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Apple entzieht Facebook die Entwickler-Lizenz für Apps

Facebook kommt einfach nicht mehr aus den negativen Schlagzeilen heraus. Seit dem Skandal mit Cambridge Analytica vor knapp einem Jahr, hätte man schon denken können, dass es nicht mehr schlimmer für Facebook hätte kommen können. Aber dabei handelte es sich nur um ein verfrühtes positives Denken. Doch nach den neuesten Enthüllungen von TechCrunch hat der Social Media Gigant eine ganz gefährliche Grenze überschritten: Für 20 Dollar im Monat hatte man nämlich Teenager bestochen, ihre gesamten Daten zu angeblichen Forschungszwecken dem Unternehmen Facebook zu überlassen.

Nachdem bereits im letzten Jahr die Onavo Protect App von Facebook aus dem Apple Store entfernt wurde, legte man kurzerhand ein neues Spionage-Projekt unter dem Namen “Atlas” auf. Diese App sollte die Nutzungsgewohnheiten einer Zielgruppe im Alter von 13 bis 35 Jahren erforschen, in Wirklichkeit saugte sie jedoch nur alle Daten dieser Nutzer hemmungslos ab. Um auch die Sicherheitsvorkehrungen für neue Apps im Beta-Test bei Apple zu umgehen, wies man die Verwender dieser App als eigene Mitarbeiter aus, was erlaubt ist, aber was in diesem Fall nicht zutraf.

Doch die Strafe folgte gestern bereits auf dem Fuß, als Apple konsequenterweise Facebook die Entwicklerlizenz für Apps entzog. Das war ein Hieb direkt auf die Nase von Facebook, welcher saß. Aber es kam noch besser, als gestern in der Facebook-Zentrale die Mitarbeiter ihre Apps auf ihren iPhones nicht mehr öffnen konnten. Und nachdem erst vor wenigen Tagen bekannt wurde, dass ungefähr die Hälfte aller Nutzerprofile von Facebook nicht wirklich existieren, dürfte der riesige gestrige Gewinn von Facebook in Höhe von 6,9 Milliarden Dollar auch bald der Vergangenheit angehören. Die Anleger sollten sich deshalb jetzt lieber fragen, was Facebook überhaupt noch wert ist? Nach den bisherigen Skandalen dürfte Facebook bald ein idealer d.h. sehr günstiger Übernahmekandidat sein. Das alte Management muss ohnehin absehbar das sinkende Schiff verlassen und unter einer neuen Leitung ist mit Facebook noch einiges zu machen.

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