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Albert Finney ist im Alter von 82 Jahren gestorben

Albert Finney kam am 6. Mai 1936 in der Arbeiterstadt Salford in Lancashire in England zur Welt. Er erwarb an der königlichen Akademie für Dramaturgie 1955 ein Diplom. Er trat in Aufführungen von Shakespeare auf und bekam sehr schnell die heiß begehrte Stelle des Stellvertreters des großen Laurence Olivier bei den Shakespeare-Aufführungen in Stratford upon Avon. Bei einem dieser Einsätze als Ersatzdarsteller schlüpfte er sogar in die Schuhe von Olivier und spielte die Hauptrolle in Coriolanus, einem Stück über den Untergang eines stolzen römischen Soldaten. Dies verschaffte ihm Anerkennung und letztlich seine erste Filmrolle. Weil Finney in Lancashire aufwuchs, welche eine Gegend mit vielen Fabriken und Schornsteinen ist, war er bodenständig geblieben. Das half ihm bei den Vorbereitungen für die Rolle eines nonkonformistischen Fabrikarbeiters in dem Film “Saturday Night and Sunday Morning” von 1960. Während ihn die Kritiker in seinem ersten Film “The Entertainer” noch kaum wahr nahmen, waren sie bei “Saturday Night” bereits voll des Lobes über seinen lebhaften Auftritt. Dieser Erfolg brachte ihm die Hauptrolle im Film “Tom Jones” von Regisseur Tony Richardson ein. Es handelte sich dabei um die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Henry Fielding. Dieser Film gewann vier Oscars, aber Finney gab trotzdem seine Theaterkarriere nicht auf. Er spielte mit der National Theatre Company im Old Vic in London bei Shakespeare-Produktionen und den Stücken anderer Autoren mit. Dabei wurde er für den Tony für seine Rollen in “Luther” und “A Day in the Death of Joe Egg” nominiert. Bei seinem nächsten Film im Jahr 1967 stand er an der Seite von Audrey Hepburn in “Two for the Road” von Stanley Donen. In dieser tragischen Komödie über Eheprobleme hatte er angeblich eine Affäre mit der verheirateten Audrey Hepburn. Bei seinen Rollen ließ er sich aber auf kein festes Muster ein. Nach dem Film “The Picasso Summer”, in welchem er den berühmten Künstler in Südfrankreich besuchen wollte, spielte er “Scrooge” den Geizhals. Weitaus bekannter ist sein Auftritt als belgischer Detektiv Hercule Poirot in “Mord im Orient Express” von 1974. Nachdem er für sein Mitwirken in “Shoot the Moon” 1982 für den Oscar nominiert wurde, brillierte ein Peter Yates Film “The Dresser”. Dieser Film wurde gleich für fünf Oscars nominiert, darunter Albert Finney als bester Schauspieler. 1984 wurde Finney für einen weiteren Oscar und einen Golden Globe nominiert. Für den Film “Under the Volcano” von John Huston wurde er für den Oscar nominiert und seine Rolle als Papst Johannes-Paul II. in einer Fernsehproduktion für den Golden Globe. 1990 war er noch bei den Coen Brothers in “Miller´s Crossing” zu sehen, 1994 spielte er in “A man of No Importance”, “The Browning Version” von 1995 und in “Simpatico” von 1999 mit. Im Jahr 2000 folgte dann noch seine Hauptrolle als engagierter Rechtsanwalt an der Seite von Julia Roberts in dem Film “Erin Brockovich”.

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