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Das letzte Aufgebot für die EU

Am 3. Juli 2019: In der EU in Brüssel sahen wir gestern das letzte personelle Aufgebot mit Ursula von der Leyen als Kommissionspräsidentin und Christine Lagarde als neue Chefin der EZB anrollen. Das verheißt absolut nichts Gutes, weil man den sich zur Europawahl gestellten Kandidaten wohl keine Drecksarbeit zutraute. Nach 52 Jahren darf endlich einmal eine Deutsche den Posten des Kommissionspräsidenten bekleiden und damit für das nachfolgende Ungemach verantwortlich sein. Wir befinden uns augenblicklich am Ende eines Kreditzyklus, welcher durch unkonventionelle Methoden über 10 Jahre hinweg künstlich am Leben gehalten wurde, weil man sich nicht mehr anders zu helfen wusste. Man lernt in den Wirtschaftswissenschaften nichts über diese Dinge, sondern man wird später erst in höheren Positionen der Bankenbranche in diese Geheimnisse eingeweiht. Frau Lagarde weiß also sehr wohl, was demnächst ansteht. Bei der Kommissionspräsidentin bin ich mir da nicht so ganz sicher. Doch wer die aktuellen Vorgänge in der Wirtschaft etwas genauer beobachtet, der weiß um den wahren Zustand der ökonomischen Dinge in unserem Land, der EU und der ganzen Welt ziemlich genau Bescheid.

Auch bei der OPEC lief es gestern wie von mir vorhergesagt nicht mehr ganz optimal, weil der WTI-Ölpreis trotz der Vereinbarung einer Produktionsdrosselung nicht nur nicht anstieg, sondern sogar sank. Es kriselt jetzt an allen Ecken und Enden, weil sich ein Betrugssystem an seinem Ende selbst auffrisst. Tesla verlor gestern wieder zwei leitende Mitarbeiter und trotzdem stieg der Aktienkurs am selben Tag wegen angeblicher neuer Verkaufs- und Produktionsrekorde um 8 % an. Man log natürlich schon früher, dass sich die Balken bogen, doch inzwischen ist es zu offensichtlich. Doch alle drehen weiterhin an einem Rad, welches früher ein Steuerrad war. Doch heute ist es nur noch das Lenkrad eines Spielzeugautos auf einem Karussell auf einer Dorfkirmes. Man kann es beliebig in jede Richtung drehen, ohne dabei seine Fahrtrichtung zu ändern. Deshalb sanken auch die Zinsen der zehnjährigen US-Staatsleihen wieder unter die Marke von 2 % ab. Sie kennen nur noch eine Richtung und die führt zu einem Reset des Systems oder direkt ins Chaos. Das System ist an seinem natürlichen Ende angelangt und nichts kann es wieder beleben.

Damit kommen wir zu den internationalen Aktienmärkten:

Auch die internationalen Aktienmärkte benötigen jetzt eine ganz große Show und die müsste größer Ausfallen als ein Angriff der Marsbewohner auf Washington. Sonst stürzen sie nämlich demnächst ins Bodenlose. Die chinesischen Aktien fanden zumindest gestern noch keine neue Richtung. In Europa kamen die Aktien kurz nach der Börseneröffnung leicht ins Rutschen und zogen erst vor Börsenschluss wieder an. Weil in den USA die Munition für die Short-Squeezes inzwischen scheinbar ausging, musste man den Aktienmarkt erneut in der letzten Stunde passend machen und die Kurse in Richtung ihrer bisherigen Höchstniveaus hinaufziehen. Das sind alles äußerst seltsame Vorgänge, über die man später einmal sagen wird: Hattet ihr eigentlich noch alle Latten am Zaun? Am Gesamtmarkt der Kryptowährungen kam es gestern endlich zur ersehnten Wende, indem er wieder auf 327 Milliarden Dollar anstieg. Der Bitcoin kostete 11.466 Dollar und sein Marktanteil stieg wieder auf 62,2 % an. In der gegenwärtigen Krisenlage und nach seinen Ausschlägen in den letzten Tagen zu urteilen, wird der Bitcoin nun weit über die 15.000 Dollar hinausschießen. Auch Silber stieg etwas an, und zwar auf 436 Euro pro Kilo. Gold erreichte mit 1.425 Dollar pro Unze einen Preis, welchem man seit 8 Jahren nicht mehr sah. Der WTI-Ölpreis landete bei 56,56 Dollar pro Fass und wird bei den Saudis zu Ratlosigkeit führen. Doch auch hier gilt, dass jede Betrugsmasche nur eine bestimmte Laufzeit besitzt, welche mittlerweile abgelaufen ist. Damit bleiben uns die etwas niedrigeren Benzinpreise zumindest vorerst noch erhalten. Die lockere Geldpolitik hat ihre letzten Wirkungen getan und kann nicht mehr weiter ausgedehnt werden. Die Zentralbanken stehen mit dem Rücken zur Wand. Falls die FED demnächst ihre Zinsen tatsächlich etwas senken sollte, dann sehen auch diese Auswirkungen ganz anders aus, als man sich das vorstellte. Es wird alles nicht mehr nützen, weil man alles nur noch schlimmer machen wird. Nur eine Währungsreform könnte eine Wende bringen, doch mit jedem weiteren verschwendeten Tag wird auch dies irgendwann nichts mehr bringen. Der schnelle Wechsel von Christine Lagarde ist als eine reine Verzweiflungstat zu sehen. Mario Draghi konnte nur noch Versprechungen machen, die er nicht mehr einhalten konnte und auch nicht mehr wollte.

Der Goldpreis stieg unter anderem auch deshalb an, weil Donald Trump die Befürworterin des Goldstandards Judy Shelton in den Vorstand die Federal Reserve berief. Dazu sollte man wissen, dass die Zentralbanken einen neuen Goldstandard planen und sich damit gerade in der Umsetzungsphase befinden. Und dies geht nur mit einer Währungsreform, welche man aus purer Angst vor dem eigenen Tod zu lange hinausschob. Sie wird in etwa so grandios scheitern wie der Putsch in Venezuela. Doch zurück zum Thema Planung aber nicht den planwirtschaftlichen Zentralbanken. Donald Trump plant scheinbar eine große Militärparade am vierten Juli und ein paar Dummköpfe interpretieren dies schon wieder als Kriegssignale. Es fragt sich nur gegen wen? Schlimmstenfalls wird es nur noch einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung geben und mehr nicht. Wenn ein Boeing-Ingenieur, welcher intravenös permanent auf Heroin war, innerhalb eines Jahres 30 Banken ausraubt, dann haben wir ganz andere Probleme. Und das weltweite Drogenproblem ist davon das wirklich unbedeutendste. Rollt diesbezüglich nämlich demnächst kein Nachschub mehr, dann ist dieses Problem brutal von alleine gelöst worden.

Last but not least:

Das Vermögen der reichsten Franzosen (Bernard Arnault und Francois Pinault) stieg in diesem Jahr trotz der Proteste der Gelbwesten um 35 % an. Beide Gewinner sind im Segment der Luxuswaren angesiedelt und hier hielt die Nachfrage trotz des Handelskriegs gerade aus China weiterhin an. Die Reichen geben ihr demnächst wertloses Geld noch mit Vergnügen aus und die Armen sparen es.

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