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Das Quanten-Erdbeben weitete sich global aus

Am 11. September 2019: Die große Geschichte ist weiterhin das Erdbeben unter den Quantum Fonds, welches am vergangenen Freitag begann und sich inzwischen weltweit ausbreitete. Die entsprechenden Händler dürften unter Hochspannung stehen, denn noch spielt sich das alles unter der Oberfläche der Aktienmärkte ab. Und hier brodelt es gewaltig. In der jüngeren Wirtschaftsgeschichte gab es nur zwei ähnlich turbulente Tage, welche noch heftiger ausfielen. Der erste befand sich 1999 in der New Economy Blase und der zweite in der Finanzkrise von 2009. Es spricht also einiges dafür, dass sie in einer engen Beziehung zu den Wirtschaftskrisen stehen, was auch im jüngsten Fall zu befürchten ist. Der Momentum-Faktor stürzte gestern in den roten Bereich ab, nachdem er in der letzten Woche noch um mehr als 13 % angestiegen war. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis sich dies auf die Aktienindizes auswirken wird. Erste Opfer dieses Quantenbebens gibt es bereits und das sind die Staatsanleihen, welche von den betroffenen Händlern verkauft werden mussten.

In der letzten Woche nahmen die sich negativ verzinsenden Schulden plötzlich, nachdem sie geraume Zeit angestiegen waren. Auch die Bundesanleihen bewegten sich wieder in Richtung null Prozent. In diesem Fall sinken die Preise der Staatsanleihen und das könnte zu weiteren Notverkäufen der normalen Halter von Staatsanleihen führen, welche keine Verluste machen möchten. Das Finanzsystem ist wie bereits mehrfach erwähnt ein ganz wackliges Kartenhaus, welches derartige Schocks nicht mehr einstecken kann. Hinzu kommt wieder einmal die Tatsache, dass man ein Investment-Vehikel unter reinen Gewinnabsichten entwickelte und es nicht bis zum Ende hin durchdacht hatte. Dieses Ereignis ist jetzt eingetroffen und keiner der betreffenden Fondsverwalter kann es in Interviews richtig würdigen, weil sie entweder nicht den vollständigen Durchblick haben oder nichts Relevantes dazu sagen möchten bzw. dürfen. Dieses Thema wird uns deshalb noch einige Zeit beschäftigen. Sollte dieses Ereignis zu einer Zinswende führen, dann würden die noch niedrigen Zinsen der Schrottkredite in den USA ganz schnell die große Krise zum Ausbruch bringen.

Das nächste große Thema war gestern die Entlassung von John Bolton durch Donald Trump, welches zu einem Flash-Crash beim Ölpreis führte. D.h. er wurde von den Anlegern als Kriegstreiber gesehen, der er auch war und deshalb ist sein Abgang entgegen der Meinung unserer Leitmedien zu befürworten.

Anders verhält es sich bei Jack Ma vom chinesischen Internetgiganten Alibaba, welcher von langer Hand völlig entmachtet wurde. Sein Vermögen wurde kurzerhand an fünf Unbekannte übertragen und es ist jetzt zu befürchten, dass er komplett in der Versenkung verschwinden wird. Er war als ehemaliger Lehrer mit seiner Geschäftsidee zu einflussreich geworden und wird absehbar in einem chinesischen Staatsgefängnis verrotten. Aber noch ist nicht aller Tage Abend, weil die große Krise von 2019 auch in China verheerend einschlagen wird. Der chinesische Automobilmarkt ging in 14 der letzten 15 Monate zahlenmäßig zurück und daran wird sich in absehbarer Zeit nichts ändern. Zudem sind die einheimischen Automobilhersteller aus qualitativen Gründen mehr von diesem Absatzeinbruch betroffen, als zum Beispiel VW.

Laut Recep Erdogan schickten die USA 30.000 Lkw-Ladungen an Terroristen im Norden Syriens und deshalb sieht er sich in der Pflicht dort ebenfalls einzugreifen. Der Syrienkrieg ist also noch längst nicht zu Ende, aber auch Erdogan sprengt durch eine ungerechtfertigte Zinssenkung gerade vor unseren Augen seine Landeswährung und damit vermutlich auch politisch sich selbst in die Luft.

Die Kryptowährungen schrumpften insgesamt auf 259 Milliarden Dollar zusammen und der Bitcoin kostet gerade noch 10.051 Dollar. Silber mit 529 Euro pro Kilo und Gold mit 1.492 Dollar pro Unze versuchen erneut den Ausbruch nach oben. Der WTI-Ölpreis erreicht mit 57,84 Dollar pro Fass eine neue vergebliche Preismanipulation.

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