Privacy Policy Beginnen jetzt die goldenen zwanziger Jahre? | AG News

Beginnen jetzt die goldenen zwanziger Jahre?

Eine Investition in Gold lohnte sich als Geldanlage nur dann, falls man es bereits vor ein paar Jahren gemach hatte. Deutliche Zugewinne beim Goldpreis waren zum Beispiel 2016 im Umfeld des Volksreferendums der Briten zu verzeichnen. Damals hätte man entweder verkaufen oder sein Gold weiterhin halten sollen. Erst Ende 2019 ging es mit dem Goldpreis wieder deutlich voran und deshalb ist es jetzt bereits kein richtiges Spekulationsobjekt mehr. Die Preise werden krisenbedingt in diesem Quartal noch einmal überdurchschnittlich ansteigen, doch spätestens in der Nähe des Höchstpreises erfolgt erfahrungsgemäß wieder ein Goldverbot. D.h. man muss dann sein Gold wieder gegen eine unsichere Fiatwährung verkaufen, welche danach abgewertet wird. Es handelt sich dabei um das seit über 100 Jahren andauernde Goldspiel der Zentralbanken, welches zumindest dieses Mal noch einmal mit Glanz und Gloria über die Bühne gehen wird. Gold ist deshalb in erster Linie eine Absicherung zur nicht vorhandenen Geldwertstabilität in unserem Finanzsystem, weil es das einzig echte Geld ist und sich langfristig niemals entwertet.

Wichtig ist beim Goldkauf, dass Sie es zum Tageskurs kaufen und das ist bei den meisten konventionellen Händler nicht der Fall. Sie verlangen immer einen Aufpreis und dieser ist nur in Zeiten wie diesen auch gerechtfertigt, in welchen man Gold zum Schutz seiner Ersparnisse und nicht zur Spekulation verwendet. Man kauft Gold und legt es dann gerade bei einem Goldverbot für längere Zeit weg, bis man es wieder unverdächtig zu Geld machen kann. In früheren Zeiten wurde es zur sicheren Verwahrung einfach vergraben und dann oftmals vergessen, weil man unverhofft vertrieben wurde oder einfach vorzeitig verstarb. Daraus entstanden für andere in späteren Zeiten dann die berühmten Goldfunde in den Medien. Bei der ESG-Scheideanstalt in der Nähe von Karlsruhe erwirbt man zum Beispiel die Edelmetalle immer zum Tagespreis und man kann sie dort auch bei Bedarf wieder zum Tagespreis verkaufen. Außerdem kann man sich bei der ESG völlig sicher sein, dass es sich um keine gefälschten Edelmetalle handelt, weil dieses Unternehmen ein eigenes Prüflabor besitzt. Fälschungen sind der größte Feind der Edelmetalle im Allgemeinen und des Goldes im Speziellen, weil sich bei ihm die Fälschung für Betrüger immer lohnt. Es ist einfach zu teuer. Beim Silber ist das dann schon weitaus weniger lukrativ und deshalb ist es das Gold des armen Mannes.

Der Plan der Zentralbanken sieht in diesem Jahr die Einführung eines Goldstandards vor und man hat demzufolge bereits den Goldpreis für dieses angestrebte Ereignis planwirtschaftlich bei 2.500 Euro festgelegt. Bis zu diesem Höchstpreis könnte der aktuelle Anstieg also noch weitergehen. Doch bei einem Goldverbot und einer anschließenden Abwertung des Euro um 50 % bekäme man dann lediglich 1.250 Euro zurückerstattet und hätte dabei zum heutigen Kurs von 1.388 Euro nur einen geringen Verlust gemacht. Den Kauf von Gold, um es später via Zwangsrückumtausch in den Euro zurückzubekommen, kann man sich also getrost schenken. Das ergibt keinen ökonomischen Sinn. Man sollte Gold zum jetzigen Zeitpunkt nur noch dann kaufen, wenn man es längere Zeit in einem sicheren Versteck auf der hohen Kante liegen lässt. Denn neben der Währungsreform in diesem Jahr folgen noch weitere Vermögensverluste für die Deutschen. Allein schon deshalb lohnen sich Edelmetalle im langfristigen Sparstrumpf auch heute noch zu jedem Preis, weil ein Totalverlust wie beim Euro nicht eintreten wird. Man kann die Edelmetalle zwar nach einem Verbot für einige Zeit nicht mehr zur Zahlung verwenden, aber dieser Zeitraum wird sehr überschaubar sein, weil das Finanzsystem nach der Vernichtung des verbliebenen Vermögens der Bevölkerung kollabieren wird.

Die große Krise beginnt bereits zum kommenden Monatsende mit einem vermutlich harten Austritt der Briten aus der EU. Anschließend erfolgt das Ende der Geldmengenausweitung der Zentralbanken zum Quartalsende und dann steht das gesamte Vermögen der Deutschen in Form von Wertpapieren, Lebensversicherungen, Sparbüchern und Girokonten usw. zur Disposition. Denn die europäischen Banken müssen dann dringend wieder einmal gerettet werden, weshalb sich die Briten rechtzeitig von Bord der Titanic in die Rettungsboote abseilen werden. Die goldenen zwanziger Jahre sind deshalb vielleicht schon nach einem Monat wieder zu Ende oder sie haben gar nie richtig begonnen. Die Kanzlerin sagte nämlich in ihrer Rede ganz deutlich, dass sie gut werden können aber nicht gut werden müssen.

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