Privacy Policy Apple kann mit seinem neuesten Dienst die Anleger nicht überzeugen | AG News

Apple kann mit seinem neuesten Dienst die Anleger nicht überzeugen

Die gestrige Präsentation des neuen Streaming-Dienstes von Apple zusammen mit Oprah Winfrey brachte nicht den gewünschten Erfolg. Weder in den sozialen Medien, noch an der Wallstreet. Was war passiert? Weil der Absatz der klassischen Apple-Produkte wie dem iPhone stagniert und in den nächsten Jahren auch nicht mehr wachsen wird, will sich das Unternehmen stärker in Richtung der Dienstleistungen entwickeln. Diese Idee ist grundsätzlich richtig, aber dann sollte man sich auch nach gigantischen Marktlücken umsehen oder neue Märkte mit großem Wachstumspotenzial ins Visier nehmen. Mit dem Streaming-Markt hat man sich aber etwas in der Endphase seiner Entwicklung ausgesucht und das bringt in der Regel nur Probleme mit sich. Bei den Streaming-Dienstleistungen tummeln sich die Schwergewichte wie Amazon und Netflix, d.h. dieser Markt ist bestens besetzt und hier lässt sich nicht viel verdienen. Die Konsumenten greifen zwar gerne bei neuen Angeboten zu, sehen sich dann aber nur die Perlen an und kündigen anschließend wieder das Abonnement. Damit ist aber nicht das große Geld zu verdienen.

Hinzu kommt bei solchen Geschäftsmodellen immer die Frage der Inhalte und dabei kam gestern Oprah Winfrey bei Apple ins Spiel. Sie beliefert das Unternehmen künftig mit Content, aber das wird bei weitem nicht ausreichen. Sie ist zwar eine der mächtigsten Produzentinnen in den USA, aber sie besitzt nicht die Schlagkraft von Disney und Co. Auch die neue Kreditkarte bringt den Konsumenten nichts Neues, weil nur Apple drauf steht und nicht drin ist. Im Kern ist sie eine völlig gewöhnliche Kreditkarte wie alle anderen auch. Um die wichtige Frage der Inhalte adäquat beantworten zu können, bleibt Apple mittelfristig nichts anderes übrig, als Netflix nach dem nächsten Aktiencrash preisgünstig zu erwerben. Aber auch Amazon könnte nach einer Halbierung der Aktienkurse bald zum Abschuss und Zerschlagung freigegeben werden. Schließlich sitzt Apple auf dem größten Kassenbestand an Bargeld auf der ganzen Welt. Und dieses Geld muss vor der Währungsreform ausgegeben werden, sonst wird es entwertet. Es wird sich also demnächst einiges in diversen Märkten verändern und Apple könnte davon überdurchschnittlich profitieren.

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