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Alles drängt wieder einmal nach dem Gold

Am 16. Mai 2019 gab es folgendes zu bemerken: Die Zentralbanken kauften im ersten Quartal 2019 um 70 % mehr Gold als im ersten Quartal 2018. Dies deutet auf eine bevorstehende globale Währungsreform hin, weil Zentralbanken normalerweise nichts mit diesem Edelmetalle zu tun haben. Sie verdanken ihre Existenz eigentlich der systematischen Abschaffung des Hartgelds vor über 300 Jahren. Bemerkenswert ist ferner, dass es sich dabei nicht nur um die Zentralbanken von China, Russland handelt, sondern auch um die Zentralbanken der Türkei, Katar und sogar Kolumbiens. Die Aktie von Beyond Meat (dem globalen künftigen Fleischersatz) stieg als bislang einzige der neuen Aktien in diesem Jahr seit ihrem IPO nicht nur an, sondern auch noch gleich um sagenhafte 250 %. Genießen Sie deshalb in diesem Sommer noch einmal ihre Steaks in der beginnenden Grillsaison, weil es garantiert Ihre letzten sein werden. Die Shorts (Wetten) auf diese Aktie wurden in einem großen Squeeze (Ausquetschen) zerbröselt, d.h. der Markt tendiert eher zum Grillen, aber unser Finanzsystem will uns alle zu Vegetariern machen. Interessant ist auch beim Bitcoin-Gegner Ethereum, dass lediglich 376 Investoren ein Drittel aller Anteile an dieser Kryptowährung besitzen. Damit sind die Eigentumsverhältnisse noch konzentrierter, d.h. in den Händen einiger weniger, als beim Bitcoin.

Obgleich die globalen wirtschaftlichen Daten schon zum zweiten Mal in diesem Jahr in die Knie gingen, aber noch nicht so stark wie beim ersten Mal im Februar, ging es mit den weltweiten wichtigsten Aktien trotzdem in die Höhe. Das ergibt wirtschaftlich keinen richtigen Sinn und ist deshalb den Eingriffen der planwirtschaftlich organisierten Zentralbanken zu verdanken. In China stiegen die Aktien gestern gleich zweimal nacheinander an und dafür gibt es keinen einzigen triftigen Grund. Auch in Europa zogen die Aktien allgemein deutlich an, insbesondere die Aktien der europäischen Automobilhersteller, nachdem Donald Trump die angekündigten Autozölle für die europäischen Hersteller um 6 Monate verschoben hatte. Der Handelskrieg mit China wird deshalb vermutlich noch heftiger ausfallen und deshalb startet er zumindest jetzt noch keinen Handelskrieg an zwei Fronten. Auch in den USA stiegen die Aktien kräftig an, obwohl auch dort die wirtschaftlichen Daten eine solche Reaktion überhaupt nicht nahelegen. Doch wer den Gesamtblick über den Verlauf der US-Aktien in letzter Zeit beobachtete, der konnte Lower Lows und Lower Highs erkennen, welche auf weiterhin sinkende Aktienkurse hindeuten. Die Gewinne an den US-Börsen entstammten erneut einem großen Short-Squeeze (einem absichtlich verursachten Platzen von Wetten auf deren Kursverlust) und damit keinen natürlich wirtschaftlichen Kräften. Auch der Volatilitätsindex VIX weist auf weiteres Ungemach in Form von Kursverlusten hin. Abschließend entkoppelten sich erneut die US-Staatsanleihen von den US-Aktien und auch dieses Problem ist ohne einen Kursverlust der US-Aktien nicht zu entschärfen. Die Chinesen halten den Auslands-Yuan augenblicklich in einem sehr engen Währungskorridor, welches ebenfalls nicht ewig andauern wird. Der Bitcoin durchbrach noch einmal die Marke von 8.000 Dollar, aber seine Bodenbildung ist noch lange nicht beendet. Auch der WTI-Ölpreis möchte ebenfalls gerne nach oben ausbrechen, doch die augenblicklich global sinkende Geldmenge und die Wirtschaftsdaten sprechen eine andere Sprache. Wir stehen direkt vor der zweiten Finanzkrise und die soll wieder einmal Veränderungen im Sinne der Machthabenden herbeiführen. Aber das wird dieses Mal extrem schwierig.

Kanada verkaufte scheinbar so viele US-Staatsanleihen wie seit 8 Jahren nicht mehr und auch China versilbert sie nach wie vor. Warren Buffett kaufte kürzlich übrigens nur Amazon-Aktien im Wert von 860 Millionen Dollar. Es handelte sich deshalb ganz offensichtlich nur um einen Gefallen und keine strategische Investition. In Australien implodiert derweil der Immobilienmarkt, welches auch bald bei uns der Fall sein wird. In den Vororten von ganz Australien fielen die Immobilienpreise im zweistelligen prozentualen Bereich. Selbst Präsident Donald Trump hat Probleme mit einer seiner Immobilien. Seit er Präsident ist, ließ das Interesse der Mieter und Käufer am Trump Tower schlagartig nach. Das französische Durchschnittseinkommen liegt scheinbar sogar unter demjenigen der ärmsten Bundesstaaten in den USA. Die Gelbwesten kennen dieses Problem nur zu gut und deshalb sind Proteste noch lange nicht am Ende angelangt. Der Welthandel war bereits vor der Eskalation im Handelskrieg auf ein Niveau wie in einer wirtschaftlichen Depression abgesunken, welches letztmals während der ersten Finanzkrise erreicht wurde. Abschließend machte sich ein konservativer Hinterbänkler im Londoner Parlament wichtig, dem angeblich zu Ohren gekommen ist, dass die britische Premierministerin Theresa May im Juni zurücktreten wird. Aber dazu muss man kein Insider sein, das kann man schon seit Wochen an den britischen Umfragewerten zu den Europawahlen klar und deutlich ablesen.

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