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Der finale Countdown hat begonnen

Erstmals nach dem 16. Dezember wurden gestern wieder mehr staatliche Schuldscheine bei der amerikanischen Zentralbank FED zur Pfandleihe eingereicht, als angenommen werden konnten. Die Probleme am amerikanischen Repo-Markt sollten eigentlich zu Silvester verschwinden, aber sie taten es natürlich nicht. Das war absehbar und deshalb wird es mit der Drosselung dieser Maßnahmen ab nächster Woche wieder einmal nichts. Ganz im Gegenteil: Die FED muss monatlich mit 100 Milliarden Dollar weiterhin die Finanzmärkte beruhigen und diese Summe wird “urplötzlich” sogar noch ansteigen. Damit wird es in wenigen Monaten zu einem Knall kommen, den sogar Gehörlose noch deutlich wahrnehmen werden.

Es handelt sich dabei um eine inzwischen nahtlose Aneinanderreihung von Maßnahmen der Manager des Finanzsystems, welche einfach nicht mehr so wie früher funktionieren. Man hat sich mittlerweile derart im Labyrinth der eigenen Lügen verheddert, dass der finale Ausbruch des Finanzvulkans nicht nur unvermeidlich, sondern selbst nur mit dem Wissen von den Grundrechenarten leicht zu errechnen wäre. Die FED kann nicht ohne Ende die Schuldscheine des amerikanischen Staates aufkaufen, zumal sich dieser in diesem Jahr auch noch viel schneller als zuvor verschulden wird. Selbst ein kleiner Krieg wäre also für die USA nicht zu bezahlen. Man legte sich diesbezüglich mit exponentiell zunehmenden Kurven an, welche bekanntlich alle ziemlich rasch senkrecht durch die Decke gehen. Selbst in den führenden deutschen Leitmedien nimmt die Zahl der Hinweise sehr deutlich zu, mit denen man seine treue Gefolgschaft dezent darauf hinweist, dass die lange Zeit des Wartens abgelaufen und großes Ungemach im Verzug ist. Mit dem Schlagen der Kriegstrommel im Nahen Osten wird deshalb lediglich von der realen wirtschaftlichen Realität abgelenkt, welche einfach nicht gut aussieht.

Die deutsche Automobilwirtschaft produzierte im letzten Jahr so wenig Autos, wie seit 23 Jahren oder 1996 nicht mehr. Das ist ein klares Warnsignal für das Autoland Deutschland und daran wird sich zumindest vorerst auch nichts mehr ändern. Der Baltic Dry Index, also die Zahl der beladenen Frachtschiffe auf den Weltmeeren, befindet sich im freien Fall nach unten. Der Welthandel stagniert und das trifft in erster Linie den Exportweltmeister. 63.281 verkaufte Elektroautos in Deutschland werden jedenfalls nicht die erhoffte Wende bringen, zumindest nicht in diesem Jahrzehnt. Auch in den USA gingen die Verkaufszahlen im Dezember noch einmal deutlich zurück. In früheren Krisen wurden zu diesem späten Zeitpunkt längst irgendwelche Konjunkturprogramme aufgelegt, welche dieses Mal nicht einmal in Aussicht gestellt werden. Man lässt den Zug einfach entgleisen, weil man es auf das Vermögen der eigenen Bevölkerung abgesehen hat. Dieses geht absehbar in der nächsten Krise in Schall und Rauch auf. Deshalb sehen wir momentan große Wertzuwächse beim Bitcoin mit 8.285 Dollar, dem Silber mit 532 Euro pro Kilo und dem Gold mit 1.582 Dollar pro Unze. Der WTI-Rohölpreis nimmt mit 63,22 Dollar pro Fass zwar in erster Linie wegen der globalen Geldmengenerweiterung zu und nur in zweiter Linie durch das Säbelrasseln im Nahen Osten. Wer intelligent tankt, der findet aber noch immer gute Benzinpreise vor, weil auch hier einfach die erforderliche Nachfrage fehlt. In früheren Zeiten wurden jedenfalls die gestiegenen Rohölpreise viel schneller an die Kundschaft weitergereicht. Aber heute braucht jeder einen Mindestumsatz, um seinen Kopf über Wasser halten zu können. Sobald jetzt etwas richtig hochgeht und das wäre ein harter Austritt der Briten zum Monatsende aus der EU, dann ist es mit der Stille auf diesem Friedhof der Wirtschaft ganz schnell vorbei, weil dann die Zombies ihren Marsch beginnen.

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