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Der Blitzkrieg von Nigel Farage gegen das Zweiparteiensystem

In knapp 6 Wochen bis zu den Europawahlen am 23. Mai will Nigel Farage das britische Zweiparteiensystem sturmreif schießen. Hierzu gründet er voraussichtlich am kommenden Freitag in Coventry die britische Austrittspartei. Laut den Demoskopen hat er sehr gute Chancen breitere Wählerschichten der Konservativen Partei und der Arbeiterpartei abzuwerben. Seiner Meinung nach hat Theresa May in den Verhandlungen mit Brüssel total versagt. Es kann doch nicht sein, dass man nach drei Jahren Arbeit noch nichts auf die Reihe gebracht hat. Außerdem hat man den Eindruck, dass die britische Regierung vor lauter Austrittsgesprächen zu gar nichts anderem mehr kam.

Großbritannien leidet seit Jahren unter einer signifikanten Wirtschaftskrise, welche unter anderem auf die versiegenden Ölquellen in der Nordsee zurückzuführen ist. Diese im wahrsten Sinne sprudelnde Einnahmequelle versiegt immer mehr und ist für den schrumpfenden Wohlstand mit verantwortlich. Nächster Kandidat für die gleiche wirtschaftliche Krankheit in Europa ist übrigens Norwegen. Auch alle anderen Ölförderländer auf der ganzen Welt haben mit den ersten Symptomen des gleichen Phänomens zu tun. Wenn wir nicht ganz schnell auf andere Energieträger umstellen, dann stehen ein paar wirtschaftlich sehr ungemütliche Jahrzehnte vor der Haustüre.

Bei den Hintergründen für den bislang nicht vollzogenen Austritt der Briten aus der EU handelt es sich durchwegs um wirtschaftliche Gründe und nicht um das fehlende Verhandlungsgeschick der Premierministerin. Die Schulden der Briten gegenüber der EU dürften nicht ganz unbeträchtlich sein.

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