Privacy Policy Das Krisenbarometer in der 14. Kalenderwoche – AG News

Das Krisenbarometer in der 14. Kalenderwoche

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Während die 14. Kalenderwoche wirtschaftlich gesehen ohne große Ereignisse über die Bühne ging, ist der heutige Aufruf von Donald Trump zum Quantitative Easing als klarer Donnerhall kurz vor dem Wochenende zu verstehen. Dahinter verbirgt sich der unüberhörbare Ruf nach Zinssenkungen durch die amerikanische Zentralbank FED und der oberste Wirtschaftsberater des Präsidenten Larry Kudlow nannte auch gleich schon einige Tage früher die entsprechende Hausnummer von 0,5 %. Das wäre sehr heftig und würde die aktuelle Panik hinter den Kulissen der Macht ganz deutlich zum Ausdruck bringen.

Hintergrund hierfür ist der globale Aktienmarkt, welcher abzustürzen droht. Man hatte gestern in Washington großkotzig eine Einigung mit den Chinesen im Handelsstreit bis in 4 Wochen versprochen und damit noch einmal verbal die Aktienkurse nach oben ziehen können. Ziemlich lange wird dies auf diese Art nicht mehr funktionieren. Ein letzter Ausweg zur Stützung der Aktien wäre in der Tat eine deutliche Zinssenkung in der vorgenannten Höhe, aber das hielte auch nur noch ein paar Wochen an. Außerdem müssten die anderen Zentralbanken in den wichtigsten Ländern mitmachen und die befinden sich mit ihren Zinssätzen alle auf einem sehr dünnen Eis. Die Federal Reserve FED hatte sich in den letzten beiden Jahren durch ihre Zinserhöhungen etwas Luft verschafft, aber die wäre bei den sich abzeichnenden drastischen Zinssenkungen schnell verpufft.

Außerdem hat sich im Hintergrund in der Zwischenzeit die weltwirtschaftliche Situation deutlich in Richtung Rezession verschärft. Die zu erwartenden Zinssenkungen werden daran kaum etwas verändern können und ohne ein mageres Wachstum wie in den letzten 10 Jahren funktioniert die gesamte bisherige lockere Geldpolitik überhaupt nicht mehr. Man wird das Schiff bis zur Jahresmitte mit diesen kosmetischen Reparaturen noch einigermaßen auf Kurs halten können, aber im zweiten Halbjahr muss man zu drastischeren Mitteln greifen. Alle Regierungen benötigen aufgrund der hohen Verschuldungen frisches Kapital und dies bedeutet die massive Erhöhung von Steuern oder Abgaben. Wesentlich effizienter wäre eine grundlegende Währungsreform, aber das würde zumindest in Frankreich direkt in eine Revolution oder in einen Bürgerkrieg münden. Die Politik hat viel zu lange diese Probleme aus purer Angst ausgesessen und jetzt kommt vermutlich alles gleichzeitig zusammen. Es handelt sich dabei um eine wirtschaftlich sehr explosive Mischung und die könnte im zweiten Halbjahr unkontrolliert hochgehen.

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