Privacy Policy Das Finanzsystem zerbricht und keiner bekommt es mit | AG News

Das Finanzsystem zerbricht und keiner bekommt es mit

Der Rohölpreis schaffte es in der letzten Woche erstmals nicht mehr, wieder deutlich nach oben auszubrechen. Auf ihm beruhte der amerikanische Dollar und deshalb wird dies in diesem Winter ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen. Die Preise für Heizöl und Benzin werden zwar einigermaßen moderat sein, doch leider wird sich der eine oder andere diesen Brennstoff schon sehr bald gar nicht mehr leisten können. Die zweite Sollbruchstelle ereignete sich am vergangenen Wochenende im Handelskrieg zwischen den USA und China. Das wird sehr zeitnah den Währungskrieg auflodern lassen, weil der chinesische Auslands-Yuan heute in den ersten Stunden des Tages ordentlich absackte. Wer die Leitmedien in den letzten Jahren genauer verfolgte, der stellte fest, dass sie zunächst zu Beginn des dritten Quartals in den Krisenmodus schalteten und vor einigen Wochen in dem Kampfmodus. Die Leitmedien wissen einfach alles und deshalb ist augenblicklich größte Vorsicht im Leben eines jeden angesagt.

Am 1. September 2019: In Hongkongs kam es gestern zu den gewalttätigsten Auseinandersetzungen seit dem Beginn der Unruhen vor 13 Wochen. Der Konflikt nimmt permanent an Härte zu, weil es sich um einen Stellvertreter-Krieg zwischen den USA und China handelt. Wir haben es deshalb mit insgesamt drei Fronten zu tun, weil der Handelskrieg und der Währungskrieg gleichzeitig noch hinzukommen. Im Handelskrieg zwischen den USA und China kam es trotz der beschwichtigenden Falschmeldungen aus beiden Lagern in der letzten Woche zu einer erneuten Eskalation. Die von den USA geplanten zusätzlichen Zollerhöhungen wurden am Wochenende überraschend von Washington durchgeführt. Und nur eine Minute später zog Peking mit Zollerhöhung auf amerikanische Waren nach. Das wird für Donald Trump noch sehr brenzlig werden, weil auch der bereits geschundene Bereich der amerikanischen Landwirtschaft davon betroffen ist.

Am 2. September 2019: Am Wochenende konzentrierten sich die Proteste in Hongkong wieder auf den Flughafen, um dort möglichst viele Flüge zu blockieren und damit die Wirtschaft des Inselstaates weiter zu schwächen. Mit einem Ende dieser Auseinandersetzungen ist deshalb vorerst nicht zu rechnen. Steve Wozniak, der Mitgründer von Apple, ist der persönlichen Meinung, dass man das Unternehmen Apple schleunigst zerschlagen sollte. Und nicht nur Apple, sondern auch gleich noch ein paar weitere Tech-Giganten. Doch dies sind kaum mehr als fromme Wünsche, welche nicht in nächster Zeit in Erfüllung gehen werden. Auch im Währungskrieg wurde am Wochenende in Argentinien ein weiteres Kapitel aufgeschlagen, indem Buenos Aires kurz vor dem Wochenende Kapitalkontrollen einführte, d.h. die Importe aus dem Ausland werden erschwert, was deren Preise ansteigen lassen wird. Argentinien besitzt nur noch für ungefähr 4 Wochen eine Reserve an Fremdwährungen (hauptsächlich Dollars) und dann können sie ihre in Dollar fälligen Rechnungen nicht mehr bezahlen. Falls der IWF kein frisches Geld (Steuergelder der USA) mehr nachschießt, wird es wieder einmal kritisch. Doch weil die USA selbst ziemlich blank sind, ist das nicht als selbstverständlich anzusehen. Sämtliche Währungen der Welt sind nur durch die Wirtschaftsleistungen ihrer Länder etwas wert und in der aktuellen Weltwirtschaftskrise ist das eine sehr ungünstige Situation. Man kann jetzt keine Löcher mehr stopfen und dabei gleichzeitig andere eröffnen. In einer einigermaßen wachsenden Weltwirtschaft waren diese Manipulationen für die Veranstalter (Banken) sehr lukrativ, aber jetzt funktioniert dieser Trick nicht mehr. Außerdem hat das nichts mit dem Klima oder der Umwelt zu tun, sondern die Waldbrände im Amazonas sind die Risiken und Nebenwirkungen unseres derzeitigen Finanzsystems. Wir leben in einer als Marktwirtschaft getarnten Raubwirtschaft. Und dieser permanente Raubbau wird nach 400 Jahren einfach unübersehbar. Mit allen daraus resultierenden Konsequenzen.

Den Kryptowährungen geht es weiterhin mit 261 Milliarden Dollar nicht besonders gut und der Bitcoin hat größte Mühe mit 9.765 Dollar wieder die 10.000er Region zu erklimmen. Das Silber schoss heute in der neuesten Runde im Handelskrieg in Asien zunächst in die Höhe und wurde dann wieder auf 536 Euro pro Kilo herabgedrückt. Dem Goldpreis ging es mit 521 Dollar pro Unze nicht anders. Der WTI-Rohölpreis schaffte es mit 55,15 Dollar pro Fass wie eingangs erwähnt, erstmals in dieser Jahreszeit nicht mehr weit über die Grenze von 55 Dollar pro Fass hinaus. Das System ist einfach am Ende.

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