Privacy Policy Das Wirtschaftswachstum in China war 2018 sehr schwach – AG News

Das Wirtschaftswachstum in China war 2018 sehr schwach

Advertisements

Im letzten Jahr war das Wirtschaftswachstum in China so schwach wie seit 28 Jahren nicht mehr. Mit 6,6 % erreichte es einen Wert, welcher nur 1990 niedriger lag. Damals hatten wir im Jahr zuvor (1989) eine ähnliche Situation wie heute, mit einem massiven globalen weltwirtschaftlichen Rückgang. Dieser führte zunächst zum Untergang der DDR und nur wenig später auch zum Zerbrechen der Sowjetunion im Jahr 1991. Nach den pessimistischen Aussagen zum Verlauf der Gespräche der amerikanischen Handelsdelegation mit China und der gigantischen Liquiditätsspritze von 1,1 Billionen Yuan in der letzten Woche in die chinesischen Finanzmärkte, wurden die neuesten Wirtschaftsdaten aus China in der letzten Nacht mit Spannung erwartet.

Und die sahen nicht besonders gut aus. Das Wachstum kühlte sich im zweiten Quartal 2018 sehr stark und im vierten Quartal noch einmal sehr deutlich ab. Der Anstieg im dritten Quartal war viel zu schwach, um diese Dellen auch nur ansatzweise ausgleichen zu können. Außerdem ging der Automobilabsatz erstmals seit 20 Jahren in China zurück. Das war ein weiteres Alarmzeichen. Es schrumpfte zwar nicht alles in diesem Land. Die Industrieproduktion stieg beispielsweise um 5,7 % an und der Einzelhandelsumsatz um 8,2 %. Doch keiner weiß, wie belastbar diese Zahlen wirklich sind. Das Wirtschaftswachstum für dieses Jahr wird auf dem Volkskongress im März verkündet und weil in einer Planwirtschaft alle ihre Ziele erreichen müssen, wird erfahrungsgemäß ganz gerne an den Zahlen manipuliert, bis sie optisch den Vorgaben entsprechen.

Weil die Geldpolitik der Zentralbanken nicht nur in China völlig ausgereizt ist und auch die bisherigen finanziellen Anreize in den letzten Jahren immer weniger Wirtschaftswachstum generiert hatten, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie jetzt komplett scheitern könnten. Denn der chinesische Auslands-Yuan stieg trotz dieser ganzen Maßnahmen im letzten Jahr seltsamerweise an, was er zumindest theoretisch nicht hätte tun sollen. Weil er in den ersten beiden Wochen dieses Jahres erstmals wieder sank, könnte er absehbar zu einer erneuten Kapitalflucht aus China führen. Diese könnte dann unter anderem den Kurs des Bitcoins wieder sehr stark beflügeln.

Advertisements

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Shares
Cresta Help Chat
Senden via WhatsApp

Bitte deaktivieren Sie Ihren Werbeblocker!

de_DEGerman