Privacy Policy Der erste Bank-Run in der neuen Krise | AG News

Der erste Bank-Run in der neuen Krise

Am 17. Juli 2019: Bei der Deutschen Bank läuft ein Bankrun der ganz besonderen Art an, welcher nach der Bekanntgabe der Entlassungen deutlich zunahm. Es sind nicht die kleinen Anleger, welche ihre Girokonten leeren. Die Deutsche Bank hatte sich bekanntlich auf dem Höhepunkt ihres Wahns von diesem Segment ziemlich weit entfernt. Schließlich galt es die größte Geldblase in der Geschichte der Menschheit mit Wetten, Spekulationen und anderen Maßnahme möglichst lange vor dem Platzen zu bewahren. Diese Zeiten sind endgültig vorbei und deshalb wird dieser Bereich des Prime Brokering bei der Deutschen Bank geschlossen und zur BNP nach Frankreich verlagert. Die BNP in Paris wird durch dieses Geschäft von einer relativ unbedeutenden Nummer in diesem Markt zu einer ganz wichtigen Bank.

Was dies am Ende eines Kreditzyklus aber noch bringen soll, kann einem wohl niemand erklären, weil es nur ein Verschiebebahnhof der Zentralbanken ist. Es bringt nur weiteres Ungemach nach Frankreich, welches bereits genügend zu bewältigen hat. Aber damit zurück nach Frankfurt. Weil keiner der bisherigen Kunden im Segment des Prime Brokering der Letzte sein will, welcher das sinkende Schiff verlässt, fließt der Deutschen Bank täglich Liquidität ab. Die Rede ist von anscheinend fast 1 Milliarde Dollar pro Tag. Weil dies auf die Dauer auch den stärksten Elefanten im Dschungel umhaut, dürfen wir sehr bald weitere interessante Nachrichten von dieser Seite vernehmen. Wer jedoch zum Schluss mit seinem Schrott in der kürzlich gegründeten Capital Release Unit CRU (treffend wäre wohl eher Capital Prison Unit gewesen) oder der Bad Bank der Deutschen Bank landet, der hat als institutioneller Anleger ein echtes Problem. Dieses wird zwar großzügig an den deutschen Steuerzahler weitergeleitet, aber der betreffende Kunde sieht sein Geld so schnell nicht mehr wieder. Deshalb könnte es alsbald ziemlich hektisch werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass das neue Geschäftsmodell der Deutschen Bank nicht mit den aktuellen Zinssätzen funktionieren wird. Höhere Zinssätze bringt aber nur eine Währungsreform des Euro und die wurde schon im Dezember 2018 aus Versehen von Teilen der deutschen Leitmedien angekündigt. Mit solchen Profis auf der anderen Seite braucht man aber überhaupt keine Angst haben, dass sie auch gelingen wird.

Neben der Weltwirtschaft kollabiert auch die Natur und das ist das größere Problem. Die Imker in den USA verloren im letzten Jahr zum Beispiel 40 % ihrer gesamten Bienenvölker. Nur noch ein weiteres Jahr mit einer solchen Schrumpfungsrate ist notwendig, um die Bienen fast vollständig auszurotten. Ein leichtes Wachstum verzeichneten die Einzelhandelsumsätze in den USA, welche im Juni im Vergleich zum Vormonat um 0,7 % anstiegen. In einem solchen Umsatz wäre eigentlich keine Senkung des Leitzinses in den USA notwendig. Doch wir haben die Grenze des wirtschaftlichen Irrsinns bereits im letzten Jahrhundert unwiderruflich überschritten und aus dieser Zone des Wahnsinns kam noch nie einer lebend zurück. Über das Jahr betrachtet würde der US-Einzelhandel sogar um 4,6 % wachsen, aber davon kann man nur träumen. Es handelte sich nur um einen saisonalen Effekt oder um einen Lichtstrahl am dunkelsten Ort der Welt. Auch der von den Verfechtern des Freihandels befürchtete Inflationseffekt bei den Import- und Exportpreisen in den USA ist im Mai und Juni trotz eines weiterhin andauernden Handelskriegs mit China ausgeblieben. Vielmehr gingen sie sogar zurück und waren damit deflatorisch. Im zweiten Quartal sank jedoch die Industrieproduktion in den USA mit einem auf das Jahr gesehenen Prozentsatz von 2,2 % und das wird leider weiter anhalten bzw. sich noch verschlechtern, denn dieser Wert liegt noch leicht über dem letzten Tiefpunkt aus dem Zeitraum der Jahresendes von 2015 und des Beginns des Jahres 2016. Der Chef von Victoria´s Secret mit dem Namen Leslie Wexner wusste angeblich nichts von den sexuellen Neigungen des Jeffrey Epstein und bedauert inzwischen ihn jemals gekannt zu haben. Das ist kein Wunder nach seinen Enthüllungen.

Damit kommen wir zum Affentheater an den internationalen Aktienmärkten:

Donald Trump dämpfte gestern mit seinen Bedenken zum Handelsdeal mit China gestern die Aktienkurse und selbst Jerome Powell konnte dies bei einer Rede in Paris nicht mehr ausgleichen. Deshalb kam es gestern an den US-Aktienmärkten zu keinen neuen Höchstwerten und die Ausländer verkaufen schon seit geraumer Zeit die amerikanischen Aktien und Staatsanleihen. In Europa führten die deutschen Aktien das Feld an, welches von Käufern geprägt wurde, welche angeblich zu günstigen Preisen einkauften (Dip Buyer). In China gingen die Aktien nur ganz leicht nach dem Ansturm vom Montag wieder zurück. Man versucht auf diese Art und Weise seit Jahren einen funktionierenden und erfolgreichen globalen Aktienmarkt zu simulieren, indem man Geld um den Globus schickt und damit nur in einem Hütchenspiel den Leuten das Geld aus der Tasche zieht. Der Gesamtmarkt der Kryptowährungen steht heute bei mageren 257 Milliarden Dollar und der Bitcoin kostet 9.536 Dollar. Sein Marktanteil blieb mit 66,1 % aber relativ stabil. Der Absturz des Bitcoin ist scheinbar einem Fehler bei Tether zu verdanken, indem jemand 5 Millionen mit 50 Millionen verwechselte. Insgesamt kann man dadurch nur zum Schluss kommen, dass die Kryptowährungen noch lange nicht praxistauglich sind. Ebenfalls nach unten ging es mit dem WTI-Ölpreis und zwar auf  57,72 Dollar pro Fass, nachdem die Iran Show (die Nachfolgesendung der Nordkorea Show) auch schon wieder ihrem Ende entgegensieht. Das ließ auch hier gleich an den Tankstellen die Preise purzeln. Der Silberpreis klettert mit 447,88 Euro pro Kilo langsam wieder in Regionen, welche eine Krise andeuten könnten. Gold verlor hingegen mit 1.403,66 Dollar pro Unze.

Ursula von der Leyen wurde gestern wie geplant zur Kommissionspräsidentin der EU gewählt und die in den letzten Tagen von den Leitmedien verbreitete Unsicherheit war nur eine ganz primitive Dramaturgie. Ihre Wahl war eine absolut sichere Wette, wie die von Boris Johnson. Er will beim Austritt das britische Parlament umgehen und damit den Termin am 31. Oktober knallhart einhalten. Aber das möchte ich auch erst sehen, bevor ich es glaube.

Last but not least:

Woran erkennt man das nahende Ende des Finanzsystems? Zum Beispiel an einer negativen Verzinsung von Junk Bonds, welche auch Schrottanleihen genannt werden und die vielleicht nichts mehr wert sind, wenn ihre Laufzeit beendet ist. Die Investoren werfen damit ihr Geld direkt in die Tonne und weil es so toll war, kicken sie die Zinsen gleich noch hinterher.

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