Privacy Policy Der Grund für die weiterhin andauernde Liquiditätskrise – AG News

Der Grund für die weiterhin andauernde Liquiditätskrise

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Am 26. September 2019: Was ich gestern noch andeutete, wurde inzwischen brutale Realität. Aivar Rehe war der Chef der Danske Bank in Estland. Er verschwand am Montag und wurde bereits am Dienstag in der Nähe seines Hauses tot im Wald aufgefunden. Er ist damit der erste offizielle tote Bankier in der zweiten Finanzkrise. Diese Tochtergesellschaft der Danske Bank in Estland befand sich im Mittelpunkt eines Geldwäscheskandals in Höhe von Milliarden Euro, mit verdächtigen Geldflüssen aus Russland, Moldawien und Aserbaidschan. Es handelte sich dabei um das zehnfache des Bruttosozialprodukts dieses kleinen Landes. Im Nachgang zu diesem Skandal verlor die Muttergesellschaft in Dänemark in den letzten 19 Monaten 67 % ihrer Marktkapitalisierung. Die Hälfte aller Dänen hat ihre Ersparnisse bei der Danske Bank geparkt und sollte deshalb den weiteren Verlauf dieser Geschichte sehr genau beobachten.

 

Im Zentrum Wirtschaftsnachrichten steht noch immer die Liquiditätskrise in den USA, welche vor knapp zwei Wochen am 16. September begann und noch immer nicht eingedämmt ist. Selbst mit dem Einsatz von bald 250 Milliarden Dollar stieg die Overnight GC Repo Rate plötzlich wieder an. Zum Verständnis des Gesamtzusammenhangs ist es wichtig, die Entstehung dieses Problems zu kennen. Wir haben es mit den Auswirkungen des Quantitaive Easing QE zu tun, welches ab 2015 durch das QT Quantitative Tightening wieder zurückgeführt werden sollte. Zunächst wurde also eine gigantische Menge an Geld dem System an Liquidität zugeführt und anschließend wieder entzogen. Dieser Prozess sollte noch bis Ende Oktober anhalten, doch wie so oft bei einem Drogenentzug tauchten völlig überraschend große Probleme auf. Es lief eben nicht alles nach Plan in dieser Planwirtschaft und die Liquiditätskrise vom 16. September machte einen großen Strich durch diese Milchmädchenrechnung. Die Geister, welche man in der ersten Finanzkrise rief, wollen partout nicht mehr verschwinden. Sie ziehen gerade das gesamte Finanzsystem in ein gigantisches Schwarzes Loch hinein. Das weitere Drucken von Geld bringt nichts mehr und in der Wirtschaftsgeschichte der letzten 500 Jahre war dies immer der Anfang vom Ende. Man hat inzwischen den eigentlichen Trick des Gelddruckens entweder völlig vergessen oder durch eine falsche Ausbildung an den Universitäten nie ganz richtig verstanden. Unter wirtschaftlich einigermaßen noch vernünftigen Bedingungen würde dieser faule Zauber der amerikanischen Zentralbank Federal Reserve vielleicht gerade noch funktionieren. Doch unter den aktuellen realwirtschaftlichen Bedingungen auf der gesamten Welt, funktioniert das nicht einmal mehr theoretisch. In der Praxis hat man es hier mit einer mehr umkehrbaren exponentiellen Funktion zu tun und die führt relativ rasch zur Auslöschung des alten Finanzsystems. Die einzige noch offene 1 Milliarde Euro Frage ist lediglich die nach den Namen der hier herumirrenden klammen Zombies. Denn ab dem Zeitpunkt des Auftauchens dieser Pleitekandidaten haben Sie vielleicht gerade noch 24 Stunden Zeit ihre Bankgeschäfte zu regeln. Danach friert alles ein!

 

Spiegel-Online berichtet heute über den Rücktritt von Sabine Lautenschläger von ihrem Posten bei der EZB. Die Hamburger verschweigen jedoch den eigentlichen Hintergrund dieses Abgangs. Sie hat die Sinnlosigkeit der Wiederaufnahme der Anleihenkäufe in Europa schon etwas länger erkannt und sie stimmte erst noch kürzlich nicht als einzige in der EZB gegen diese Maßnahme. In Europa sieht es wirtschaftlich noch schlechter aus als in den USA und der Zaubertrick mit dem Drucken frischen Geldes funktioniert hier deshalb noch weniger gut als in den USA. Sicherlich kann man damit noch etwas Zeit herausschinden, aber der anschließende Knall wird dadurch nur noch lauter.

 

In China verloren gestern die Börsen ihre Gewinne vom Vortag wieder und in Europa sackten die Aktienkurse ebenfalls deutlich ab. Nur an der Wall Street legten gestern die Aktien wieder durch diverse falsche Meldungen (d.h. wirtschaftlich völlig unbegründet) zu. Wie wir uns künftig durch das Zurufen von Märchen ernähren sollen, erschließt sich mir noch immer nicht.

 

Die Kryptowährungen bilden bei 221 Milliarden Dollar vielleicht einen neuen Boden aus, aber das ist noch nicht ganz sicher. Das Silber hängt mit 527 Euro pro Kilo wieder in den Seilen und Gold wurde mit 1.508 Dollar pro Unze schon wieder geplättet. Der WTI-Ölpreis nähert sich mit 56,41 Dollar pro Fass wieder seinem Ausgangswert an und ich rechne deshalb alsbald mit der ersten Atombombenexplosion im Nahen Osten. Nur auf diese Weise lässt sich der Ölpreis noch auf die von Saudi-Arabien geforderten 65 Dollar pro Fass für den Börsengang von Aramco erhöhen.

 

Sie sollten sich deshalb gerade für den nächsten Winter wie ein Hamster noch einige Notvorräte anlegen, denn das kann in diesem kritischen absolut nichts schaden. Außerdem sollten Sie Ihre nähere Umgebung schon einmal etwas genauer auskundschaften. Noch gibt es nämlich in den Wäldern genügend Abfallholz, welches keiner augenblicklich haben möchte. Im Notfall ist es jedoch sehr gut zu wissen, wo sich diese Bestände genau befinden. Wenn irgendwann alle frieren ist das Brennholz nämlich schnell weg und die Suche nach unbekannten Beständen kostet dann unnötige Energie, welche Sie heute noch im Überfluss haben.

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