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Alexa hört mit, kann aber nicht selbst denken

Ein weiteres Märchen der Leitmedien löste sich wieder einmal in Wohlgefallen auf, und zwar handelt es sich dabei um die künstliche Intelligenz. Es lautet, dass sich die Roboter und Computer künftig selbst weiterentwickeln und perfektionieren sollen. Doch das sind immer die Vorstellungen der Dummen und Faulen, welche allen Ernstes an ein Schlaraffenland glauben, in welchem sich alles von selbst erledigt und einem das Essen gebraten in den Mund fliegt. Die Wirklichkeit wird sich aber selbst im 22. Jahrhundert dergestalt zeigen, dass Arbeit immer auch harte Arbeit bleiben wird, egal wie sie dann auch aussehen wird. Arbeit kostet immer Energie und selbst, wenn es sich nur um reine Denkarbeit handeln wird. Selbst technische Geräte benötigen auch in ferner Zukunft immer noch Energie, damit sie funktionieren können. Selbst wenn man beim gruseligsten Kampf-Roboter der Zukunft nur geduldig wartet, dann geht ihm früher oder später der Strom aus. Eine Drohne kann man noch einfacher ausschalten, indem man zum Beispiel einen Pfeil in ihre Rotoren schießt. Aber ohne neue Energiezufuhr sind sie beide völlig ungefährlich und wer daran glaubt, dass sie sich irgendwann selbst mit Energie versorgen werden, der kann gerne darauf warten nur wird er es nicht mehr erleben. Die Intelligenz aller technologischen Errungenschaften besitzt eine natürliche Obergrenze und die stellt auch weiterhin der Mensch dar. Sie sind bestenfalls unsere Sklaven und mehr aber auch nicht.

Ein aktuelles Beispiel hierfür ist Alexa von Amazon, welche angeblich in der Cloud lebt und sich selbst laufend verbessert. Es gibt sie nun bereits seit geraumer Zeit und sie benötigt noch immer Menschen, welche sie permanent verbessern. Dazu unterhält das Unternehmen Büros in vielen Ländern der Welt mit Mitarbeitern, welche im Schichtbetrieb von jeweils 9 Stunden die dümmsten Sprüche von ihr anhören und analysieren müssen. Das sind mitunter bis zu 1.000 gesprochene Sequenzen pro Schicht. Diese Prüfer müssen dann die Eingaben in diese elektronische Spionin mit deren Antworten und Aktivitäten vergleichen, ob auch alles inhaltlich zusammen passte. Eventuelle Unstimmigkeiten oder Fehler gehen anschließend weiter zu den menschlichen Programmierern und sie verbessern dann gegebenenfalls die Software von Alexa. Das ist State of the Art aus dieser Woche und daran ändert sich in naher Zukunft nichts. Bei dieser Tätigkeit bekommen die Prüfer natürlich einiges von ihren Kunden mit. Das reicht von verzweifelten Hilferufen von Kindern bis zu geplanten Verbrechen.

Weil die Stimmerkennung in unserer Märchenwelt leider noch immer nicht perfekt ist, unterhielt sich scheinbar ein Ehepaar angeregt in der akustischen Reichweite ihrer Alexa und sprach dabei etwas aus, was sich wie ihr Name anhörte und sie damit aktivierte. Das Ehepaar bekam das jedoch nicht mit diskutierte eifrig weiter. Doch im Hintergrund fragte Alexa im nächsten Schritt, was zu tun wäre. Sie hörte aus dem Dialog der beiden etwas von “Gespräch aufzeichnen” und tat dies folglich auch. Zum Schluss fragte sie nur noch “an wen senden?” und hörte aus dem Dialog der beiden einen Kontakt des Mannes heraus. An diesen schickte sie ihre Aufzeichnung. Dieser Vorgang ist belegt und hätte eine dramatische Wendung nehmen können, wenn der Ehemann sich zum Beispiel mit seiner Geliebten in der Wohnung unterhalten hätte und Alexa zufällig ein Tondokument an seine Frau geschickt hätte.

Sicherlich ist Alexa für eine bestimmte Zielgruppe wie ältere oder behinderte Menschen sehr sinnvoll und wichtig, auch wenn sie eine Spionin ist. Für alle anderen ist sie jedoch nur ein Spielzeug und wie man schon sehr lange wusste, als gefährlich einzustufen. Wer also auch zukünftig der Meinung ist, dass er ohne einen echten Bedarf nicht ohne sie leben kann, der sollte sich später nicht wundern, wenn sie einen durch Einkäufe ruiniert oder falsche Aussagen denunziert hat. Man wird ohnehin schon kräftig ausgeschnüffelt und da muss man es nicht auch noch selbst machen. Ein interessantes Leben ist auch ohne sie weiterhin möglich. Es gibt genügend andere überflüssige technische Spielwaren, welche nicht so riskant sind und auch mehr Spaß machen als Alexa.

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