Privacy Policy Wie die Banker seit Jahrhunderten immer neue Wirtschaftskrisen verursacht haben – AG News

Wie die Banker seit Jahrhunderten immer neue Wirtschaftskrisen verursacht haben

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In den nächsten Tagen werden Sie etwas ganz Ähnliches wie in der nachfolgenden Wirtschaftsgeschichte erleben, nur in ganz anderen Dimensionen.

Hier geht es um den heimlichen Staatsstreich internationaler Bankiers der Wall Street und der City of London.

Sie haten damit de facto die Kontrolle über die strategischen politischen und wirtschaftlichen Institutionen der Vereinigten Staaten übernommen.

Ein entscheidendes Ereignis war der Coup der Bankiers zur Gründung der Federal Reserve im Dezember 1913 und zwar rechtzeitig vor dem Ersten Weltkrieg.

Der Kongressabgeordnete Lindbergh bezeichnete diesen Vorgang als Money Trust, der Kreditkrisen und vorsätzliche wirtschaftliche Depressionen herbeiführte, um Schritt für Schritt die Kontrolle über Amerikas strategische Infrastruktur und Industrie zu erlangen.

Jede ernsthafte Diskussion über die Wiederherstellung der Vereinigten Staaten als große Industrienation sollte sich dieses Vorgangs bewusst sein, durch den die wirtschaftliche Größe der USA von einer Handvoll mächtiger Bankiers in einem heimlichen Putsch zerstört wurde.

Die Vorbereitungen zu diesem Putsch reichen bis in die 1880er Jahre zurück.

Wenn Sie das interessiert, dann empfehle ich Ihnen, das Buch The Gods of Money: Wall Street and the Death of the American Century von F. William Endahl zu kaufen.

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Beginnen wir mit J. Pierpont Morgan, dem ersten amerikanischen Gott des Geldes.

„Die Rechte und Interessen der Werktätigen werden nicht von den Arbeiteragitatoren geschützt und gepflegt, sondern von den christlichen Männern, denen Gott in seiner unendlichen Weisheit die Kontrolle über die Eigentumsinteressen des Landes übertragen hat.“

Das sagte George „Divine Right“ Baer, der ​​Eisenbahndirektor von JP Morgan im Jahr 1902.

Als das riesige Britische Empire nach einer großen Wirtschaftskrise ab 1873 dank der Bankiers in einen anhaltenden und scheinbar unumkehrbaren Niedergang geriet, stieg jenseits des Atlantiks eine neue Wirtschaftsmacht empor.

Mächtige amerikanische Industrie- und Bankenfamilien, die sich um J.P. Morgan und John D. Rockefeller gruppierten, konzentrierten den Reichtum und die Kontrolle der amerikanischen Industrie in ihren eigenen Händen.

Bei ihrem Aufstieg zu beispiellosen Vermögen setzten die Interessen von Morgan und Rockefeller Betrug, Täuschung, Gewalt und Bestechung ein und sie manipulierten ganz bewusst Finanzkrisen.

Jede Finanzkrise, die durch ihre kalkulierte Kontrolle der Finanzmärkte und Bankkredite hervorgerufen wurde, ermöglichte es ihnen und ihren engsten Verbündeten, immer mehr Macht in immer weniger Hände zu vereinigen.

Es war diese Konzentration von Finanzmacht innerhalb einer Elite weniger wohlhabender Familien, die eine amerikanische Plutokratie oder, genauer gesagt, eine amerikanische Oligarchie geschaffen hat.

Aristoteles verwendete den Begriff Oligarchie, um die Herrschaft der reichsten Familien zu beschreiben, bei der das Stimmrecht im Staat von der Größe des Familienvermögens abhing.

Ob Oligarchie oder Plutokratie bzw. die Regierung einer wohlhabenden Klasse.

Die wirkliche Macht im spektakulären Aufstieg des amerikanischen Jahrhunderts Ende der 1890er Jahre lag nicht demokratisch in den Händen der Mehrheit der Bürger.

Sie lag nicht einmal in den Händen einer breiten, gebildeten und wachsenden Mittelschicht.

Die Macht, zusammen mit der Kontrolle über die Wirtschaft der Nation, wurde rücksichtslos in den Händen der wenigen Reichen zentralisiert, genauso wie es in den Tagen des kaiserlichen Roms der Fall war.

Je zentralisierter diese Macht in den Händen einer wohlhabenden Aristokratie wurde, desto mehr hüllte sie sich in das rhetorische Gewand der amerikanischen „Demokratie“.

In einer Hinsicht, und nur in einer Hinsicht, war die neue amerikanische Oligarchie demokratisch:

Sie schränkte den Zutritt nicht auf Personen mit adeliger Geburt und Blutlinie ein, wie es beim dekadenten Adel im alten Rom oder im vorrevolutionären Frankreich der Fall war.

Die amerikanische Verfassung verbot ererbte Adels- und Aristokratietitel.

Es verbot jedoch nicht eine Aristokratie des Reichtums, egal ob sie geerbt oder selbst geraubt wurde.

Wie Großbritannien um die Zeit der Gründung der privaten Bank of England im Jahr 1694 sollte sich diese Aristokratie, welche Neuzugänge erlaubte, als Schlüsselfaktor für die Dynamik des aufstrebenden amerikanischen Imperiums herausstellen.

Es war das Markenzeichen des amerikanischen Jahrhunderts, wie Henry Luce es später nannte.

In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts war jeder, der schlau, entschlossen und rücksichtslos genug war, um den darwinistischen Preis für das Überleben des Stärksten zu bezahlen im Spiel.

Er konnte damit ein riesiges Vermögen anhäufen und es auch behalten, wenn er bestimmtenBruderschaften angehörte.

Die Rasse blieb jedoch für mindestens ein weiteres Jahrhundert ein Hindernis für den Eintritt in die höheren Kreise der Macht in Amerika und das ist das verlogene an Black Lives Matter, welches heute von diesen reichen Familien unterstützt wird.

Diese Oligarchie nutzte ihre immense wirtschaftliche Macht, oft heimlich und in koordinierter Weise, um Ereignisse zu orchestrieren.

Zum Beispiel eine Inflation, schwere Wirtschaftskrisen und daraus resultierende Depressionen.

Die aufstrebende amerikanische Oligarchie korrumpierte und koordinierte gesetzgebende Körperschaften, Gouverneure, US-Kongressabgeordnete, Richter, Zeitungsredakteure und sogar Präsidenten auf zynische Weise, um ihren privaten Interessen zu dienen.

Diesen Interessen dienten natürlich auch angestiftete Kriege, die ihre Leitmedien Presse mit auslösten.

Kriege, von denen diese Oligarchie profitierte, während tausende junger Amerikaner aus rein wirtschaftlichen Gründen starben, von denen sie überhaupt nichts wussten.

Der vorherrschende Mythos behauptete, dass eine demokratische und unternehmerisch denkende Nation wie die Vereinigten Staaten die bemerkenswerte industrielle Expansion nach dem Bürgerkrieg auslöste.

In Wirklichkeit hatten Ende der 1870er Jahre, nach der Verabschiedung des Specie Resumption Act von 1875, der im Jahr 1879 vollständig in Kraft trat durch die Hintertüre den Londoner Goldstandard in die USA gebracht.

Nur in wenigen Länder war die finanzielle und wirtschaftliche Macht so konzentriert in den Händen einiger weniger, wie die Vereinigten Staaten.

In den 1880er Jahren waren innerhalb der reichsten Familien der Vereinigten Staaten zwei gigantische Gruppen entstanden.

Anfangs waren sie erbitterte, verhasste Rivalen.

Aber am Ende wurden sie Verbündete, nicht aus Zuneigung, sondern aus praktischen Gründen.

Das schuf die größte Konzentration finanzieller und industrieller Macht, die es je zuvor gegeben hatte.

Die beiden Familien, Rockefeller und Morgan, schufen zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Kombination aus Reichtum und Kontrolle.

Ihr Einfluss auf das Wirtschafts- und Finanzleben der Vereinigten Staaten war so stark, dass Kritiker des Kongresses sie Money Trust nannten.

Die konstruierte Krise von 1893

Der Aufstieg der Morgan-Gruppe zur entscheidenden Geldmacht in den Vereinigten Staaten erforderte jahrelange verdeckte und meist korrupte Machenschaften.

Die Panik von 1893 führte zu einer schweren Wirtschaftskrise in den USA, die vier Jahre anhielt.

Sie veranschaulichte, wie weit der aufstrebende Money Trust um J.P. Morgan bereit war, zu pokern, um seine Macht zu erweitern.

Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg bis zum Ende des 19. Jahrhunderts erkannte das Finanzministerium der Vereinigten Staaten sowohl Silber als auch Gold als umlaufende Währung an.

Das amerikanische Geldsystem war damals ein bimetallisches System.

Silber gab es im Westen der Vereinigten Staaten in Hülle und Fülle.

Landwirte und kleine Ladenbesitzer verwendeten das Silber, um billige Kredite zu bekommen, damit die Wirtschaft weiter wachsen konnte.

Es war durchaus sinnvoll, die Ausweitung der Geldmenge durch den Staat sorgfältig zu steuern.

Das einflussreiche New Yorker Bankenkonsortium, das in den 1890er Jahren vom House of Morgan angeführt wurde, vertrat jedoch die entgegengesetzte Position.

Sie sahen im Gold, insbesondere angesichts ihrer engen Verbindungen zu führenden Londoner Banken (Rothschild), ihren einfachsten Weg zur Kontrolle der Geldmenge der Vereinigten Staaten.

Die Versorgung mit Währungsgold wurde von einer Handvoll New Yorker Banken und von den Finanzmächten der City of London kontrolliert, vor allem von der Bankengruppe von Lord Rothschild.

Die New Yorker Bankiers wollten keine Konkurrenz durch das Silber dulden.

Ihre Bankenverbündeten in der City of London, dem damaligen Herzen des weltweiten Goldstandards, wollten, dass Amerika ausschließlich einen Goldstandard übernimmt, weil damit ihr Einfluss weitaus größer wäre.

Londons New Yorker Verbündete unter den Banken, d.h. JP Morgan zusammen mit den Ablegern von Rothschild in den USA wie August Belmont, nutzten ihre Londoner Bankpartner geschickt, zur Beeinflussung der amerikanischen Kreditmärkte.

Und dies zu ihrem eigenen sowie ausschließlichen Vorteil sowie zum deutlichen Nachteil der amerikanischen Öffentlichkeit.

Es war keine leichte Aufgabe, aber sie steuerten entschlossen den Goldstandard an.

Die berüchtigte Panik von 1893 wurde tatsächlich von Strohmännern von Morgan inszeniert und zwar in Absprache mit August Belmont.

Sie wollten damit das Silber demonetarisieren und dann das Gold der Nation in den Händen der privaten New Yorker Banken konsolidieren.

Im Zuge der Manipulation mehrerer Finanzkrisen erlangten dieselben Bankiers auch eine beispiellose Kontrolle über den Stahl und die Eisenbahnen des Landes, d.h. das Herz der Wirtschaft.

Mehr als hundert Jahre später war es die Internetbranche.

Der wichtigste Mann für Morgan und Co. war John G. Carlisle, Finanzminister unter dem demokratischen Präsidenten Grover Cleveland.

Cleveland war ein mittelmäßiger New Yorker Politiker, bevor er mit der finanziellen Unterstützung von Morgan und seinen Freunden Karriere machte, um Präsident zu werden.

Die beiden häufigsten Privatgästen im Weißen Haus waren demzufolge J.P. Morgan und August P. Belmont junior, der Sohn von Rothschilds offiziellem Bankagenten in den Vereinigten Staaten.

August P. Belmont Senior wurde in Londoner Gesellschaftskreisen als der uneheliche Sohn von Baron Karl Meyer Rothschild gehandelt.

Er hatte den jungen Belmont adoptiert, als wäre er sein eigner Sohn.

Schon damals hatten diese Leute nur Sex, Drogen und Alkohol im Kopf.

Arbeiten mussten immer die anderen.

Er schickte ihn nach Amerika, um die Geschäftsinteressen unter dem weniger auffälligen Namen Belmont wahrzunehmen.

Morgans Übernahme der amerikanischen Goldreserven begann 1893.

Nach Clevelands zweiter Amtseinführung als Präsident Anfang 1893 initiierten Morgan und Belmont heimlich einen Ansturm auf die Goldreserven des US-Finanzministeriums.

Mitverschwörer unter den Londoner Banken, die auf Befehl von Morgan und Belmont handelten, verkauften Millionen von US-Staatsanleihen, die nur für diesen Zweck hielten und forderten die Zahlung in Gold.

Das war ein moderner Banküberall.

Zu dieser Zeit war es dem Finanzministerium per Gesetz erlaubt, zurückgezahlte Anleihen entweder in Gold oder Silber zu bezahlen.

Die mächtige Silberlobby drängte natürlich darauf, dass das Finanzministerium in Silber und nicht in Gold auszahlt.

Gesetzlich lag die Entscheidung im Ermessen des Finanzministers.

Aber Minister Carlisle bekam seinen Rat heimlich von Morgan und Belmont.

Infolgedessen weigerte sich Carlisle, die Anleihen gegen Silber einzulösen, was die Panik des Goldhortens beendet hätte.

Stattdessen löste er die Wertpapiere ausschließlich in Gold ein, was weitere Panik schürte, als sich die Goldbestände der US-Regierung schnell verringerten.

Die Folge war, dass die Goldreserven des US-Finanzministeriums aufgebraucht wurden.

Im April 1893 fielen die Goldreserven zum ersten Mal seit der Wiederaufnahme der Barzahlungen im Jahr 1879 unter 100 Millionen Dollar.

Die Falle war meisterhaft aufgestellt worden.

J.P. Morgan und August Belmont, Jr. hatten Cleveland davon überzeugt, dass sein Finanzminister John Carlisle US-Staatsanleihen ausschließlich an Morgan und Belmont ausgeben sollte.

Im Gegenzug bezahlten die Privatbankiers das Schatzamt mit Gold, das dringend für die Devisenreserven der Regierung benötigt wurde.

Die vorherrschende Praxis bestand darin, die Mindestgoldreserven des US-Finanzministeriums in Höhe von 100 Millionen Dollar aufrechtzuerhalten.

Niedrigere Bestände waren ein Grund zur Besorgnis über die Stabilität des Dollars.

Das Finanzministerium von Cleveland verkaufte die Anleihen mit einem hohen Abschlag an das private Bankenkonsortium Morgan.

Die Bankiers verkauften ihrerseits die Anleihen sofort zu viel höheren Preisen an die investierende Öffentlichkeit, d.h. kleine Regionalbanken, Versicherungsgesellschaften und andere.

Nur so wird man mit den daraus resultierenden enormen Gewinn reich, einemklassischen Insiderhandel.

Um den Kreis der Korruption zu schließen, vertrat Präsident Clevelands ehemaliger Anwaltspartner F. L. Stetson die Bank J.P. Morgan & Co., für die er die Bedingungen der Anleiheemissionen mit dem US-Finanzministerium aushandelte.

Diese Vereinbarung war ein klarer Interessenkonflikt und beschädigte das öffentliche Vertrauen.

Cleveland schaffte es, die unglaubliche Summe von 162.000.000 Dollar solcher Anleihen zu niedrigen Preisen an das private Morgan-Syndikat zu verscherbeln, bevor die Anti-Korruptions-Bewegung, in Gestalt des Journalisten Joseph Pulitzer diesen Skandal aufdecken konnte.

Das war das Ende dieses hochprofitablen Geschäfts.

Im Mai 1893 war in den Vereinigten Staaten eine Finanzkrise ausgebrochen.

Einige Wochen später gab die Regierung Indiens, damals eine britische Kolonie, bekannt, dass sie kein Silber mehr zum Prägen von Münzen akzeptieren würde.

Indien war größtenteils aufgrund der früheren Machenschaften der britischen Opiumkriege gegen China zum weltweit größten Besitzer von Silberbarren geworden.

Die Ablehnung von Silber durch die indische Kolonie gab der Verschwörung der Londoner und New Yorker Bankiers, die monetäre Rolle des Silbers in Amerika ein für alle Mal zu zerstören, zusätzlichen Auftrieb.

Dies führte zu einem katastrophalen Rückgang des internationalen Silberpreises um 50 %, einschließlich in den Vereinigten Staaten.

In US-Kreisen, die von der Geldpanik betroffen waren, gab es mehr als nur den Anfangsverdacht, dass bestimmte Bankhäuser der City of London und New York von dieser Panik ordentlich profitieren würden.

Die indische Regierung, das Kronjuwel des britischen Imperiums Ihrer Majestät, folgte den Anweisungen der Bankiers und lehnte Silberkäufe ab.

Anfang 1895 war das Gold des US-Finanzministeriums schon wieder verschwunden, welches es zuvor zu Wucherkursen vom Bankenkonsortium von J.P. Morgan & Co. gekauft hatte.

Wo war das Gold geblieben?

Aufzeichnungen über private Goldbestände der New Yorker Banken zeigen, dass im Januar 1895 sechsundzwanzig New Yorker Banken in ihren Tresoren einen Goldschatz von 65 Millionen Dollar hielten.

Die Mindestreserven des US-Finanzministeriums für Gold betrugen zu dieser Zeit 100 Millionen Dollar.

Ein Absinken unter dieses Niveau galt, wie bereits erwähnt, als gefährlich für die Finanzstabilität der USA.

Berichten zufolge rief Präsident Cleveland aus:

„Die Banken haben das Land an der Kehle gepackt.“

Er achtete darauf, der unwissenden Bürgerschaft nicht seine Mithilfe an diesem Komplott zu verraten, indem er den Banken die Schuld gab.

Wie immer in solchen Fällen.

Im entscheidenden Moment erschien ein Syndikat mit einem „großzügigen“ Vorschlag auf der Bühne.

Angeführt von J.P. Morgan & Company, August Belmont & Company, die die Londoner Rothschilds vertrat und James Speyer von Rockefellers National City Bank.

Sie boten an, ihr privates Gold an das US-Finanzministerium zu verkaufen und das natürlich mit einem satten Gewinn.

Die „schlimmste Depression der US-Geschichte“ bis zu jenem Zeitpunkt, die künstliche Goldverknappung von 1893 führte zu einer Kontraktion der Bankkredite in ganz Amerika.

Dies löste die schlimmste wirtschaftliche Depression in der Geschichte der USA bis zu diesem Zeitpunkt aus.

Nach dem damals gültigen Gesetz konnten Inhaber von US-Papiergeld vom US-Finanzministerium den Umtausch in Gold verlangen.

Aufgrund dieser Panik hatten die meisten Banken Angst, neue Kredite zu vergeben.

Zwischen Mai und Oktober 1893 schrumpften die Kredite der Nationalbank um alarmierende 318 Millionen Dollar.

Die Zinssätze für Bankgeld erreichten 70 %, weil die Banken und Privatpersonen verzweifelt nach Gold Ausschau hielten.

Die Goldexporte aus den Vereinigten Staaten in die City of London erreichten ein Ausmaß, wie noch nie zuvor in der Geschichte der USA, da die Londoner Banken Gold als Sicherheit für ihre US-Kredite einforderten.

Die Goldpanik hatte auch die Steuereinnahmen der US-Regierung stark beeinträchtigt.

Das Staatsdefizit erhöhte sich und das Finanzministerium war gezwungen, seine immer knapper werdenden Goldreserven zur Begleichung der laufenden Ausgaben zu verwenden.

Dadurch verringerten sich die Goldreserven noch mehr.

Die Kreditkrise führte zu einer Welle von Firmenpleiten und Insolvenzen in ganz Amerika, weil die Banken ihre Kredite zurückforderten.

Bauern und Silberminenarbeiter im Westen der USA beschuldigten östliche Goldbanken, von denen sie ganz richtig annahmen, dass sie heimlich versucht hatten, das Silber zu diskreditieren.

Sie hatten Recht.

Präsident Cleveland berief deshalb im August 1893 auf Anraten von Morgan und Belmont eine Sondersitzung des Kongresses ein, um den Sherman Silver Act aufzuheben.

Dieser besagte, dass das US-Finanzministerium Silber gegen US-Schatzanweisungen eintauschen konnte, die wiederum von ihren Besitzern gegen Gold eingetauscht werden konnten.

Das Sherman Silver Act war ursprünglich unter dem Druck von Farmern und kleinen Unternehmen verabschiedet worden, die infolge der erzwungenen Umstellung auf einen ausschließlich goldgedeckten Dollar mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hatten.

Cleveland argumentierte im Sinne der Banken, dass durch die Beendigung des Silberkaufs der Regierung das Land die Krise meistern könne.

Was für ein Schwachsinn.

Wie vorauszusehen war, trat genau das Gegenteil ein.

Da Silber im Überfluss vorhanden war, wurde es damit aus dem Verkehr gezogen und es war praktisch entwertet worden, wie bei jeder späteren Währungsreform auch.

Der Sherman Silver Act wurde dennoch trotz heftiger Proteste von Bauern und Kleinunternehmen aus dem Westen und Süden sofort aufgehoben.

Die New Yorker Banken, allen voran das Morgan-Belmont-Syndikat, hatten wieer einmal gesiegt.

Präsidentschaftskandidat William Jennings Bryan charakterisierte dies später dramatisch als „als eine Kreuzigung an einem goldenen Kreuz.“

Der Sieg von J.P. Morgan, Belmont und ihren Kumpanen an der Wall Street wurde gesetzlich festgeschrieben.

Wie es auch später immer wieder der Fall sein sollte.

Im Januar 1897 wurde eine Währungskommission eingerichtet.

Der Goldstandard Act, der im Dezember 1899 in das Repräsentantenhaus eingebracht wurde, wurde vom Kongress verabschiedet und wurde im März 1900 zum Gesetz.

Das Gesetz bestätigte den Golddollar als Wertstandard zusammen und das Silber war dadurch entmachtet worden.

Präsident Cleveland veranlasste Morgan, ein privates Syndikat an der Wall Street zu gründen, um das US-Finanzministerium mit Gold im Wert von 65 Millionen US-Dollar zu versorgen.

Die Hälfte davon stammte aus Europa.

Es wurde eine Anleihe des Staates ausgegeben, um den Überschuss des Finanzministeriums von 100 Millionen US-Dollar wiederherzustellen.

Damit wurden die Staatsschulden erhöht.

Die Staatsanleihen wurden zu Tiefstpreisen ausschließlich an das Morgan-Belmont-Syndikat verkauft und nicht an die breite Öffentlichkeit.

Morgan verkaufte die Anleihen dann mit hohen Prämien an kleinere regionale Banken und Versicherungsgesellschaften weiter.

Er erzielte damit in beiden Verkaufskanälen einen stattlichen Gewinn auf Kosten der wirtschaftlichen Gesundheit der Nation.

Während der darauffolgenden Weltwirtschaftskrise von 1893, die ganze vier Jahre andauerte, brachen die Ausgaben für Investitionsgüter ein, auch die Unternehmensgewinne brachen ein und die Depression traf alle Städte.

Im Laufe dieser Depression brachen 15.000 Unternehmen, 600 Banken und 74 Eisenbahnen zusammen.

Es gab eine hohe Arbeitslosigkeit und viele Proteste, die in einigen Fällen gewalttätig wurden.

Auf dem Höhepunkt der darauf folgenden Arbeitslosigkeit waren beispiellose 14,5 % der aktiven Erwerbsbevölkerung arbeitslos.

Einige Schätzungen beziffern die Arbeitslosenquote auf bis zu 25 %.

Der bewusst herbeigeführte wirtschaftliche Zusammenbruch der Philadelphia und Reading Railroads war der erste Schritt zur Konsolidierung des Eisenbahnbesitzes durch die Oligarchie gewesen.

J.P. Morgan hatte einen Kreditboykott der Eisenbahn organisiert, was einen starken Rückgang der Aktien der Eisenbahn auslöste, woraufhin Morgan stillschweigend die Mehrheit der Aktien spottbillig kaufen konnte.

Die Schienen führten zuden riesigen Anthrazitkohlevorkommen in Pennsylvania.

Inmitten der Goldpanik erreichten die Aktienkurse an der New Yorker Börse am 15. Mai 1893 ein Allzeittief.

Dazu gehörten große Eisenbahnen, von denen viele Eisenbahnen wie die Union-Pacific, Northern-Pacific und Santa Fe Konkurs anmelden mussten.

Die Marktbereinigung unter den großen Eisenbahnen in ganz Amerika bot den solventen Banken des Morgan-Belmont-Syndikats die „goldene Gelegenheit“, ihren eisernen Griff über das expandierende US-Eisenbahnnetz zu verfestigen.

Es war damals das Herz des amerikanischen Wirtschaftswachstums.

Amerikas Oligarchie

Die sechzig mächtigsten amerikanischen Familien Amerikas kamen in den Jahren des Wirtschaftsbooms nach dem amerikanischen Bürgerkrieg von 1861-65 auf.

Durch den Specie Resumption Act von 1875 sammelten und konsolidierten sie riesige Vermögen, welche sie nur durch Betrug, Bestechung von Beamten und Kongressabgeordneten, Korruption, erzwungene Insolvenzen und andere unfaire Praktiken anhäufen konnten.

Man nannte sie später die Räuberbarone der amerikanischen Raubwirtschaft.

Eisenbahnen waren das Herzstück des amerikanischen Wirtschaftswachstums und förderten die Expansion einer großen und wachsenden Stahlindustrie.

Der Telegraf zur Übermittlung von Telegrammen benötigte auch riesige Mengen an Kupfer für die Drähte im ganzen Land und die Eisenbahnverbindungen von Ost nach West lieferten das alles an.

Die meisten der großen Eisenbahnlinien wurden nicht mit Morgan-Geldern gebaut, sondern mit öffentlichen Steuern und Schenkungen von öffentlichem Land.

J.P. Morgan eroberte diese Eisenbahnen handstreichartig und erlangte dadurch die lebenswichtige Kontrolle über die gesamte Wirtschaft der Vereinigten Staaten.

Bis 1901 kontrollierte die Morgan Group die Southern Railway, Mobile & Ohio Railroad, Queen & Crescent, Georgia Central, Georgia Southern & Florida, Macon & Birmingham, Philadelphia & Reading, die Erie, die Central of New Jersey und die Atlantic Coast Line.

Also insgesamt mehr als 55.000 Meilen stählerner Gleise, mit den Wegerechten der Eisenbahnen, den Zugang zu Kohlegebieten, den Bahnhöfen, konkurrierenden Strecken und Dampfschiffverbindungen.

Die aufstrebende Kaste der amerikanischen Oligarchen hüllte sich in die Rhetorik der amerikanischen „Demokratie“.

Sie förderte sorgfältig den Mythos des „individuellen Freiheit“ und des „freien Unternehmertums“, um ihre enormen Gewinne zu rechtfertigen und ihre betrügerischen Ursprünge zu verschleiern.

Ende der 1890er Jahre waren Morgan und Rockefeller zu den Giganten eines zunehmend immer mächtigeren Money Trust geworden, der die amerikanische Industrie und Regierungspolitik kontrollierte.

Für die tatsächliche Praxis der Demokratie war in ihrer Welt wenig Platz.

Macht war die Ware ihres Handels.

Es ging um die Erschaffung einer amerikanischen Aristokratie aus Blut und Geld, genauso elitär und exklusiv wie der Titeladel Großbritanniens, Deutschlands oder Frankreichs und dies trotz des verfassungsmäßigen Verbots des Titeladels in Amerika.

Es war eine Oligarchie, eine Plutokratie im wahrsten Sinne des Wortes.

Regiert von den Reichsten in ihrem eigenen Interesse.

Rund 60 Familien mit Namen wie Rockefeller, Morgan, Dodge, Mellon, Pratt, Harkness, Whitney, Duke, Harriman, Carnegie, Vanderbilt, DuPont, Guggenheim, Astor, Lehman, Warburg, Taft, Huntington, Baruch und Rosenwald.

Sie bildeten ein enges teuflisches Netzwerk des plutokratischen Reichtums, der manipulierte, bestach und drangsalierte, um das Schicksal der Vereinigten Staaten zu kontrollieren.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten etwa sechzig ultrareiche Familien durch dynastische Mischehen und gemeinsame, miteinander verbundene Beteiligungen die Kontrolle über die amerikanische Industrie und die Bankinstitute erlangt.

Einer der reichsten damals neuen amerikanischen Oligarchen war Cornelius Vanderbilt, der sein Vermögen durch Bestechung staatlicher Gesetzgeber gemacht hatte.

Er umging die damaligen Gesetze, die begünstigte Frachtraten für Vorzugskunden verbieten.

Vanderbilt kontrollierte damals alle Eisenbahnlinien, die mit New York City verbunden waren.

Um die größeren Gewinnspannen großer Unternehmen zu fördern und von ihnen zu profitieren und kleinere Unternehmen zu verdrängen, wandte Vanderbilt eine Vielzahl von Taktiken an.

Zu seinen Methoden gehörte, Kleinbauern eine Steuer von 50 % aufzuerlegen, um Milch auf Vanderbilts Eisenbahnen zu versenden.

Landwirte waren nämlich keine begünstigten Kunden sondern nur aufstrebende große Agrarkonzerne.

Nur sie erhielten die Vorzugstarife von Vanderbilt.

Vanderbilt wurde später ein Anhängsel des J.P. Morgan-Kreises, weil sich alle in der bis heute existierenden Bruderschaft engagierten.

Ein weiteres Vermögen der damaligen Zeit, das auf Betrug und Bestechung beruhte, war das der Familien Phelps und Dodge und ihrer Phelps Dodge Company.

Sie waren die Importeure von Metallen wie Zinn, Kupfer und Blei, die zur Versorgung des amerikanischen Baubooms der 1880er Jahre und darüber hinaus benötigt wurden.

Das 1834 von Anson Greene Phelps und William E. Dodge gegründete Unternehmen unternahm große Anstrengungen, um sein Image zu pflegen.

Er wollte bei den gottesfürchtigen christlichen Geschäftsleuten punkten, die ihre Bemühungen der Young Men’s Christian Association und anderen Philanthropien spendeten.

In Wirklichkeit wurde das Vermögen von Phelps Dodge, wie ein Gerichtsverfahren der US-Regierung von 1873 feststellte, auf der Basis von Betrug, Illegalität und Bestechung aufgebaut.

Ein US-Bezirksgericht in New York verhängte gegen das Unternehmen eine Geldstrafe von 1 Million Dollar.

Das war damals eine riesige Summe und zwar wegen Betrugs am US-Zoll durch Unterbewertung des Kupfers, das Phelps Dodge aus Peru und Chile importierte.

Nur so wird man auch heute noch reich und nicht mit ehrlicher Arbeit.

Das Unternehmen hatte US-Zollbeamte bestochen, um das Geschäft zu ermöglichen und hatte damit der US-Regierung erhebliche Einfuhrsteuereinnahmen entzogen.

Die Liste der amerikanischen Vermögen, die auf derartigem ​​Betrug, Korruption und Bestechung von Regierungsbeamten aufgebaut wurden, war sehr lang.

Sie umfasste die berühmtesten Namen Amerikas, Männer, die den Museen des Landes Geld spendeten, ihre besten Universitäten wie Princeton, Yale, Harvard mit Professuren ausstatteten oder Gebäude und manchmal ganze Universitäten nach ihnen benannten.

Auf diese Weise schufen sie das Bild von Philanthropie und „guten Werken“, während die Realität ganz anders aussah.

Siehe George Soros in der heutigen Zeit.

Zu dieser kleinen Elitegruppe gehörte auch der Eisenbahnmagnat Edward H. Harriman.

Der Vater von Averell Harriman war US-Diplomat, Spion und vertraulicher Berater von Franklin D. Roosevelt.

E.H. Harriman nutzte illegale Mittel, um zusammen mit seiner Southern Pacific Company die Kontrolle über die transkontinentale Eisenbahn Union Pacific zu erlangen.

Durch die heimliche Entwertung von Aktien und die Anwendung von Buchhaltungstricks, die die Wirtschaftsprüfer von Enron (100 Jahre später) neidisch machen würden, baute Harriman ein Imperium auf, das nicht weniger als siebzehn große US-Eisenbahnen kontrollierte.

Im Bericht der US-Regierung aus dem Jahr 1907 heißt es, dass Harrimans Ziel beim Erwerb so vieler Eisenbahnlinien darin bestand, „den Wettbewerb zwischen ihnen im einem transkontinentalen Geschäft auszuschalten“.

Die monopolistische Wettbewerbsbeschränkung verstößt sowohl gegen Bundes- als auch Landesgesetze.

Das Kartellgesetz wendet sich gegen die Ausbeutung der Arbeit und solche Missbräuche wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum Mittelpunkt von Zeitungsuntersuchungen und einer Empörung der Bevölkerung, die 1890 im Sherman Anti-Trust Act gipfelten, der vom Kongress verabschiedet wurde.

Das Gesetz wollte die mit dem Standard Oil Trust verbundenen Praktiken eindämmen, sowie dem US Steel Trust von Morgan und dem Sugar Trust.

Die Trusts wurden gegründet, um großen Unternehmen ihre Gewinne zu sichern, indem sie sich mit ihren Konkurrenten zusammenschlossen, um Preise festzulegen und die Produktion zu kontrollieren.

Der erste Trust war natürlich Rockefellers Standard Oil, der 1882 gegründet wurde.

Bald wurden ähnliche Zusammenschlüsse oder Trusts in der Tabak-, Rindfleisch-, Whisky-, Stahl-, Bergbau-, Zucker- und anderen Branchen gebildet.

Oberflächlich betrachtet glaubte sich der Sherman Anti-Trust Act gegen korrupte Monopolisten wie Morgan oder Rockefeller oder Harriman zu richten.

In der Realität war aber genau das Gegenteil der Fall.

Bereits 1895 verwässerte der Oberste Gerichtshof die Wirkung des Sherman Act, der in der Rechtssache United States versus E.C. Knight entschied, dass die Herstellung nicht als „zwischenstaatlicher Handel“ angesehen wurde, obwohl die hergestellten Waren in die gesamten Vereinigten Staaten versandt wurden.

Diese Entscheidung hatte die Schlüsselindustrien faktisch der Kontrolle der staatlichen Regulierung entzogen.

Ende des 19. Jahrhunderts verschlang eine Welle von Fusionen den größten Teil der US-Fertigungsindustrie, was dazu führte, dass einige hundert große Unternehmen die Wirtschaft beherrschten.

Der größte Trust war die Northern Securities Corporation aus New Jersey.

Es war das Dach unter dem sich 112 Unternehmen mit einem Vermögen von 22 Milliarden Dollar tummelten und von J.P. Morgan und John D. Rockefeller kontrolliert wurde.

In einem offensichtlichen Angriff auf dieses besondere Vertrauen erklärte der Oberste Gerichtshof der USA in seiner Entscheidung von 1904, Northern Securities Co. gegen die Vereinigten Staaten, dass „alle Zusammenschlüsse zur Beschränkung des Handels“ illegal seien.

Während ein Railroad Trust zerschlagen wurde, kam das Urteil jedoch anderen zugute, insbesondere E. H. Harriman.

Der Sherman Anti-Trust Act hat Harriman oder die anderen Unternehmensgiganten nie im geringsten behindert.

Das Gesetz war eine politische Scharade, um den öffentlichen Zorn zu entschärfen.

Der einflussreiche Harriman und seine Freunde blieben von der kartellrechtlichen Verfolgung verschont, während zahlreiche Kleinunternehmer aufgrund des Gesetzes ins Gefängnis kamen.

Ungeheuerlicherweise wurde der Sherman Anti-Trust Act auch zu einer Waffe, um die Expansion von Gewerkschaften in den USA zu blockieren, da der Oberste Gerichtshof entschied, dass streikende Gewerkschafter ein „Zusammenschluss zur Beschränkung des Handels“ seien.

Das von Morgan und seinen oligarchischen Kumpels geförderte Klima gegen jeden Versuch ihrer Arbeiter, sich für bessere Arbeitsbedingungen oder Löhne oder sogar Gewerkschaften zu organisieren, war extrem repressiv.

Der US Supreme Court war schon damals eine Bastion des oligarchischen Konservatismus.

1905 entschied der Gerichtshof im Fall Lochner gegen New York, dass es den Staaten nicht gestattet sei, die Arbeitszeit in Privatunternehmen einzuschränken.

Drei Jahre später im Fall Danbury Hatters von 1908 entschied er, dass es den Gewerkschaften verboten sei, sie zu boykottieren, um bessere Löhne und Gehälter zu erhalten.

Im Jahr 1902 wurde George Baer, ​​der Mann, den J.P. Morgan als Leiter seiner Philadelphia and Reading Railway einsetzte, von den Kohlebetreibern in Pennsylvania ernannt, um die Verhandlungen mit streikenden Kohlebergarbeitern zu führen, was auf die vorherrschende Machtverteilung hindeutete.

Anthrazitkohle wurde über die Philadelphia & Reading Eisenbahn in zahlreiche Städte transportiert.

In den Jahrzehnten vor der Dominanz des Erdöls war Kohle noch die wichtigste Energiequelle, die zum Heizen, Kochen, Betreiben von Fabriken und zur Stromerzeugung verwendet wurde.

Die Minenarbeiter forderten einen Acht-Stunden-Tag, eine Lohnerhöhung von zehn Prozent und die Anerkennung der United Mine Workers Union als ihren zukünftigen Verhandlungspartner gegenüber dem Management.

Sie griffen auf die einzige Waffe zurück, die sie hatten.

D.h. sie streikten, um ihre Forderungen zu unterstützen.

Baer erhielt den Spitznamen George Divine Right (göttliches Recht) Baer, ​​als er zu Beginn der Gespräche mit den streikenden Bergarbeitern einen offenen Brief an die Presse schickte, in dem er erklärte:

„Die Rechte und Interessen der arbeitenden Menschen werden geschützt und gepflegt und zwar nicht von den Arbeiteragitatoren, sondern von den christlichen Männern, denen Gott in seiner unendlichen Weisheit die Kontrolle über die Eigentumsinteressen des Landes übertragen hat.“

Ganz schön frech.

Baer war, wie Morgan, Rockefeller, Carnegie und die meisten ihrer damaligen Kollegen, ein überzeugter Sozialdarwinist, der glaubte, Gott habe sie „auserwählt“.

Ihre Kontrolle über ihre Unternehmen gegenüber ihren Arbeitern machten sie ganz offensichtlich als zu etwas Besserem.

Baer sagte Präsident Teddy Roosevelt, der gerufen worden war, um eine Lösung auszuhandeln, dass es „nichts zu verhandeln“ gebe.

Erst als Baers Sturheit eine landesweite Gegenreaktion zugunsten der streikenden Bergleute verursachte, intervenierte Morgan zusammen mit dem politisch gewieften Roosevelt, um eine Einigung mit der Arbeiterschaft zu erzwingen.

Diese machten Zugeständnisse bei Arbeitszeiten und Löhnen, verweigerten aber die Anerkennung der Gewerkschaften.

Der anthrazitfarbene Streik und die Urteile des Obersten Gerichtshofs zeigten die äußerst einseitige Natur der Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern im Amerika der Jahrhundertwende.

Es war eine Oligarchie, die durch Bestechung, Drohungen und brutale Gewalt regierte.

Sie mussten erst noch die subtilen Fähigkeiten der Kooperation und liberalen Reformen erlernen, um ihre Macht zu behalten.

Da die öffentliche Stimmung mit überwältigender Mehrheit hinter der Sache der Bergleute stand, verkündete Theodore Roosevelt seinen Square Deal zwischen Management und Arbeitern:

„Lassen Sie die Stichworte aller unserer Leute die altbekannten Losungen von Ehrlichkeit, Anstand, fairem Umgang und gesundem Menschenverstand sein.“

„Wir müssen jeden Mann nach seinem Wert und seinen Verdiensten als Mann behandeln.“

„Wir müssen dafür sorgen, dass jeder einen fairen Deal bekommt, nicht mehr und auch nicht weniger.“

Der „Square Deal“ etablierte das Prinzip der Intervention des Präsidenten bei bestimmten Streiks und sorgte für gute Presse, während Roosevelt, der „Rough Rider“, seine Hinterzimmerverträge mit J.P. Morgan und Co. fortsetzte.

TR, wie er im Volksmund genannt wurde, war der selbsternannte „Held“ der Schlacht von San Juan Hill im Spanisch-Amerikanischen Krieg von 1898.

Einem offensichtlich imperialistischen Unterfangen, das Roosevelt zu einem beliebten politischen Kandidaten gemacht hatte.

Diese taktische Verschiebung hin zu einigen der Forderungen der Bergleute verschaffte dem Republikaner Roosevelt große Unterstützung von Arbeitern aus den unteren Schichten, deren Stimmen zunehmend an Bedeutung gewannen.

Aber Teddy Roosevelt hatte seine Treue zu den Mächten des großen Reichtums in keiner Weise geändert.

Er war lediglich ein kluger Politiker, der die Richtung des Wandels im Land spürte und meisterhaft nutzte, um die republikanische Kontrolle über die Exekutive zu behalten.

Diese Periode wurde später irreführend als Beginn der „progressiven Ära“ in der amerikanischen Politik bezeichnet.

In Wirklichkeit begannen die oligarchischen Familien, die den Reichtum der Nation kontrollierten, raffinierter zu werden, wenn es darum ging, wie sie ihr Image schärften.

Niemand war in diesen Bemühungen schlauer als J.P. Morgan.

Kein amerikanischer Geschäftsriese jener Zeit konnte dem damals größten Betrüger und Betrüger in der amerikanischen Finanzgeschichte das Wasser reichen, Junius Pierpont Morgan dem Mann mit Zylinder und Schnauzbart auf dem Cover jedes Monopoly-Spiels.

Und das war absolut kein Zufall.

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