Privacy Policy Der chinesische Premierminister Li Keqiang spricht mit seiner Zentralbank Klartext – AG News

Der chinesische Premierminister Li Keqiang spricht mit seiner Zentralbank Klartext

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Schon einmal, und zwar im Januar 2016 griff die Zentralbank in China ein, um der schwächelnden Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Was damals als die Vereinbarung von Shanghai (Shanghai Accord) bezeichnet wurde, könnte bald eine Fortsetzung erhalten. Die neuerliche Liquiditätsspritze vom Januar 2019 in Höhe von beinahe 700 Milliarden Dollar (oder mehr als das Bruttosozialprodukt von Saudi-Arabien) sprengte sämtliche chinesischen Rekorde in dieser Disziplin und sie bezog sich auch nur auf einen Monat. Im Moment sind deshalb die Aktienmärkte wieder einigermaßen ruhig, doch das kann sich täglich wieder ändern. Das Land und mit ihm die ganze Welt ist wie ein Drogenabhängiger und die Liquiditätsspritzen werden immer größer bzw. teurer. Insbesondere seit 2008 haben sie in China besorgniserregende Dimensionen angenommen, weil sie sich innerhalb von 10 Jahren verdoppelten.

Während man vor drei Jahren gleichzeitig noch das System der Schattenbanken bekämpfen wollte, befindet es sich seit 2018 wieder auf dem Vormarsch und hat bereits wieder die Hälfte seines Marktanteils von 2016 erreicht. Interessant ist bei der Aussage des chinesischen Premierministers wieder einmal die Tatsache, dass die Regierung in Wirklichkeit nur einen verbalen Einfluss auf die chinesische Zentralbank (PBOC) hat. Aber weil sich die Zentralbanken in Privatbesitz befinden, lässt sich eine angeblich kommunistische Partei doch tatsächlich von vermeintlichen Kapitalisten an der Nase herumführen. Li Keqiang hat sich auch deshalb vehement zu Wort gemeldet, weil er diese geldpolitischen Maßnahmen später zu verantworten hat. Denn dieses Spiel mit der ewigen Kreditaufnahme funktioniert nur in einer deutlich wachsenden Wirtschaft. Ist aber wie in diesem Jahr kein nennenswertes Wachstum auf der ganzen Welt mehr vorhanden, dann führen solche Geldspritzen relativ rasch in eine galoppierende Inflation. Am Ende steht dann wie in Venezuela die Hyperinflation, für die man jetzt auch Maduro verantwortlich macht. Aber auch er hatte gar keinen Einfluss auf seine Zentralbank in Caracas.

Das liegt daran, dass die Zentralbanken in den letzten 100 Jahren sich das Recht zur Geldschöpfung erschlichen haben. Sie pumpen kein wirklich vorhandenes oder erarbeitetes Geld in die Wirtschaft, sondern sie ziehen es über die gestiegene Geldmenge allen Menschen wieder aus der Tasche. Bei einer Erhöhung der Geldmenge wird ein Prozess in Gang gesetzt, welcher der Volkswirtschaft diese Finanzmittel in einem schleichenden Prozess später wieder durch die Inflation entzieht. Genauer gesagt wird es eigentlich gestohlen, weshalb man ein solches Finanzsystem auch als Raubwirtschaft bezeichnet. Und weil man nicht unendlich viel klauen kann, bricht ein solches Ponzi-System spätestens dann zusammen, wenn wirklich alles entwendet wurde. Auf diesen Punkt bewegen wir uns zu und wir sprechen inzwischen nicht mehr von Jahren, sondern nur noch von einigen Monaten, bis wir Verhältnisse wie in der Türkei, Argentinien und Venezuela haben werden.

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