Privacy Policy Das war ein langer Austritt aus der EU – AG News

Das war ein langer Austritt aus der EU

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Was musste man sich nicht alles von den bestellten Bedenkenträgern über die fürchterlichen Konsequenzen beim Austritt der Briten aus der EU in den vergangenen vier Jahren alles anhören! Und dann verlief es am Ende sogar noch harmonisch und einvernehmlich. Dieser Fall ist damit natürlich noch längst nicht abgeschlossen, weil es natürlich noch Probleme geben wird, aber ganz andere als man uns einzureden versuchte. Der wichtigste dieser noch offenen Punkte ist der nun fehlende finanzielle britische Beitrag an die EU in Brüssel. Doch über die genau Höhe dieser Finanzierungslücke werden wir garantiert schon sehr bald erheblich mehr erfahren. Die im Vorfeld genannten Beträge waren entweder zu hoch oder zu niedrig, je nachdem aus welchem Lager sie stammten.

Ebenfalls um das Geld geht es weiterhin bei der Deutschen Bank, welche heute einen Verlust von 5,7 Milliarden Euro veröffentlichte. Für Sigmar Gabriel war jedenfalls ganz offensichtlich in diesem Monat noch genügend bares vorhanden, denn er arbeitet bestimmt nicht für 1 Euro bzw. 1 Dollar wie Donald Trump. Die Bonuszahlungen und auch die Gehaltserhöhungen wurden in Frankfurt vorsichtshalber auf das nächste Quartal verschoben. Doch was soll sich bis dahin schon positiv verändern? Sollten Sie also noch Geld bei diesem Kreditinstitut gebunkert haben, dann sollten Sie eine Überweisung tätigen, solange Sie es noch können! Auch die amerikanische Zentralbank verschob gestern die seit Monaten andauernden Probleme am Repo-Markt ebenfalls auf den sagenumwobenen April. Bis dahin kauft sie die eigenen Schuldscheine wieder selbst auf, weil die Show an den US-Börsen unbedingt weitergehen muss. Doch wie lange ist dieses schier unendliche Hinausschieben überhaupt noch möglich? Das ist inzwischen die 1 Billion Euro Frage. Selbst die französische Bank Société Générale sieht inzwischen eine Kurskorrektur von 10 % bei den Aktien am Horizont schimmern, macht dies aber noch von der weiteren Entwicklung des Corona-Virus abhängig.

Diese Ehre gebührt jedoch eher den marktwirtschaftlichen Gesetzen, welche nicht ewig ausgeschaltet werden können. Das Virus hat natürlich wirtschaftliche Auswirkungen, und zwar in erster Linie in China. Das Wirtschaftswachstum wird dort durch das Virus noch weiter sinken und weil die chinesischen Statistiken traditionell nach oben aufgerundet sind, könnten sie vielleicht schon bald ein negatives Vorzeichen tragen. Außerdem ist es sehr stark zu bezweifeln, ob man die Anforderungen aus dem Vorvertrag mit den USA jetzt überhaupt noch erfüllen kann. Die sinkenden Futures für Sojabohnen in der letzten Nacht deuten jedenfalls bereits darauf hin, dass es China wohl nicht mehr stemmen kann. Der Druck auf die Machthabenden im Westen und bald auch in China wird immer größer und deshalb greift man beim Impeachment-Verfahren in Washington nur noch zu ganz unfairen Mitteln. Erst gestern stellte sich wieder einmal heraus, dass zum Beispiel das Steele-Trump-Dossier über die Kooperation mit Russland bei den letzten Präsidentschaftswahlen komplett erfunden war. Das Impeachment-Verfahren ist mittlerweile ein vollständiger Schauprozess wie in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts in der Sowjetunion. Weil man nach der Aussage des Vorsitzenden dieses Verfahrens (Adam Schiff) davon ausgehen kann, dass Trump auf die eine oder andere Art demnächst abserviert wird, kann das zum entscheidenden Aufbruchssignal für die große Krise werden. Denn das wird garantiert zu größeren Unruhen nicht nur an den Börsen in den USA führen, weil wir es hier mit einem Kampf der westlichen Oligarchen untereinander zu tun haben. Und dann bekommen wir mit dem zweiten Bürgerkrieg den ganz großen Salat auch ohne das Virus aus China serviert. 

Der WTI-Ölpreis sank auch heute wieder ab, und zwar auf 51,79 Dollar pro Fass und sorgte schon für einen kleineren Gewinn bei Shell. Schreibt erst einmal die Mehrheit der Unternehmen Verluste, dann versiegen die Steuerquellen des Staates und dann werden die Bürger ausgeraubt. Kommt dann noch die falsche Reaktion des Staates auf das Virus hinzu, dann wird es sehr eng, und zwar für alle: oben und unten.

 

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