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Daimler und die große Krise von 2019

Am 25. Juni 2019: Früher wäre Daimler unseren Leitmedien nicht nur eine Schlagzeile wert gewesen, sondern gleich mehrere. Doch heute ist es nur eine Geschichte für Insider, welche sich abseits des selbst in der Tagesschau vorherrschenden Boulevardjournalismus noch für die wahren Vorgänge in der Wirtschaft interessieren. Dabei sinkt die Marke mit dem Stern auf der Kühlerhaube auch unter seiner neuen Führungsmannschaft (dem CEO Ola Källenius und CFO Harald Wilhelm) immer tiefer in die Krise. Da nützt es auch ziemlich wenig, dass der neue Vorstandsvorsitzende seine Mitarbeiter duzt. Nachdem man in diesem Jahr erneut den operativen Gewinn nicht steigern kann, wofür man die seit 2015 schwelende Dieselkrise verantwortlich macht, wird es langsam eng. Schließlich wütet im Hintergrund gerade die größte Absatzkrise im globalen Automobilmarkt und diese wird im nächsten Jahr nicht besser werden. Nach dem längsten Kreditzyklus seit über 300 Jahren folgt eine sehr ausgeprägte Depression und unter den gegenwärtigen Bedingungen einer Umstellung auf Elektroautos, wird das Daimler als unabhängiges Unternehmen nicht überstehen. Die Chinesen haben sich bereits bei Daimler einkauft und werden den Laden absehbar übernehmen, denn nur sie kommen an genügend Batterien heran. Das wird ungeahnte Veränderungen für den Großraum Stuttgart bringen. Auch die Lkw-Sparte von Daimler macht in diesem Jahr weiter große Sorgen, weil auch dort die Verkäufe zurückgehen und in den nächsten 10 Jahren kein Bauboom mehr zu erwarten ist. Insgesamt hat Daimler aber schon seit längerem ein offensichtliches Managementproblem, wie ich aus zuverlässigen internen Quellen schon zu Beginn dieses Jahrzehnts erfahren konnte. Der Markenkern muss völlig neu definiert werden, weil das Design zum Beispiel der S-Klasse vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist. Es führt in eine Sackgasse und aus der muss man erst wieder einmal erfolgreich herauskommen. Die S-Klasse hat außer dem Stern nichts mehr, was einen gewissen Luxus ausstrahlen würde. Montiert man zum Beispiel die Alufelgen ab, dann sieht das Auto wie eine abgewrackte Luden Karre von vorgestern aus. Es gibt inzwischen weitaus schönere Autos in der Oberklasse, welche deshalb im Straßenbild immer häufiger auftauchen. Die Aktien von Daimler sanken gestern um 5 % und zogen den DAX sowie VW und BMW mit sich nach unten. Daran wird man sich in diesem Jahr mit weiteren negativen Kurskorrekturen der Daimler Aktie gewöhnen müssen.

Damit kommen wir zu den internationalen Aktienmärkten:

Nach einer zurückliegenden stürmischen Woche ging es an den chinesischen Börsen gestern wieder etwas gelassener zu. Die europäischen Börsen gingen mittlerweile am dritten Tag nacheinander in den Keller, obwohl es täglich zu jeder Börseneröffnung zunächst euphorisch an den Start ging. In den USA hatten die Aktien gestern große Mühe sich an den Höchstwerten aus der Vorwoche festzuklammern und dabei eine gute Figur zu machen. Ganz anders sah es auf dem Gesamtmarkt der Kryptowährungen aus, welcher seit Monaten boomt und inzwischen bei 336 Milliarden Dollar angekommen ist. Der Bitcoin kostete heute schon 11.335 Dollar und so langsam kommen bislang an der Seitenlinie abwartenden Investoren auf das Spielfeld. Ethereum konnte ebenfalls auf 313 Dollar zulegen und nur der Litecoin verlor mit 135 Dollar etwas an Wert. Weil der Bitcoin mit den sich negativ verzinsenden Staatsschulden korreliert, wird es langsam in der Tat Zeit, sich einzubringen. Der Krypto-Boom wird erst dann aufhören, wenn das alte Finanzsystem in sich zusammengebrochen ist. Und das wird nicht in der nächsten Woche der Fall sein. Der Silberpreis kommt mit 436 Euro nicht vom Fleck und es wird erst nach dem Abgang des alten Währungssystems seinen Wert deutlich erhöhen. Nur der Goldpreis legte mit 1.432 Dollar pro Unze etwas zu und befindet sich damit weiterhin im Krisenmodus. Aber auch er kommt erst nach dem Versagen des Systems richtig auf Touren. Der WTI-Ölpreis steht bei 57,77 Dollar pro Fass und hat damit seinen Höhenflug vorerst beendet. Ein weiterer Anstieg ist in diesem Sommer nicht zu erwarten, weil die Krise (wie Nordkorea etc.) schon wieder im Hintergrund in der Versenkung verschwindet. Vielmehr könnte er nach der letzten Manipulation (Abschuss der Drohne) wieder vollkommen absinken. Manche prognostizieren sogar einen Rückgang bis auf zu 30 Dollar pro Fass, was die Saudis wirtschaftlich vernichtend treffen würde.

Dessen ungeachtet verschärfte sich In China die Bankenkrise weiter. Der Shibor (der von der Zentralbank festgesetzte Zins, den die Banken untereinander verlangen) sank auf den tiefsten Wert in diesem Jahrzehnt mit 1 % ab. Er befindet sich damit in der Nähe des Tiefstandes aus der Zeit der ersten Finanzkrise von 2008 und zeigt deshalb eine neue Finanzkrise glasklar an. Mit diesem niedrigen Zinssatz sollen sich die Banken mit genügend Liquidität versorgt können. Wir haben es damit mit der größten Kreditbombe auf der ganzen Welt zu tun, welche jetzt zu jeder Zeit hochgehen kann. Doch dies ist noch längst nicht unser einziges Problem, weil alle Länder der Welt zu hoch verschuldet sind. Kippt erst einmal China, dann kippen auch der Euro und der US-Dollar.

Der Mitgründer von Ethereum Joseph Lubin wirft der geplanten Kryptowährung Libra von Facebook eine verheimlichte Zentralisierung vor, weil die Libra im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen gemäß Lubin eine zentralisierte Kryptowährung im Gewand einer dezentralisierten Kryptowährung darstellt. Das würde für die Hintermänner von Facebook natürlich einen Sinn ergeben. Aus der Tatsache einer geplanten Kryptowährung von Facebook kann man lediglich herauslesen, dass über den nächsten Winter hinweg etwas Grundlegendes in Sachen Währungen geschehen wird.

Bei der jüngsten Berichterstattung in den Leitmedien über den angeblichen Streit mit seiner Freundin in der Nacht sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass die Leitmedien die größten Befürworter der EU sind und deshalb nicht für Boris Johnson sein dürfen. Wenn er tatsächlich für den Austritt der Briten aus der EU sein sollte, was er erst noch unter Beweis stellen muss, dann war das nur ein kleiner Vorgeschmack dessen, was ihm in Sachen medialer Schlammschlachten noch alles ins Haus steht. Immerhin nennt er schon einen Termin für sein geplantes Husarenstück: Bis zum 31. Oktober will er Großbritannien aus der EU herausmanövriert haben. Auch dies wird sich auf unser System auswirken, weil es die Hüter der EU so möchten. Ansonsten würde nämlich nichts passieren und dann träten noch mehr aus. Das darf natürlich nicht sein.

Last but not least:

Den obigen Mercedes besaß mein Großvater in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Dieses Auto war noch absolute Qualitätsarbeit und erst als es von meinem Onkel in der Hippie-Ära mit bunten Blumen bemalt wurde, gab es seinen Geist endgültig auf.

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