Privacy Policy Bankiers in London beim Diebstahl erwischt – AG News

Bankiers in London beim Diebstahl erwischt

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Nachdem die Aktien im letzten Jahr nur eine Richtung gekannt hatten, und zwar diejenige ganz steil nach oben, hätte es uns allen theoretisch viel besser gehen müssen, insbesondere natürlich auch unseren Bankiers. Doch dem war ganz offensichtlich nicht so, weil die Boni in Europa bei den Banken im letzten Jahr um 20 % gekürzt wurden. Das war für die 1 % ganz oben in der Nahrungskette der Beginn „harter Zeiten“ und es wird sicher noch „viel schlimmer“ kommen. Es ist deshalb gut vorstellbar, was noch alles in dieser Branche passieren wird, wenn ein Bankier mit einem siebenstelligen Gehalt in der Firmenkantine seinen knurrenden Magen stillen musste und dabei komplett vergaß, seine vertilgten Lebensmittel auch zu bezahlen.

Laut der Financial Times geschah aber genau das bei der Citigroup in London und der betroffene Senior-Händler von Staatsanleihen wurde anschließend suspendiert. Der 31-jährige Paras Shah stieß 2017 zur Citigroup, nachdem er zuvor schon 7 Jahre bei der HSBC gearbeitet hatte. Er kaufte und verkaufte Schrottanleihen und war dabei ziemlich erfolgreich sowie unter seinen Kollegen auch allseits beliebt. Noch schlimmer für ihn war aber die Tatsache, dass es ihn ausgerechnet vor der Fälligkeit seines Bonus erwischte. Ob er diesen noch erhalten wird oder nicht, ist bislang scheinbar unklar. Die Einnahmen der Citigroup stiegen übrigens im vierten Quartal 2019 und dennoch wurden wie bei vielen anderen europäischen Banken die Boni gekürzt.

Es war aber nicht das erste Mal, dass ein Senior-Bankier einer der großen Banken wegen eines belanglosen Diebstahls bestraft wurde. Im Jahr 2016 feuerte Mizuho in London einen Bankier, weil er ein Teil des Fahrrads seines Arbeitskollegen im Wert von 5 britischen Pfund (6 Euro) abschraubte und ungefragt mitnahm. Als ein etwas größerer Fisch entpuppte sich 2014 ein ehemaliger leitender Blackrock-Mitarbeiter, welcher die U-Bahngebühren nicht bezahlen wollte. Er wurde zunächst von der britischen FCA entlassen und schließlich von einem Gericht mit einer Strafe von 43.000 britischen Pfund belegt, weil es sich herausstellte, dass es sich bei ihm um einen der größten Schwarzfahrer der Londoner U-Bahn entpuppte.

 

 

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