Privacy Policy Argentinien befindet sich im Zahlungsverzug | AG News

Argentinien befindet sich im Zahlungsverzug

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Während sich hierzulande die Leitmedien noch in größter Zurückhaltung üben und das Märchen vom reichsten Land der Welt mit sprudelnden Steuerquellen propagieren, geht es am anderen Ende der Welt schon wieder los mit den üblichen Ritualen aus der ersten Finanzkrise. Die Ratingagentur Standard & Poors stufte dieses Land auf SD (selective default) herab, d.h. auf Zahlungsverzug in bestimmten Bereichen. Die Preise der hundertjährigen argentinischen Staatsanleihen sind innerhalb kürzester Zeit um mehr als die Hälfte implodiert und dieser Trend wird bis zum Nullpunkt anhalten. Eine erneute “Rettung” wird es nicht geben, weil es nicht mehr möglich ist. Wir befinden uns in den ersten Runden des abschließenden Währungskrieges und diesen wird analog zum Handelskrieg auch keiner richtig gewinnen können. Nur die Verlierer stehen heute schon und dabei handelt es sich um die Gläubigen des Papiers. Alle Papiere, egal ob Lebensversicherungen, Renten, Aktien usw., sind demnächst wertlos und damit machen die Versicherungen ihr großes Geld. Sie kassieren viel und machen sich damit ein gutes Leben und zahlen zum Schluss nichts aus. Sie melden Insolvenz an und sind damit ihre Verpflichtungen los. Anschließend geht es in die nächste Runde, nur dieses Mal spielen die über den Tisch gezogenen Menschen nicht mehr mit.

Am 30. August 2019: Die Preise der argentinischen Staatsanleihen sind quer durch alle Laufzeiten hinweg ins Bodenlose gefallen. Auch der argentinische Peso fiel auf einen Tiefstwert ab und aus diesem Dilemma gibt es keinen Ausweg mehr. Das Land ist also schon wieder reif für die Pleitegeier und wird damit zur Blaupause der großen Krise, weil es uns früher oder später ganz genau gleich ergehen wird. Möglich gemacht wurde dies wie immer nur durch korrupte Politiker, welche sich dabei eine goldene Nase verdienen können.

Ein paar unglaubwürdige Schlagzeilen zum Stand der Dinge mit China genügten gestern, um die Aktienmärkte überall hochzujubeln. Nur in China erfolgte der Börsenschluss zu früh, bis sich auch dort die Aktien einer wundersamen regen Nachfrage erfreuten. In Europa schossen die Aktien direkt nach der Börseneröffnung nach oben und eine Bemerkung von Klass Knot von der europäischen Zentralbank EZB, dass es augenblicklich keine Notwendigkeit für ein QE (Quantitaive Easing oder dem Drucken frischen Geldes) gäbe, heizte die Aktien jedoch nur kurzfristig zusätzlich an. Seine Aussage stimmt zwar nicht ganz, aber weil es das System noch zusätzlich schwächen würde, lässt man es lieber bleiben. Auch in den USA ging es mit den Aktien nur noch nach oben, um die Verluste vom letzten Freitag wieder auszugleichen. Aber der inzwischen gewohnte Short-Squeeze machte den gestrigen Tag für die Anleger wieder etwas erträglicher. Auch mit dem Dollar ging es auf neue Höchstwerte hinauf, was den Druck auf die in den Dollar verschuldeten Schwellenländer erhöhte.

Die Preise für Schweinefleisch in China stiegen innerhalb von zwei Wochen um 18 % an und verschärfen die Inflation, welche die durch die Abwertung des Yuan bereits beschleunigte Preisentwicklung anfachte. Der monopolistische globale Diamanten-Markt von De Beers brach um 44 % ein, weil die Nachfrage aus der Kernzielgruppe der Reichen ausblieb. Die Krise ereilte inzwischen also auch schon die Vermögenden.

Nur New York darf sich selbst in diesem rezessiven Jahr auf 67 Millionen Touristen freuen. Die Platinpreise sind im Gefolge des Anstieges der Edelmetallpreise von Gold und Silber ebenfalls nach oben gegangen. Auch an diesem Trend wird sich bis zur Auflösung der großen Krise nichts ändern. Und die geht weltweit gerade erst so richtig los. Der indischen Wirtschaft setzte eine starke Abwertung der einheimischen Währung Rupie im Vergleich zum Dollar und ein Rückgang der Automobilverkäufe im Juli um gewaltige 30,9 % ordentlich zu. Dieser Einbruch in der indischen Automobilwirtschaft entwickelt sich gerade zum stärksten Rückgang in dieser Branche überhaupt.

Dem amerikanischen Systemkritiker Alex Jones wurde mit seinen Videos eine Rückkehr auf Youtube zugesagt und dann aber zumindest in dieser Woche noch nicht eingehalten. Erstmals seit dem Oktober 2014 kaufte die amerikanische Zentralbank FED in der zweiten Woche hintereinander wieder Staatsanleihen auf und befindet sich damit wieder im Krisenmodus. Die Irrfahrt des Tankers Adrian Darya führt ihn jetzt angeblich in den Libanon und die spannende Frage ist immer noch die, wohin das auf ihm befindliche iranische Erdöl hinfließt?

Last but not least:

Auch die europäische Flüchtlingskrise flammt ebenfalls gerade wieder frisch auf, weil täglich erneut hunderte neue Flüchtlinge auf den griechischen Inseln ankommen.

Am 31. August 2019: Der künftige Präsident Argentiniens Alberto Fernandez, welcher vermutlich im Oktober gewählt wird, machte gestern Christine Lagarde für den neuerlichen Zahlungsverzug verantwortlich. Sie hatte zugunsten des derzeitigen Präsidenten Macri einen Kredit eingefädelt, von welchem inzwischen kaum noch etwas übrig ist. Sie führt demnächst die Europäische Zentralbank EZB an und wird in dieser Funktion wohl auch nicht erfolgreicher agieren.

Vielleicht ist es deshalb auch höchste Zeit den teuren Oldtimer zu verkaufen, weil auch dessen Preis durch die viel zu hohe Geldmenge in den letzten Jahren übertrieben hoch war. Die Verminderung der Geldmenge führt jeweils zu heftigen Wirtschaftskrisen und was uns bevorsteht, lässt selbst die Weltwirtschaftskrise aus den dreißiger Jahren wie eine Gartenparty im Sommer aussehen.

Im August verloren die Aktien aller Länder insgesamt zwischen 1,5 und 2 % an Wert. Selbst die US-Aktien verloren im letzten Monat, und zwar in erster Linie die kleinen Aktientitel. Beim Dow sowie beim S&P hielten sich die Verluste bisher noch in Grenzen. Dies war im August noch immer den unentwegten Aktienrückkäufern zu verdanken. Doch bei den immer kleiner werdenden Anstiegen der Aktienkurse durch die Short-Squeezes sieht man relativ deutlich, dass das meiste Pulver bereits verschossen wurde.

Die Kryptowährungen liegen weiterhin komplett mit 249 Milliarden Dollar bewegungslos am Boden und der Bitcoin kostet 9.617 Dollar. Der Silberpreis kam kurz vor dem Wochenende aufgrund starker Gegenwehr bei 536 Euro pro Kilo zum Stehen und Gold bei 1.520 Dollar pro Unze. Der WTI-Ölpreis konnte in dieser Woche nicht deutlich nach oben getrieben werden und blieb bei 55,10 Dollar pro Fass hängen. Auch hier sieht man ähnlich wie bei den Short-Squeezes noch viel deutlicher, dass die Kraft der Magier des Geldes gebrochen ist. Noch ein solcher misslungener Versuch und der Ölpreis schmiert deutlich ab, mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen.

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