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Das große Warten auf den nächsten Kurssturz an den Börsen

Am 22. August 2019: Alle warten auf den nächsten Absturz der Aktien an der Wall Street. Sie werden zur Rechtfertigung der nächsten Maßnahmen benötigt. Die amerikanische Zentralbank FED benötigt dieses Ereignis zur sinnlosen Senkung der Leitzinsen in den USA und die Bundesregierung zum Bailout der Deutschen Bank. Diese ist nach einem gewaltigen Kursrutsch ein Notfall und der deutsche Steuerzahler kann es dann wieder richten. Die Abschaffung des Solidarbeitrags ist in diesem Zusammenhang reine Augenwischerei, weil sich im Jahr 2021 niemand mehr daran erinnern wird. Man will damit der eigenen Bevölkerung nur zeigen, wie gut man gearbeitet hat, bis dieser völlig unerwartete Kurssturz alles wieder zunichtemachte. Das Schlimme daran ist nur, dass es 99 % der Deutschen auch noch glauben werden. Dabei ist diese Krise seit über 11 Jahren klar und deutlich am Horizont zu erkennen gewesen.

Gestern versuchte die Bundesbank eine Tranche dreißigjähriger deutscher Staatsanleihen im Wert von 2 Milliarden Euro mit einer Fälligkeit im Jahr 2050 zu verkaufen, und zwar mit einer negativen Verzinsung. Probieren Sie das gerne einmal bei ihrer Hausbank und sie werden im Gegensatz zu unserem Staat überhaupt nichts bekommen. Obgleich diese Auktion nicht besonders erfolgreich war, nahm man trotzdem 824 Millionen Euro zu einem Zinssatz von minus 0,11 % auf. Jeder täglich zur Arbeit hetzende Leser sollte sich deshalb einmal ernsthafte Gedanken darüber machen, an welcher Stelle seines Lebenslaufs er falsch abgebogen ist.

Der Titel des neuesten und fünfundzwanzigsten James Bond Filmes lautet denn auch „No Time To Die“ obgleich „Goldfinger“ in der heutigen Zeit weitaus aktueller gewesen wäre. Schließlich nahmen Chinas Goldreserven im siebten Monat dieses Jahres in Folge zu. Aber das Wirtschaftswachstum Chinas nahm im Juni auf 4,6 % ab und das wird sich noch ins nächste Jahr hineinziehen. Die Chinesen hatten 2016 einen dramatischen Einbruch ihres Wirtschaftswachstums zu verzeichnen, welcher im aktuellen Abschwung erst noch unterboten werden muss, bevor es wieder bergauf geht. Seit dem Beginn des Handelskriegs im März 2018 haben die Chinesen ihre Währung Renminbi um insgesamt 13 % abgewertet und damit die US-Zölle zum größten Teil wieder ausgehebelt.

Damit kommen wir in den Wartesaal an den internationalen Aktienmärkten:

Die chinesischen Aktien blieben in der Nacht zum Mittwoch jedenfalls konstant. In Europa stiegen gestern die Aktien, angeführt von Italien an, obgleich sich wirtschaftlich nichts zum Besseren verändert hätte. Die US-Aktien stiegen ebenfalls ohne Grund in der Nacht zum Mittwoch an und wurden erst durch die gestrigen Worte der FED wieder aus ihren Tagträumen gerissen. Der S&P 500 kam wieder an seiner unteren Widerstandslinie zum Stehen und er bildete in dieser Woche auch noch immer tiefere Höchstwerte aus. Das sind keine guten Vorzeichen für die nächsten Tage. Es bleibt also nur bedingt spannend, weil der weitere Fortgang durchaus absehbar ist. Falls er diese Widerstandslinie demnächst durchbrechen sollte, dann geht es ohne Netz tief hinunter und wir haben den nächsten Abschnitt des großen Börsenkrachs erreicht. Die amerikanische Zentralbank FED scheint auf diesen Zeitpunkt nur zu warten, damit sie die Zinsen endlich wie gefordert senken kann, um die Aktienmärkte zu retten. Doch alle außer der FED wissen wieder einmal, dass dies nichts bringen wird. Es handelt sich nämlich um eine Krise des Systems, welche sich nur durch einen Neustart in Form einer Währungsreform beheben lässt.

Der Gesamtmarkt der Kryptowährungen sackte vor lauter Langeweile auf 260 Milliarden Dollar ab und der Bitcoin konnte sich gerade noch bei 10.015 Dollar festhalten, um nicht auch noch sein Gesicht zu verlieren. Die Edelmetalle stehen inzwischen permanent unter Druck. Silber wurde auf 492 Euro pro Kilo gedrückt und Gold auf 1.496 Dollar pro Unze. Der geplante Ausbruch des WTI-Ölpreises war ein Rohrkrepierer und endete bei 55,55 Dollar pro Fass. Dumm gelaufen.

3 Gedanken zu „Das große Warten auf den nächsten Kurssturz an den Börsen

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    August 22, 2019 um 2:16 pm
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    Sehr interessanter und humorvoll geschriebener Artikel! Tja, aber was kauft man denn nun… Gold/ Silber und/oder Bitcoin? Ein paar Minenaktien habe ich ja.
    Dank Ihrer informativen Artikel wurden meine Bauchschmerzen so stark, dass ich rechtzeitig aus allen anderen Aktien ausgestiegen bin. Ihr Buch “Ausgeraubt: Teil 1” habe ich gelesen. Wann gibt es Teil 2 und 3? Hoffe, noch vor der Krise!!!

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      August 22, 2019 um 5:34 pm
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      Gute Frage! Auf Nummer sicher fährt man mit Gold, weil sich dies im Wert mindestens noch verdoppeln wird. Die Frage ist nur, wo man es später wieder zu Geld machen kann? Vielen Dank für den Kauf meines Buches. Die Rohversion von 2 liegt vor, aber eben nur die Rohversion. Ich hoffe es im kommenden Winter redigieren zu können. Teil 3 handelt von der jetzigen Zuspitzung und wird wohl erst im übernächsten Winter fertig. Ihre Aktien zu verkaufen, war jedenfalls richtig, weil es hier in den nächsten Tagen schon zur Sache gehen wird.

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        August 23, 2019 um 8:33 am
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        Vielen Dank für Ihre Info! Ich denke, dass man da nicht ungeschoren rauskommt. Ich bin aber schon zufrieden und dankbar, wenn es mir nicht vollständig die Hosen auszieht. Beim Gold/ Silber muss man dann warten können. Ich muss meine physischen Bestände nicht verkaufen, die Minenaktien werde ich jedoch rechtzeitig verkaufen.
        Vielen lieben Dank für Ihr Engagement in dieser Sache!

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