Privacy Policy Der Handelskrieg mit China wird wohl noch etwas länger andauern | AG News

Der Handelskrieg mit China wird wohl noch etwas länger andauern

Der schon viel zu oft angekündigte Handelsdeal der USA mit China ist nun, falls er jemals auch nur ansatzweise existierte, komplett erledigt. Die neuesten Meldungen von Bloomberg bestätigen nämlich, dass Donald Trump das neue Gesetz zur Unterstützung der Demonstranten in Hongkong wohl unterschreiben wird. Dieser Gesetzesvorschlag wurde gestern vom Senat an das Repräsentantenhaus weitergeleitet, welches es mit nur einer einzigen Gegenstimme bestätigte. Das könnte die Konfrontation zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten wieder ordentlich anheizen. Donald Trump steckt jetzt in einer richtigen Zwickmühle, weil sein Veto gegen dieses Gesetz sofort vom Repräsentantenhaus zurückgewiesen werden könnte. Falls er es aber tatsächlich unterzeichnen sollte, dann würde er seine eigenen Verhandlungen torpedieren und auch die Aktienkurse gefährde, welche sich bislang an dem Strohhalm eines Handelsdeals festhielten. Würde er jedoch nicht unterschreiben, dann könnte es ihm als Schwäche gegenüber China ausgelegt werden, was im beginnenden Wahlkampf auch nicht gerade optimal wäre. Die US-Futures sind in der letzten Nacht jedenfalls schon einmal deutlich eingebrochen und auch von ihnen bzw. den US-Aktien hat sich Trump unnötigerweise abhängig gemacht. Sie sagen nämlich nur wenig über den tatsächlichen Zustand der Wirtschaft aus, welcher alles andere als großartig ist.

Mit diesem neuen Gesetz will man der Bevölkerung in Hongkong die amerikanische Solidarität kundtun und der republikanische Abgeordnete im Repräsentantenhaus Chris Smith arbeitete scheinbar bereits seit den Protesten im Jahr 2014 an dessen Entwurf. China hatte bereits gestern Vergeltung angedroht, als das Gesetz zunächst im Senat beschlossen wurde. Die Aktienkurse sanken deshalb gestern sowohl in den USA als auch in China. An der Wall Street kümmerten sich dann aber die üblichen Verdächtigen darum, dass die Aktienkurse bis zum Börsenschluss wieder richtig frisiert waren. Dennoch wurden gestern keine neuen Höchstwerte an den US-Börsen realisiert. Dieser ganze jüngste Aktienaufschwung steht ohnehin nur auf sehr tönernen Füßen und eine Zuspitzung des Handelskriegs wäre so ziemlich das Letzte, was die äußerst fragilen Märkte in diesen Tagen benötigen. Weil sowohl China als auch die USA wirtschaftlich komplett mit dem Rücken zur Wand stehen und jede kleinere Bewegung die große Finanzkrise auslösen könnte, darf man davon ausgehen, dass beide lieber noch geraume Zeit direkt am Abgrund entlang wandeln werden, bis es einfach nicht mehr länger geht. Die vollmundige Vergeltung aus Peking dürfte deshalb nur aus bösen Worten bestehen, welchen zumindest vorerst noch keine Taten folgen werden.

Weil jedoch die Zeit für alle Machthabenden auf beiden Seiten drängt, wird es spätestens im ersten Quartal 2020 zu einer Entscheidung kommen müssen. Schließlich hat man sich eine monströse Wirtschaftskrise erschaffen, welche sämtliche Machtstrukturen zerstören könnte, wenn man nicht rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ihrer Begrenzung ergreift. Eine der ersten aktiven Maßnahmen hierzu ist die flächendeckende Einführung der negativen Zinsen auf alle Guthaben. Und das zeichnet sich schon seit einigen Wochen ab. Weil es aber nichts mehr bringen wird, was unsere Finanzgenies aber wieder einmal nicht wissen, müssen rasch noch andere Mittel zum Einsatz gelangen. Das Impeachment-Verfahren ist übrigens auch mehr oder minder schon im Ansatz vollkommen gescheitert und man muss sich wirklich fragen, wie man es ohne heftigen Drogenkonsum heute noch in unseren Leitmedien in den Schlagzeilen präsentieren kann. Man muss also ganz dringend etwas Neues erfinden, sonst hat man demnächst gar nichts mehr zu berichten! Dies käme einer vorzeitigen Kapitulation gleich und das wird man uns nicht zugestehen.

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