Privacy Policy Was folgt wirtschaftlich als Nächstes? – AG News

Was folgt wirtschaftlich als Nächstes?

Der Anstieg des Ölpreises geht heute sehr flott weiter.

Der WTI-Ölpreis liegt heute mit 113 Dollar schon etwas über den gestrigen 110 Dollar pro Fass.

Offiziell werden 145 Dollar angestrebt und das würde die Überreste der weltwirtschaftlichen Aktivitäten abwürgen.

Wie man heute in den deutschen Leitmedien lesen kann, hat sich die OPEC auf die Seite von Putin geschlagen.

Bekanntlich wurde der US-Dollar ab 1973 mit dem Erdöl von Saudi-Arabien (Petrodollar) gedeckt und diese Absicherung ist jetzt hinfällig.

Damit sind sowohl der US-Dollar als auch alle mit ihm verbundenen Währungen (u.a. der Euro) bald nicht mehr sehr viel wert.

Wir bewegen uns also von der unipolaren Welt des einstigen amerikanischen Imperiums hin zu einer anderen finanziellen Welt.

Ganz heimlich verleibt sich gerade China den Stadtstaat Hongkong durch einen Lockdown ein, indem sie die dortige Bevölkerung aushungert.

Wir haben es also inzwischen mit einem mehrdimensionalen Wirtschaftskrieg zu tun und seine Geschwindigkeit nimmt täglich zu.

Das ist kein Wunder, weil sich gigantische Schulden über die Jahrzehnte hinweg aufgehäuft haben, welche sich jetzt explosionsartig entladen werden.

Die gestrigen Nachrichten erinnern sehr an die russische Finanzkrise von 1998, welche durch die Asienkrise ein Jahr zuvor ausgelöst wurde.

Die russische Zentralbank hatte gestern beschlossen, keine Zinsen für Anleihen im Wert von 29 Milliarden US-Dollar an ausländische Investoren zu bezahlen.

Das ist ein technischer Zahlungsausfall oder angesichts des wackligen internationalen Schuldenbergs ein gefährliches Spiel mit dem Feuerzeug neben einem frisch aufgetankten Tanklastwagen.

Ich hatte rechtzeitig darauf hingewiesen und ein weiteres Aussitzen dieser Probleme ist seit dem vergangenen Sonntag keine Option mehr. 

Russland exportiert mehr Weizen als jedes andere Land der Welt.

http://www.worldstopexports.com/wheat-exports-country/

Die Getreidehändler beginnen langsam zu verstehen, dass der Krieg in der Ukraine etwas länger dauern wird.

Selbst wenn Russland in den kommenden Wochen in der Lage sein sollte seine Weizenproduktion anzuwerfen, wird sich an dieser Ausgangslage nichts ändern.

http://www.wsj.com/livecoverage/russia-ukraine-latest-news-2022-03-01/card/ukraine-war-lifts-wheat-prices-to-highest-seit-2008-9nuaCPvbPy5IS4NfQ4Fz

Auf Russland und die Ukraine entfallen etwa 29 % der weltweiten Weizenexporte.

http://www.agriculture.com/markets/newswire/cbot-wheat-rises-by-daily-limit-to-fast-14-year-high

Gestern wurde der Weizenhandel übrigens eingestellt.

Die Weizen-Futures erreichten gestern ihre höchsten Werte seit 2008.

http://www.cnbc.com/amp/2022/03/01/wheat-futures-reach-highest-levels-seit-2008-as-russia-invasion-advances.html

Der Weizenpreis ist gestern um 25 % angestiegen.

Zum Live-Handel mit Weizen:

http://www.investing.com/commodities/us-wheat

Das wird das Problem der bereits außer Kontrolle geratenen Inflation zusätzlich noch verstärken.

Auch die EU importiert natürlich Weizen aus der Ukraine und Russland.

Ihr bislang gewohnter Lebensstandard ist im zweiten Quartal 2022 nur noch eine Erinnerung an bessere Zeiten.

Sie müssen sich dann ohne Geld und Lebensmittel gegen eine komplett ausrastende Diktatur mit der rostigen Nadel wehren.

Das ist eine sehr sportliche Aufgabe, der Sie sich jetzt unbedingt widmen müssen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Shares
Cresta Help Chat
Senden via WhatsApp