Privacy Policy Deutschland hat gleich zwei Deep States und dabei würde einer schon genügen – AG News

Deutschland hat gleich zwei Deep States und dabei würde einer schon genügen

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Der erste Deep State sitzt seit der Reichsgründung von 1871 in Berlin und verlegte seinen Standort bis heute nicht.

Wer an die Stunde null glaubt und an den Untergang der Nazis, der befindet sich komplett auf dem Holzweg.

Die Volkskammer in der DDR ging mit einem Anteil ehemaliger NSDAP-Parteimitglieder von 70 % an den Start, weil sowohl Ulbricht als auch Adenauer an das Märchen der „Facharbeiter“ glaubten.

Erfahrene NS-Parteimitglieder machten sowohl in der DDR als auch in der BRD schneller wieder Karriere als die Widerstandskämpfer, welche das alles überlebt hatten.

Der noch verbliebene Deep State in Berlin wechselte nur die Farbe und der Rest ging nach Bonn.

Einige der Virenforscher von der Insel Riems an der Ostsee setzten sich übrigens rechtzeitig nach Sapporo in Japan ab und die meisten gelangten mit der britischen Operation „Matchbox“ zunächst nach Großbritannien und dann nach Kanada.

Beide arbeiteten unabhängig voneinander an etwas, was Anfang 2020 als Corona-Virus weltbekannt wurde, doch das ist eine andere Geschichte.

Bonn wurde sehr schnell der Standort des zweiten Deep State, nachdem man Frankfurt als neue Hauptstadt aufgegeben hatte.

Und wer noch immer der Meinung ist, dass nach der Wende von 1989 der Standort des DDR-Deep State in Berlin aufgelöst wurde, den muss ich an dieser Stelle enttäuschen.

Ich verhandelte schon vor den Bundestagswahlen Ende 1990 mit einer Unternehmensgruppe in Bonn und wurde einer von mehreren Geschäftsführern.

Wir hatten unseren Sitz in einem kleinen Schloss (Lippisches Palais) und eine Abteilung arbeitete für das Bundesfamilienministerium unter der damals neuen Familienministerin Angela Merkel.

Doch ich hatte einen ganz anderen Auftrag.

Ich sollte möglichst viele der bekanntesten Sportler der Ex-DDR einkaufen, welche im Berliner Sportclub SC stationiert waren, einem riesigen Sportgelände der STASI.

Es war das größte Sportgelände, welches ich jemals gesehen hatte.

Das mit der Ent-stasi-erung konnte man also auch vollkommen knicken.

Ein früherer Professor für Marxismus fuhr mich mit einem Wartburg-Taxi zum Gelände.

Er war während der Wende ganz offensichtlich unter die Räder gekommen, aber ich hatte ein dickes Scheckbuch in meinem Koffer und sorgte für einen reibungslosen finanziellen Übergang der Sporteliten in den Westen.

1945 war es zumindest für die Wissenschaftler und Techniker ähnlich, welche mit „Paperclip“ und „Matchbox“ in die USA bzw. nach Großbritannien verfrachtet wurden.

Selbst übrig gebliebenen B-Wissenschaftlern ging es in der Sowjetunion besser als dem Durchschnittsdeutschen in der West- oder Ostzone nach dem Krieg.

Es wurde in beiden Fällen nichts aufgearbeitet und weil nach dem Umzug der Bundesregierung 1998 nach Berlin noch einige Ministerien in Bonn geblieben sind, haben wir zwei Deep States.

Kam man wie ich aus der Provinz zu Beginn der neunziger Jahre nach Bonn, dann war das wie auf einem anderen Planeten.

Im Bundesdorf Bonn konnte man der Politik im Alltag gar nicht aus dem Wege gehen.

Ob am Abend im Restaurant oder am Samstag beim Einkaufen, die bekannten Köpfe aus den Nachrichten waren immer dann zu sehen, wenn man überhaupt nicht damit rechnete.

Schlimmer war jedoch, dass fast jeder jemand in einem Ministerium persönlich kannte und deshalb etwas zu „maggeln“ (dealen) hatte.

Ich konnte das zunächst gar nicht glauben, aber eines schlechten Morgens bekam ich bei meinem nächsten Arbeitgeber in Bonn eine solche „Maggelei“ auf den Tisch.

Ein ganzer Güterzug mit Elektronikprodukten war auf dem Weg nach Euskirchen in der Eifel verschwunden und ich brauche das auch gar nicht weiter zu erwähnen: Er tauchte auch nie wieder auf.

Geraume Zeit später klopfte ein Möchtegern Schimanski von der Kripo in Köln an meiner Bürotüre und fragte, ob er eine Mitarbeiterin bei mir im Büro platzieren dürfe.

Wir hatten den besten Blick auf eine viel befahrene Kreuzung und das war angeblich die Hauptschlagader des Drogenhandels nach NRW hinein.

Und das hörte über Jahre hinweg so weiter. Man könnte ein ganzes Buch damit füllen.

Selbst beim Spazierengehen sah man Dinge, welche man höchstens in spannenden Filmen sah.

Es geschah alles am helllichten Tag, doch manche Leute sind so blind wie Mr. Magoo.

„Gemaggelt“ wurde damals wirklich alles, was nicht niet- und nagelfest war.

Man konnte alles bekommen, wenn man die richtigen Kontakte hatte und das war ziemlich einfach.

Angefangen von Karten für den Bundespresseball bis hin zum Professorentitel.

Alles war machbar!

Da konnte man sich die ganz großen Deals der Oberen leicht vorstellen.

Das ist der Deep State in der Praxis und ich habe Guido Westerwelle 2002 noch auf einem Parkplatz bei Bonn gesehen, wie er Wahlplakate an seine Helfer verteilte.

Ein paar Jahre später war er Außenminister.

Man stieg schnell auf und kam mitunter ohne Fallschirm ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, falls man es verbockt hatte.

Diese wilden Zeiten sind natürlich in Bonn längst vorbei, nachdem der Zirkus zum größten Teil nach Berlin übersiedelte.

Aber man muss weiterhin Aufklärungsarbeit leisten, weil das alles sonst auch weiterhin keiner mitbekommen würde.

Sehr interessant war in diesem Zusammenhang die Aussage eines Funktionärs, dass Willy Brandt der einzige Bundeskanzler in Bonn gewesen wäre, welcher nicht bestechlich gewesen wäre.

Er musste es wissen, weil er der bestechlichste Wirtschaftsfunktionär war, welchem ich jemals über den Weg lief.

Vor diesem Gespräch mit ihm war ich noch kein großer Fan von Willy Brandt, aber nachher schon.

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