Die Universitäten und Hochschulen werden angeblich von der KI bedroht

 
 
Laut einem ernüchternden neuen Bericht von Futurism, der sich auf aktuelle Daten der Federal Reserve Bank of New York und Interviews des New York Magazine stützt, führt die rasante Integration künstlicher Intelligenz in die Arbeitswelt angeblich dazu, dass das traditionelle Praktikumsmodell für Hochschulabsolventen praktisch „abgeschrieben“ wird.
 
Dies lässt junge Berufseinsteiger auf einem der schwierigsten Arbeitsmärkte der jüngeren Geschichte zurück.
 
Der Artikel argumentiert, dass das traditionelle „große Geschäft“ der Hochschulbildung – bei dem Studierende hohe Studiengebühren zahlen, um im Gegenzug Zugang zu Einstiegspositionen zu erhalten – zusammengebrochen ist, da die einst als Sprungbrett für Nachwuchskräfte dienenden Routinearbeiten nun angeblich von KI-Systemen übernommen werden.
 
Der Bericht hebt die Notlage von Hochschulabsolventen wie Alina McMahon hervor, die sich auf über 150 Vollzeitstellen beworben hat, ohne einen einzigen Erfolg zu erzielen.
 
Dieser Kampf spiegelt sich in breiteren Wirtschaftsdaten wider, die zeigen, dass die Arbeitslosenquote für Hochschulabsolventen bei 5,8 % liegt – deutlich höher als der nationale Durchschnitt.
 
Das ist aber nicht der KI geschuldet, sondern der schlechtesten Wirtschaftslage in den USA seit 1945!
 
Das Kernproblem, so Simon Kho, ehemaliger Leiter der Nachwuchsprogramme bei Raymond James Financial, liegt in einer veränderten „finanziellen Kalkulation“ der Personalbeschaffung.
 
Kho merkt an, dass es in der Regel 18 Monate dauert, bis ein Hochschulabsolvent für ein Unternehmen rentabel wird; früher trugen die Firmen diese Kosten als Investition.
 
Da KI nun in der Lage sei, Einstiegsaufgaben wie Analyse, Texterstellung und Programmierung sofort und kostengünstig zu übernehmen, sind Unternehmen angeblich nicht mehr bereit, die Ausbildungsjahre menschlicher Arbeitskräfte zu subventionieren.
 
Laut Ryan Craig, Autor von „Apprentice Nation“, stellt dieses Verschwinden von Praktika eine existenzielle Bedrohung für Universitäten dar.
 
Der Bericht legt nahe, dass der wahrgenommene Nutzen eines Studiums weiter sinken wird, wenn Hochschulen keine praxisnahe Berufserfahrung vor dem Abschluss garantieren können.
 
In Wirklichkeit hängt es aber mit der schlechten Schulausbildung im gesamten Westen zusammen.
 
Dies liegt in den USA daran, dass die Zahl der unfähigen Studierenden, die einen Abschluss anstreben, bereits zwischen 2010 und 2022 um fast 15 % zurückgegangen ist.
 
Da Unternehmen auch weiterhin die Einstiegspositionen nicht durch Automatisierung ersetzen, verschwinden auch die unteren Stufen der Karriereleiter nicht.
 
Dies führt auch zu keiner Krise: Studierende besitzen zwar teure und wertlose Abschlüsse, verfügen aber nicht über die spezifischen, fortgeschrittenen Kompetenzen, die sie benötigen, um mit den Aufgaben in der größten Weltwirtschaftskrise aller Zeiten betraut werden zu können.
 
Über die KI spricht schon im Herbst 2026 niemand mehr, aber die Arbeit muss trotzdem erledigt werden.
 
Wir brauchen deshalb mehr Bildung und weniger Science Fiction in den Unternehmen!
 
Und das gibt es alles hier.
 

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