Privacy Policy 440 Gewinnwarnungen an einem einzigen Tag in China – AG News

440 Gewinnwarnungen an einem einzigen Tag in China

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Am vergangenen Mittwoch gab es an einem einzigen Tag 440 Gewinnwarnungen und das ist selbst im überdimensionierten China nicht mehr normal. Dies hängt unter anderem auch mit dem kontinuierlichen Zusammenbruch der Schattenbanken zusammen, welche aus dem Kreditmarkt herausgedrückt werden sollen. Alle kriselnden Unternehmen verwiesen auf die sich abkühlende Konjunktur in China, welche auch dazu führte, dass US-Immobilien im Besitz der Chinesen im letzten Jahr verstärkt abgestoßen wurden. Von 2.400 Unternehmen, welche ihren Sitz im Kernland von China haben, kündigten 373 Firmen einen Verlust für 2018 an. 86 % davon waren noch im Vorjahr 2017 profitabel und dies sollte einen nachdenklich stimmen. Denn das ist ein enormer Einbruch und kündet von einer veritablen Wirtschaftskrise. Die Flut der schlechten Nachrichten wird auch heute noch anhalten, weil alle chinesischen Unternehmen bis gestern ihre Geschäftsentwicklung veröffentlichen mussten.

Erschwerend kommt hinzu, dass die chinesische Regierung nicht mehr bereits ist, jedes Unternehmen blindlings zu retten. Insbesondere private Unternehmen sind von diesem Ausleseprozess betroffen, wenn sie über ein bestimmtes Maß hinaus verschuldet haben. Denn in einer schrumpfenden Wirtschaft verringert sich auch die Möglichkeit zur Neuaufnahme von Krediten sehr rasch.

Changan ist der größte Kooperationspartner von Ford in China und das Unternehmen gab einen Rückgang seines Gewinns für das Jahr 2018 um beachtliche 93 % an. Das Versicherungsunternehmen China Life wies auf einen Rückgang seiner Nettoeinnahmen um 70 % hin. Die Hualu Baina Film&TV Company in Peking, die im Cloudspeicher-Bereich tätige Gosun Holding Company und die First Tractor Company kündigten Milliardenverluste in ihrer heimischen Währung Yuan an, nachdem sie bezeichnenderweise im Jahr 2017 noch profitabel gearbeitet hatten. Zwei andere große Firmen kündigten an, dass sich ihre Verluste im Vergleich zum Vorjahr sogar noch verdoppelt hatten. Die Aktien von Homa Appliances Company mussten beispielsweise diese Woche angehalten werden, weil auch sie einen Verlust ankündigen mussten, obwohl sie wenige Monate zuvor noch profitabel waren. Weil insbesondere in China manche Unternehmen ihre Situation gerne noch schönreden, wenn es fast zu spät ist, hat die große Krise von 2018 auch schon den Markt für die chinesischen Unternehmensanleihen erreicht. Manche Unternehmen sehen die neue Krise als Chance an und räumen kräftig auf. D.h. sie reichen ihre zuvor nicht berichteten Verluste nach und sorgen damit für noch schlechtere Zahlen. Man hofft mit diesem Abwurf des Ballastes in diesem Jahr wieder entschlackt durchstarten zu können, aber das dürfte nicht einfach werden.

Zunächst wird es in dieser Wirtschaftskrise für alle auf dieser Welt noch einmal sehr viel schlechter werden, bevor es zu einem neuen Wirtschaftsaufschwung kommen kann. Dies hängt mit dem derzeitigen Finanzsystem zusammen, welches sich auf ein in sich wertloses Geld (Fiat-Geld) stützt. In der Anfangsphase entzündet sich mit diesem ungedeckten Geld schnell ein kleines Wirtschaftswunder, welches jedoch leicht nicht nachhaltig ist und dann sehr rasch zu einer wirtschaftlichen Stagnation führt. In der Endphase eines solchen Geldsystems versagt der simple Rettungsmechanismus des Gelddruckens komplett und führt statt zu einer wirtschaftlichen Verbesserung direkt in die Hyperinflation. Venezuela, Argentinien und die Türkei haben dieses Stadium schon erreicht. Bei uns wird es nicht mehr lange dauern.

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