtiger Punkt, welcher über den Reichweitenerfolg entscheidet. Ein nichtssagender Titel zu einem Top-Video ist zugleich dessen Totengräber, was die Anzahl der Zuschauer anbelangt. Der Titel muss sehr prägnant den Inhalt beschreiben und natürlich auch etwas verkaufsfördernd formuliert werden. Aber nicht zu reißerisch, denn diese Masche funktioniert schon längst nicht mehr. Außerdem sollte es kein 0815 Titel sein, damit man ihn auch über google bei Bedarf gut finden kann. Mitunter ist es auch notwendig ein und dasselbe Video unter verschiedenen Titeln laufen zu lassen, um damit unterschiedliche Zuschauergruppen anzusprechen.

Der begleitende Text

Auch für die Formulierung des Begleittextes sollte ein entsprechender Aufwand getätigt werden. Denn auch er trägt zur Erhöhung der Zuschauerzahlen bei und nichts ist ärgerlicher, als eine signifikante Diskrepanz zwischen Titel, Begleittext und Videoinhalt. Man sollte auch nicht zu viel auf die bewegten Bilder geben. Sie werden niemals alleine die Mehrheit stellen können. Es wird vielmehr auf eine sinnvolle Kombination von Text, Bild und Video hinauslaufen.

Suchbegriffe oder tags

Um den suchenden Zuschauern die richtigen Stichworte für die Suchmaschine zu liefern, sind natürlich auch die Stichworte zu den Videos sehr wichtig. Den größten Schub zu Beginn des Videostarts bringen jedoch das Video, der Titel und der Begleittext. Die Suchbegriffe sind der Nachbrenner und sie schaufeln die Zuschauer über einen längerfristigen Zeitraum hinweg, wenn die anderen Instrumente bereits erlahmt sind.

Kontinuität

Ein einziges Video kann heute kommunikativ nicht mehr viel bewegen. Es geht heute um eine kontinuierliche Kommunikation mit regelmäßig erscheinenden Videos. Diese binden die Zuschauer an die Marke oder das Unternehmen und im Idealfall wächst auch die Anzahl der Zuschauer stetig über die Zeit.

Channel

Ein Kanal sollte deshalb ein Bestandteil jeder Videokommunikationsreihe sein. Es können natürlich auch mehrere Kanäle sein aber es dürfen nicht nur Kanäle sein. Die Videos müssen zusätzlich auch über weitere Internetportale ohne eigene Kanäle verteilt werden. Und die mobile Distribution ist längst mehr als eine abschließende Ergänzung. Der Markt des mobilen Videokonsums wächst rasant und erst in der Stagnation wird sein Ausmaß klar und ersichtlich sein.

Vertriebskonzept

Selbst für nur ein Video sollte ein Distributionskonzept erstellt werden, wenn es eine gewisse kommunikative Wirkung entfalten soll. Für mehr als ein Video ist ein Konzept aber unerlässlich. Bei einer groß angelegten Verteilungsaktion geht es schließlich bis hin zum eigenen Videoplayer und zu eigenen Apps. So etwas rechnet sich jedoch erst ab einer gewissen Anzahl von Videos und jenseits einer bestimmten Produktionsmenge ist es dann aber unerlässlich.

Videoportale

In der ersten Stufe ist die Verteilung der Videos auf unterschiedlichen Videoportalen in Erwägung zu ziehen. Während die Onlinestellung bei youtube grundsätzlich ein Muss darstellt, ist die Onlinestellung auf anderen Videoportalen sorgfältig zu überdenken. Es geht hierbei um den zeitlichen Aufwand, welcher hierfür betrieben werden muss und dieser steht vielfach in keinem vernünftigen Verhältnis zu seinem Reichweitenertrag. Es gibt zwar eine Spezialsoftware zur gleichzeitigen Onlinestellung von Videos auf unterschiedlichen Videoportalen. Das minimiert zwar den Arbeitsaufwand und verhindert die Individualisierung der Videos durch unterschiedliche Überschriften und Stichworte. Das mit den Überschriften ist hier zwar nicht unbedingt kriegsentscheidend, aber wer sich schon einmal mit den Suchbegriffen bei Internetportalen in der Praxis beschäftigt hat, der kennt die Unterschiede. Und gerade bei Suchbegriffen ist das alles andere als vernachlässigbar.

Syndication

Die Onlinestellung von Videos auf vielen Internetportalen wird als Syndication bezeichnet. Dieser Begriff stammt eigentlich aus dem Hörfunk und bezeichnet dort ebenfalls die Streuung von vorproduzierten Hörfunkbeiträgen bei unterschiedlichen Hörfunksendern.