Privacy Policy Armageddon muss noch warten – AG News

Armageddon muss noch warten

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Wie immer in solchen Krisenzeiten wird von den Leitmedien ein drohender Weltuntergang in Aussicht gestellt. Im heutigen Fall ist es die NASA mit einem Asterioden, welcher anscheinend im Jahr 2027 auf der Erde einschlagen wird. Doch bis dahin ist es noch viel Zeit und ob die Berechnungen überhaupt stimmen, darf durchaus bezweifelt werden. Zuvor werden uns irdische Katastrophen heimsuchen und zu schaffen machen. In einer echten Marktwirtschaft wird man sich wie im Kinospielfilm „Armageddon“ innerhalb kürzester Zeit etwas einfallen lassen und die Welt retten. Doch dafür müssen wir zunächst einmal die Weltwirtschaft wieder auf die Beine bringen.

Weitere Nachrichten vom Tag waren:

Donald Trump telefonierte gestern mit Wladimir Putin über die wichtigsten Probleme wie zum Beispiel Venezuela und bezeichnete das Gespräch später als sehr produktiv. Die Speditionsaufträge der großen Trucks der Klasse 8 in den USA brachen im April um beachtliche 57 % ein. Ebenfalls sehr interessant ist die Tatsache, dass der S&P 500 im Jahr 1954 noch 25 Jahre brauchte, bis er einen neuen Höchstwert ausbilden konnte. In der heutigen Zeit brauchte er dazu lediglich noch 215 Tage und das sollte jeden nachdenklich stimmen.

Die Zinsmaßnahmen der FED in dieser Woche erzielten nicht die gewünschte Wirkung. Der Abstand zwischen der IOER (dem Zinssatz für die Einlagen der Banken bei der FED) und dem effektiven Zinssatz der FED beträgt noch immer 6 Basispunkte. Die chinesischen Aktienmärkte sind bis zum kommenden Dienstag geschlossen, weshalb es von dort nichts zu berichten gibt. Die chinesischen Aktien führen aber weiterhin die Weltliga an. In Europa verlief das Börsengeschäft gestern sehr unterschiedlich. Für den DAX ging es bergauf und für Großbritannien bzw. Spanien in den Keller hinunter. In den USA sorgte wieder einmal ein epischer Short-Squeeze (ein Aushebeln der Wetten auf einen Kursverlust) für ein Wochenende mit grünen Vorzeichen. Dadurch ging es für die Kurse der Nasdaq und den S&P 500 wieder nach oben. Dank des Erwerbs von Amazon-Aktien durch Warren Buffett konnte der Kursverlust von Google in dieser Woche wieder ausgeglichen werden. Mit Marktwirtschaft hat das aber kaum noch etwas zu tun. Diese Kursmanipulation führte auch beim Dow zu einem besseren Wochenausklang, aber dennoch ging er in der zweiten Woche in Folge leicht zurück. Das war seit dem letzten Dezember nicht mehr der Fall. Auch der Volatilitätsindex VIX ging seit 3 Wochen wieder moderat nach oben. Das sind alles deutliche Anzeichen für einen Stimmungswechsel an der Börse, welcher seit Jahren verhindert wurde. Wenn man ihn schließlich gewähren wird, kommt es zu einem stattlichen Börsenkrach, welcher seinerseits wieder erhebliche Auswirkungen in anderen Bereichen haben wird. Aber man wird die Füße an der Börse noch einige Zeit stillhalten. Der Gesamtmarkt der Kryptowährungen blieb auf dem Niveau von 185 Milliarden Dollar stabil stehen und der Bitcoin näherte sich mit 5.799 Dollar erstmals in diesem Jahr wieder der magischen Grenze von 6.000 Dollar. Der Silberpreis legte gestern auf 428 Euro pro Kilo zu und der Goldpreis auf 1.278 Dollar pro Unze. Die Preisschwankungen beider Edelmetalle werden bis zur Währungsreform andauern. Der WTI-Ölpreis fiel in der zweiten Woche in Folge ab und erreichte dabei seinen gleitenden 200-Tagesmittelwert. Sollte er diesen von oben kommend durchbrechen, dann könnte die Reise nach unten fortdauern. Das würde aber trotzdem noch zu keinen Preissenkungen an den Tankstellen führen, weil man die Preise erfahrungsgemäß zur Gewinnmaximierung der Mineralölwirtschaft so lange wie möglich hochhalten wird.

In den USA trat der Mississippi über seine Ufer und übertrumpfte damit seine Hochwasserwerte von 1993. In diesem Umfeld wäre die Ausrufung des Klimanotstands noch einigermaßen nachvollziehbar. Hoch im Norden in Kanada stellte der Ölförderer Trident überraschend aus finanziellen Gründen seine Arbeit ein und überließ damit 4.700 Bohrlöcher ihrem Schicksal. So oder ähnlich wird es in den nächsten Jahren bei allen Schieferölproduzenten ablaufen, weil sie alle viel zu hoch verschuldet sind. Indonesien sucht derweil schon einmal ein Gebiet für eine neue Hauptstadt, weil Jakarta langsam im Sumpf versinkt.

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