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Das Märchen von der Künstlichen Intelligenz oder KI

Am 4. September 2019: In den USA ist ein Tesla-Fahrer nach dem Einschalten des Autopiloten 12 Minuten später schon auf ein Feuerwehrauto aufgefahren. Angesichts der weltweiten Situation auf dem Automobilmarkt sind selbstfahrende Auto garantiert nicht das wichtigste Problem für Autofahrer. Es sind weiterhin eher die Autopannen bei Neufahrzeugen und andere technische Probleme. Bevor man Werbung für Künstliche Intelligenz macht, sollte man sich erst einmal auf die Suche nach natürlicher Intelligenz begeben. Die ist nämlich auf diesem Planeten weder in den Wissenschaften noch im Alltag zu erkennen, sonst sähe die Erde heute etwas schöner aus. Die Künstliche Intelligenz befindet sich noch in ihren ersten Anfängen und wer den Autopiloten von Tesla ohne menschliche Aufsicht verwendet, dem ist wie in diesem Fall eine harte Bestrafung zu wünschen. Sämtliche elektronischen Geräte haben immer Tücken und Macken und solange sie das nicht selbst beheben können, bleibt die Künstliche Intelligenz eine reine Utopie.

Wir verbleiben in unserer Märchenwelt, welche aber nur von sehr wenigen als solche erkannt wird. Der seit Wochen herumfahrende iranische Öltanker Adrian Darya (nicht zu verwechseln mit der Andrea Doria von Udo Lindenberg) verschwand anscheinend gestern vor der syrischen Küste wie in einem bösen Märchen vom Radarbildschirm und wird dort vermutlich seine brisante Ölladung endlich löschen können.

Damit kommen wir zu den internationalen Aktienmärkten, an welchen es immer spannender wird:

Die chinesischen Aktienmärkte blieben in der Nacht zum Dienstag ziemlich konstant, nachdem sie am Montag unsinniger Weise deutlich angestiegen waren. Höhere Zölle in China und den USA beleben nirgendwo das Geschäft. In Europa sackten die Aktien in der Nacht zum Dienstag ins Minus ab und nur Italien konnte die Gewinne vom Montag halten. Heute notiert die Aktie der Deutschen Bank wieder bei 6,77 Euro und wird in der Wirtschaftsfachpresse über den grünen Klee gelobt. Außerdem ließ sich Deutsche Bank Chef Christian Sewing angeblich einen Dauerauftrag einrichten, welcher monatlich automatisch Aktien der Deutschen Bank für 20.000 Euro einkauft. Wer verdient in Deutschland noch 20.000 Euro im Monat? Und wie viel muss man wohl verdienen, wenn man für 20.000 Euro im Monat wertlose Aktien kaufen kann?

An den US-Börsen ging es gestern gleich zweimal am Vormittag mit den Aktien in den Keller, zunächst wegen der allgemein schlechten Nachrichtenlage und dann noch wegen des schwachen ISM-Produktionsindex in den USA. Damit hatten die amerikanischen Aktien gestern die Scheingewinne aus der letzten Woche, welche von Donald Trump zur Stützung seiner geliebten Aktien durch falsche Behauptungen über den Stand der Dinge im Handelskrieg manipuliert wurden, wieder verloren. Damit scheiterten die US-Aktien zum vierten Mal an der exakt gleichen Widerstandslinie, welches an sich schon für sich ein Ding der Unmöglichkeit ist. Oder haben Sie schon einmal die gleiche Zahl viermal hintereinander gewürfelt? Diese Konstellation ist ein Anzeichen, dass es bald zu einem größeren Ausbruch kommt und der geht höchst unwahrscheinlich nach oben ab.

Die US-Wetten auf einen baldigen Handelsvertrag mit China sind inzwischen am Nullpunkt angelangt und sie hielten in den letzten Monaten die Aktien in der Luft. Die US-Aktien näherten sich gestern den US-Staatsanleihen wieder etwas an und normalerweise verlaufen eng umeinander geschlungen. Doch bevor sie das wieder tun können, muss ein Aktiencrash wieder zusammenführen. Der Bloomberg Dollar Index nahm nach sechs Tagen erstmals wieder ab und das verschafft den Währungen der Schwellenländer eine kurze Verschnaufpause. Der Auslands-Yuan nahm wieder etwas zu und verschaffte etwas Luft im Währungskrieg. Auch der Euro stieg gestern an, nachdem Madis Müller von der EZB keine Notwendigkeit für den Kauf von Staatsanleihen gesehen hatte. Sollten sie später einmal an ihrem Krankenbett hören, dass keine Wiederbelebungsversuche mit Ihnen mehr geplant werden, dann wissen Sie auch was angesagt ist. Nicht anders ist es mit unserem Finanzsystem. Man kann nichts mehr tun und nur noch das gezielte Ende abwarten.

Das britische Pfund taumelte gestern zunächst auf neue Tiefstwerte hinab und erst als Boris Johnson seine Mehrheit im Unterhaus verlor, stieg es in Erwartung von Neuwahlen wieder an. Die Wirtschaft in Hongkong ist im August derart eingebrochen, wie seit der SARS-Epidemie im Jahr 2003 und der Finanzkrise von 2008/2009 nicht mehr. Und die Zentralbanken der Schwellenländer senkten in den letzten Monaten die Zinsen, wie seit der Finanzkrise von 2008 nicht mehr. Doch viel beeindruckender ist in diesem Zusammenhang der globale PMI-Index, welcher Auskunft über die Produktionsaktivitäten der Welt gibt und der befindet sich auf einem der längsten und tiefsten Einbrüche. Er liegt um fast 50 % tiefer als 2008 und dauert länger an als die Krisen zuvor. Außerdem kann man beim ihm sehr gut die Verschlimmerung der Weltwirtschaft von Krise zu Krise erkennen. In diesem Zusammenhang kann man sehr gut erkennen, dass der Einbruch von 2001 im Vergleich zu heute noch relativ harmlos war.

Die Kryptowährungen stiegen heute wiederum leicht auf 268 Milliarden Dollar und der Bitcoin auf 10.568 Dollar ab. Das langweilige Silber hatte gestern seinen besten Tag seit der Finanzkrise und stieg bis auf  564 Euro pro Kilo an und Gold blieb mit 1.537 Dollar pro Unze weiter unter seiner aktuellen Widerstandslinie von 1.540 Dollar. Falls Gold die 1.540 Dollar demnächst überspringt, fangen die Alarmsirenen laut an zu heulen. Der WTI-Ölpreis steht heute mit 54,28 Dollar vor einer ungewissen Zukunft. Unterhalb von 55 Dollar kommen auf jeden Fall die Schieferölbohrer in den USA und damit die Energiekonzerne in eine Schieflage. Damit könnte es mit der Erdölunabhängigkeit der USA schon bald wieder vorbei sein.

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