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Chinesen umgehen die US-Zölle durch “Made in Vietnam” Etiketten

Am 11. Juni 2019: Die Weltwirtschaft befindet sich seit der Jahrtausendwende in einer schier unendlichen Krise und der erst im letzten Jahr begonnene Handelskrieg zwischen den USA und China war deshalb nicht ihr Auslöser. Es gab schon seit Jahrhunderten keinen freien Handel mehr, sondern nur den Handel der angloamerikanischen Raubwirtschaft. Die Oligarchen profitierten durch den für sie freien Handel, doch schon das eigene Land oder gar die restlichen Länder der Welt nicht mehr. Wäre dies der Fall gewesen, dann sähen die USA und Großbritannien heute wirtschaftlich vollkommen anders aus. Weil sich bereits alles im Niedergang befand, konnte man mit dem Handelskrieg noch eins obendrauf setzen und damit den Niedergang beschleunigen sowie die ersten Landmarken für einen Neubeginn des Welthandels setzen. Findige chinesische Händler steckten deshalb nicht ihre Köpfe frustriert in den Sand, sondern reagierten auf die veränderten Marktbedingungen. Sie verschicken inzwischen ihre Modeprodukte mit dem Label „Made in Vietnam“ aus diesem Land und umgehen damit die hohen US-Importzölle auf chinesische Produkte. Ähnlich wie Steuern sind auch Zölle grundsätzlich der falsche Weg in einer Marktwirtschaft. Sie können wie so vieles auf dieser Welt umgangen werden und deshalb sind ihre konkreten Auswirkungen nicht in vollem Umfang vorhersehbar. Ein wirklich freier Handel kommt ohne solche Eingriffe aus, aber er beginnt bei der Zerschlagung multinationaler Konzerne, welche die Marktwirtschaft vor sehr langer Zeit zerstörten.

Wir bleiben bei China, weil dieses Land in diesem Jahrhundert absehbar den Ton in der Weltwirtschaft angeben wird. China kaufte im Mai knapp 16 Tonnen Gold ein und das war der größte monatliche Zuwachs seit dem Januar 2016. Es bereitet sich damit auf die neue Währung im Rahmen von Basel III vor, welcher wieder auf einem Goldstandard beruhen wird. Außerdem engagieren sich die Chinesen neben ihrer neuen Seidenstraße als Ergänzung dazu auch verstärkt in den Regionen rund um den Nordpol, d.h. konkret in Island und Grönland. Diese wirtschaftlichen Aktivitäten sind jedenfalls wirtschaftlich sinnvoller, als sämtliche Aktivitäten der USA vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Zwar wird in Hongkong augenblicklich das Auslieferungsgesetz von Kritikern nach China, trotz immenser Proteste in diesem Stadtstaat durchgedrückt, weil auch die chinesischen Machthaber nicht der Realität ins Auge sehen. Auch und gerade eine Währungsreform in China wird über eine Milliarde Menschen finanziell schädigen und wer noch daran glaubt, dass dies von der Bevölkerung einfach so hingenommen wird, sollte dringend seine Medikamente wechseln. Die große Krise von 2019 wird die kommunistische Partei hinwegfegen, doch was danach kommt, weiß jetzt noch niemand. Schlimmer wird es jedenfalls nicht mehr werden, weil das kaum noch möglich ist.

Selbst Morgan Stanley erkannte inzwischen in den USA, dass eine Zinssenkung der amerikanischen Zentralbank FED den weiteren rezessiven Verlauf der Wirtschaft nicht aufhalten wird. Die Zentralbanken stehen mit dem Rücken zur Wand und sie werden diese von ihnen angerichtete Krise nicht überstehen. Durch die in der letzten Woche gefestigte Partnerschaft zwischen China und Russland ist die bisherige Vormachtstellung der USA ein längeres Kapitel der jüngeren Geschichte. Das chinesische Monopol auf seltene Erden wird sich nach neuesten Erkenntnissen mittelfristig wieder verringern, weil auch Russland, Brasilien und Vietnam über entsprechende Vorkommen verfügen.

Mexiko wird anscheinend die Namen der Organisatoren, welche hinter den großen Flüchtlingsbewegungen zur amerikanischen Grenze stehen, nicht preisgeben. Weil dies von Donald Trump verfrüht zur Manipulation der Aktienkurse missbraucht wurde, könnte dies zu einem Rückschlag führen. Der Iran rief erneut zum Sturz des Dollars auf, um den wirtschaftlichen Terror der USA zu beenden. Dieser Wunsch wird schon bald in Erfüllung gehen.

Die Zahl der Bienenvölker in ganz Europa ging anscheinend um 16 % zurück und die Gründe hierfür sind vielschichtig, aber letzten Endes sind sie alle auf die Umweltverschmutzung durch den Menschen zurückzuführen. Denn neben der wirtschaftlichen Krise steht auch eine ökologische Katastrophe vor der Haustüre, welche sich allerdings noch ein paar Jahre hinziehen könnte. Wirklich tagesaktuell sind jedoch die ökonomischen Probleme, welche die Umweltprobleme noch zusätzlich belasten werden.

Damit kommen wir zu den Börsen:

In der Nacht zum Montag stiegen die chinesischen Aktien vorbörslich steil an, um dann zu stagnieren und am späteren Nachmittag wieder zu sinken. In Europa gingen die Börsen weiter in die Höhe und vermehrten ihre Gewinne aus der letzten Woche. Die Deutsche Bank notiert heute wieder bei 6,08 Euro knapp oberhalb der Todeszone und die Leitmedien feiern dies wie den Endsieg der Nazis. In den USA stiegen die Aktienmärkte wieder bis zum Börsenschluss in Europa an, aber danach ging es schon wieder auf Talfahrt. Der Dow wuchs am sechsten Tag hintereinander ohne wirtschaftliche Gründe in den Himmel hinein und das gab es seit dem Mai 2018 nicht mehr. Der Anstieg kurz vor Börsenschluss fiel gestern jedoch seltsamerweise aus. Nach der Schließung der Börse in Europa hörten auch die Short-Squeezes (das Platzen der Wetten auf fallende Aktien) auf. Die EZB mit unserem Privatvermögen im Rücken ist also noch neben den Chinesen die einzige treibende Kraft auf dem internationalen Aktienmarkt. Mit jedem Schub der Aktien verbrennt sie weiteres Kapital zur Bereicherung der Oligarchen. Davon profitiert zum Beispiel auch die Aktie von Beyond Meat, welche seit dem Börsengang um 600 % zulegte. Wer hier rechtzeitig die Aktien geschenkt bekam, kann sich demnächst seine Ferrari-Sammlung erweitern. Der Gesamtmarkt der Kryptowährungen pendelt sich noch immer bei 253 Milliarden Dollar aus und wird diese Marke nicht mehr so schnell aufgeben. Im Hintergrund werden also noch immer alte Lagerbestände des Bitcoins verkauft, weil der Litecoin mühelos einen Satz nach vorne machen konnte. Der Bitcoin kämpft aber noch immer bei 7.934 Dollar gegen eine Verkaufswelle, während ihm der Litecoin mit 127 Dollar auf die Pelle (4. Platz) rückte. Der Silberpreis befindet sich bei 417 Euro pro Kilo erneut unter Beschuss und auch der Goldpreis muss bis zur Währungsreform noch bei 1.323 Dollar pro Unze klein gehalten werden. Der WTI-Ölpreis steht bei 53,72 Dollar pro Fass und wird vor dem Herbst vermutlich nicht mehr nennenswert ansteigen.

Wir haben es also noch immer mit dem jahrelangen Eierschaukeln der Zentralbanken auf den Aktienmärkten zu tun. Aber der Kurvenverlauf der Global Systemically Important Banks (GSIB) zeigt ganz klar an, dass etwas mit unserem Finanzsystem nicht stimmt. Diese Kurve befindet sich auf einem Krisenniveau und bleibt dabei auch unbeirrt auf ihrem Kurs.

Last but not least:

In Manhattan knallte ein Helikopter am Wochenende auf das Dach eines Hochhauses und der Pilot kam dabei ums Leben. Man hätte diese Flüge in den Straßenschluchten der Wolkenkratzer längst verbieten müssen, aber dafür muss erst noch etwas Heftigeres passieren.

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