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Das Thema Enteignung sollte man ernst nehmen und sich schleunigst vorbereiten

Zunächst ging es nur um die Grundstücke von unwilligen Bauherren in Tübingen und in dieser Woche schon um BMW. Das Thema Enteignung, Kollektivierung und Verstaatlichung ist in diesem Jahr kein Zufall, weil es aus staatlicher Sicht eine Notwendigkeit ist. Die Bundesrepublik Deutschland war zu keinem Zeitpunkt ihrer fraglichen Existenz schuldenfrei. Sie übernahm die finanziellen Altlasten des Dritten Reichs und machte ab 1968 noch selber welche. Doch wie im wirklichen Leben ist selbst beim größten Schuldner irgendwann die Grenze des Erträglichen erreicht und er muss die Hand heben. Dieser Zeitpunkt ist für die BRD näher denn je gerückt und deshalb wird dieses Thema immer intensiver diskutiert. Den Höhepunkt werden wir zur Europawahl erleben und im zweiten Halbjahr geht es an die Umsetzung. Im aktuell nicht vorhandenen Wahlkampf der Altparteien lässt man erkennbar den angeblichen Populisten die Vorfahrt, um ihnen die Schuld an der im Sommer urplötzlich auftauchenden zweiten Finanzkrise die Schuld zu geben. Doch die Schuld an den Schulden des Bundes tragen andere, denn die Wurzeln reichen bis 1876 zurück. Um den Rahmen dieses Artikels nicht zu sprengen, setzen wir aber erst in der Zeit der Götterdämmerung des Jahres 2001 ein.

Im Frühjahr 2001 platzte die New Economy Blase und löste eine Rezession aus, welche beinahe die Weltwirtschaft aus den Angeln hob. Sie und der Vormarsch der Taliban in Afghanistan waren der Hintergrund für die Anschläge vom 11. September 2001. Die New Economy Blase war der übliche Raubzug des herrschenden Finanzsystems durch die Ersparnisse der Bevölkerung in der westlichen Welt und deshalb gut geplant. Nicht geplant war jedoch der Erfolg der Taliban in Afghanistan und die damit verbundene Blockade des Drogenanbaus in diesem Land. Das mit dem Aktienbetrug hätte man der Bevölkerung gerade noch erklären können, aber die Sache mit dem Drogenhandel eben nicht. Es wäre nämlich herausgekommen, dass schon seit vielen Jahrhunderten immer die mächtigsten Staaten den weltweiten Drogenhandel dominierten und damit ihre Staatsausgaben teilweise finanzierten. Deshalb funktionierte der in den USA als ehrliches Anliegen der Bürger initiierte “Krieg gegen die Drogen” selbst nach über 110 Jahren seines Bestehens nicht. Zum Beweis hierfür muss man nur die Drogenexporte aus Afghanistan aufrufen und dann sieht man ganz klar den Einbruch im Jahr 2001. Man musste damals schnell handeln und nur ein Jahr später nahm der Drogenexport aus Afghanistan wieder deutlich zu und die Weltwirtschaft war vorerst gerettet.

Auf die Aktienblase von 1999 folgte die Immobilienblase in den USA von 2007 und die brachte das System erneut absichtlich ins Schlingern. Man nutzte sie zur Erpressung der Staaten, welche seitdem hoffnungslos verschuldet sind. Doch weil man das eigene Betrugssystem nicht mehr richtig verstand, tauchten bereits 2011 wieder erhebliche Risse im Finanzsystem auf. Um die zur Jahrtausendwende taumelnden USA zu stabilisieren, hatte man 2002 den Euro eingeführt und zu seiner Verwaltung die größte Zentralbank der Welt (die EZB) gegründet. Die EZB hatte bis 2011 erfolgreich den ganzen Süden Europas ausgeplündert und damit absichtlich die Eurokrise ausgelöst. Sie diente zur Erpressung Deutschlands und brachte 2012 den ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) auf die Welt. Er wurde mit dem Privatvermögen der Deutschen besichert, welches in den Jahren bis 2018 verbraucht wurde. Nur deshalb konnte der Finanzminister immer eine Nullverschuldung präsentieren, weil im Hintergrund still und heimlich der deutsche Michel wie eine Weihnachtsgans ausgenommen wurde. Und weil man einen Sündenbock brauchte, wurde das alles nach 2012 den Griechen in die Schuhe geschoben, welche damit überhaupt nichts zu tun hatten. Mittlerweile ist die EZB hoffnungslos verschuldet und der ESM natürlich auch. Es gibt niemand mehr, den man noch über den Tisch ziehen kann und deshalb hat man den Politikern die Devise erteilt, dass sie zum Zapfenstreich (die Enteignung) aufrufen sollen. Das haben diese treu und brav getan, weil das für sie das natürlichste der Welt ist. Eventuelle Konsequenzen fürchten sie in ihrer grenzenlosen Naivität seltsamerweise eigentlich nicht. Schließlich leben sie im reichsten Land der Welt und da lohnt sich ein Griff in die Taschen der anderen einfach immer.

Die Deutschen werden deshalb selbstlos ihr ganzes Hab und Gut aushändigen und sich dafür noch mit einer großen Party bei unseren Politikern bedanken. Weil dieses Geld jedoch längst nicht mehr zur Begleichung eines nennenswerten Teils der Gesamtschulden reicht, sollte man dies tunlichst nicht machen. Mit eventuellen negativen Rückkopplungen ist dabei nicht zu rechnen, weil die staatliche Ordnung zusehends immer schwächer wird. Das sieht man augenblicklich mit den ausufernden Eskapaden bei türkischen Hochzeiten in NRW. Man hat das mit den höheren Steuern auf eine lange Bank geschoben und nun ist es auch dafür längst zu spät. Das werden jedoch nur die wenigsten in Deutschland erkennen und dann ist ihr Vermögen längst im Strudel der Staatsschulden versickert. Mit einem konsequenten passiven Widerstand und einer zähen Hinhaltetaktik wird man zumindest Teile seines Vermögens retten können, weil man auf die vorauseilende Gehorsamkeit der meisten Deutschen felsenfest bauen kann. Je besser man bei diesem Hinauszögern ist, desto mehr wird man behalten dürfen. Denn keiner wird derart reagieren und die Räuber sind ab einem bestimmten Zeitpunkt schnell mit dem Diebstahl der Vermögenswerten derer beschäftigt, welche es ihnen zur Rettung des Staates förmlich aufdrängen werden. Sie haben deshalb für die Zögerlichen gar keine Zeit mehr. Nach wenigen Wochen wird das Vermögen der Deutschen verteilt sein. Anschließend werden sich viele die Haare raufen, wie sie nur so dumm sein konnten und sich ohne triftigen Grund vorzudrängen. Der Staat wird sich in den untersten Hierarchiestufen bis zu diesem Zeitpunkt vollständig aufgelöst haben und die Diebe befinden sich dann längst auf der Flucht. So war es beim letzten Mal und so wird es auch demnächst wieder sein. Man muss nur zur richtigen Zeit aus der Deckung kommen.  

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