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Bei SpaceX läuft es noch immer nicht rund und nicht nur dort

Am 26. Juni 2019: Ende des Jahres will man Menschen in eine Erdumlaufbahn befördern und später eine ganze Menge neuer Satelliten. Doch SpaceX hatte gestern weiterhin technische Probleme mit seinen wiederverwertbaren Raketen. Während die Hilfsraketen problemlos und sicher landeten, klappte es mit der Hauptrakete nicht. Sie fiel ins Wasser, weil beim Landemanöver ein Triebwerk nicht richtig funktioniert. Bei diesem Flug wurden übrigens 24 Satelliten und die Asche von 152 Personen ins All transportiert. Die Flugkosten für 1 Gramm Asche beliefen sich dabei auf 5.000 Dollar. Aber dies nur nebenbei bemerkt. Dem Transport von Mensch und Material steht nichts im Weg, aber wenn man die Raketen nicht erneut einsetzen kann, wird dieses Projekt an seinen Kosten scheitern und davon ist schon alleine wegen der schwachen wirtschaftlichen Konjunktur auszugehen.

Der Kreml schickte anscheinend ein Kriegsschiff nach Havanna und sieht sich einer Neuauflage der Kubakrise gegenüber. In Wirklichkeit ist es aber lediglich ein neuer Auftritt in einem immer langweiliger werdenden Kriegstheater. Russland entsandte auch noch ein Militärflugzeug nach Venezuela, um das Arrangement abzurunden. Doch in diesen geringen Stückzahlen besitzen diese Vorgänge nur eine symbolische Bedeutung. Man wird wie in den Vorjahren auch nur klappern, weil dies neuerdings das wichtigste Werkzeug der amerikanischen Krieger geworden ist.

In Simbabwe sind die Regale in den Geschäften schon wieder leer und die Arbeitslosigkeit extrem hoch. Wie meistens in solchen Fällen hat das immer etwas mit der lokalen Währung zu tun. Gestern gab man den US-Dollar als Ersatzwährung auf, nachdem man ab 2009 fast ein ganzes Jahrzehnt lang mit ihm über die Runden gekommen war. Zuvor hatte Mugabe die einheimische Währung durch die übliche Druckerei von zu vielem Geld wertlos gemacht. Aber genau dies wird sich jetzt wiederholen, weil man gestern den Dollar von Simbabwe zur einzigen offiziellen Währung ernannte. Der US-Dollar und der südafrikanische Rand sind damit buchstäblich aus dem Geschäft und auf den Schwarzmarkt verbannt worden. Der neue ZimDollar sollte Simbabwe in den letzten Monaten seit seinem Start ein Wirtschaftswunder bringen, doch er konnte sich nicht gegen die anderen Währungen durchsetzen. Deshalb traf man gestern diese Entscheidung und erhöhte auch gleichzeitig die Zinsen von 15 auf 50 %. Doch ohne genügend Fremdwährungen in den Kellern der Zentralbank von Simbabwe wird dieses unnötige Geldexperiment ein weiteres Mal grandios scheitern.

Sehr wichtig ist im Zug der bereits angelaufenen Bankenkrise in China die Meldung, dass drei großen chinesische Banken (die staatseigene Bank of Communications, die China Merchants Bank und die Shanghai Pudong Development Bank) in den USA vorgeworfen wird, dass sie die Vorladungen vor amerikanische Gerichte missachtet hätten. Es wird ihnen ferner auch noch die Beteiligung an Geschäften (Geldwäsche) zur Umgehung der Sanktionen gegen Nordkorea unterstellt. Dies könnte zum Ausschluss vom SWIFT oder dem Handel mit Dollars führen, welches aber bald nicht mehr relevant ist. Die Kurse dieser drei Banken sanken gestern nach dieser Meldung in Hongkong und dürften die Gespräche auf dem G20-Gipfel zusätzlich belasten. Von einem Handelsdeal träumen inzwischen aber nur noch ganz wenige.

Damit kommen wir zu den internationalen Börsen:

In China fielen die Börsen direkt nach ihrer Eröffnung steil in die Tiefe hinab und erholten sich am Nachmittag nur mittelmäßig. In Europa verlief das Börsengeschäft sehr durchwachsen und kannte keine klare Richtung. Aber in den USA schickten die schlechten wirtschaftlichen Daten des US Macro Surprise Index und die Aussagen von James Bullard von der Zentralbank FED (kein Bedarf für eine Zinssenkung von 50 Basispunkten), Jerome Powell von der FED (er will weiterhin die Lage beobachten) und Donald Trump (der seltsamerweise keinen Deal auf dem G20-Gipfel erwartete) die US-Aktien am zweiten Tag hintereinander in den Keller. Da verwundert es umso mehr, dass knapp einen Tag später Finanzminister Steve Mnuchin einen Handelsdeal mit China als zu 90 % abgeschlossen verkündete. Aber 90 % sind eben keine 100 % und mit diesem ganz billigen Trick wollte er nur die US-Aktien nach oben ziehen. Weil die Zentralbanken im Hintergrund in diesen Tagen ständig die globale Geldmenge erhöhen, muss es ganz schlimm aussehen.

Der Gesamtmarkt der Kryptowährungen stieg über die Nacht auf heute auf stolze 363 Milliarden Dollar an und davon profitierte in erster Linie der Bitcoin. Sein Marktanteil stieg auf 61,9 % an und er kostete heute 12.648 Dollar. Auch diese Wachstumsraten künden von einem anstehenden gigantischen Knall. Ethereum konnte ebenfalls leicht auf 331 Dollar zulegen. Silber und Gold wurden heute wieder angekettet und dieses Spiel dauert nun schon seit Jahren an. Auch der WTI-Ölpreis wurde weiter durch offensichtlich gefälschte Lagerbestände auf 59,08 Dollar hinaufgetrieben, doch damit erhöht sich im Sommerloch nur sein nächster dramatischer Absturz. Die Reiter der Apokalypse haben ihre Pferde gesattelt und werden bald aufbrechen!

Last but not least:

Die Russen behaupteten, dass sie mit ihrer S-500-Prometheus-Rakete sogar Ziele in der Umlaufbahn treffen können. Damit könnte man zumindest den Weltraumschrott bei den Schießübungen wieder nachhaltig vermindern.

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