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Der Kreditzyklus verursacht die Auf- und Abschwünge in der Wirtschaft

Erfindungen haben bekanntlich einen langfristigen Einfluss auf den Wirtschaftszyklus und man nennt diesen Vorgang nach seinem Entdecker Nikolai D. Kondratieff auch den Kondratieff-Zyklus. Wir müssten deshalb eigentlich seit dem Anfang der neunziger Jahre einen kontinuierlichen Aufschwung durch die kommerzielle Nutzung des Internets sehen, aber in Wirklichkeit hatten wir in diesem Zeitraum mehr als ein halbes Dutzend Auf- und Abschwünge. Und damit nicht genug, zogen sie uns jedes Mal wirtschaftlich nach unten, obgleich wir gerade jetzt erst die volle Blüte dieser Technologie erleben dürfen.

Das liegt aber nicht etwa daran, dass es den Kondratieff-Zyklus nicht geben würde. Er ist lediglich ein langfristiger und damit schwacher Zyklus, welcher vom Kreditzyklus vollständig dominiert wird. Ein Kreditzyklus entsteht immer nach der Ausgabe einer neuen Währung. In Deutschland begann zum Beispiel mit der Einführung der D-Mark 1948 ein neuer Kreditzyklus, welcher an Silvester 2001 bekanntlich jäh endete. Eigentlich hätte die Reichsmark mit dem Ende des Dritten Reichs untergehen müssen, aber einige unserer Politiker hatten vor langer Zeit das Recht zur staatlichen Geldschöpfung an die privaten Zentralbanken verschenkt. Die Reichsbank war eine jener privat betriebenen Zentralbanken und sie zog durch eine ungerechtfertigte Hyperinflation im Jahr 1923 den Deutschen das ganze Vermögen aus der Tasche, um die Schulden des Ersten Weltkriegs zumindest teilweise zu begleichen. Denn auch 1918 hätte nach Kriegsende die Währung in wertlosen Flammen aufgehen müssen, wenn es eine staatliche Währung gewesen wäre.

Die D-Mark war 2001 nicht mehr sehr viel wert und musste deshalb durch ein neues Währungskonstrukt abgelöst werden und das war der Euro. Es handelte sich um eine verdeckte Währungsreform, bei welchem sich der Wert der D-Mark halbierte. Damit begann ein neuer Kreditzyklus, welcher sich 2019 schon wieder in seinen letzten Zügen befindet. Der Start verlief relativ gut, aber 2012 war mit der Eurokrise schon wieder die heiße Luft der neuen Währung verbraucht. Denn in fast allen Ländern der Welt wurden nach dem Zweiten Weltkrieg Zentralbanken etabliert und alle verwendeten immer nur den gleichen Trick des Geldbetrugs. Sie druckten Geld ohne Ende, welches zunächst die Wirtschaft stimulierte und sie schließlich das Gegenteil bewirkte. Es war deshalb in den fünfziger Jahren kein Wirtschaftswunder im Gange, sondern nur eine Geld-Illusion. Würde man die Geldmenge exakt auf die Wirtschaftsleistung eines Landes begrenzen, dann wäre eine solche Währung sogar stabil. Aber das war und ist nicht gewollt, weil die Zentralbanken mit der Geldentwertung durch die Inflation sehr viel verdienen (stehlen) können. Auf diese Art und Weise sind die ganzen Vermögen in den USA und später auf der ganzen Welt entstanden. Hätte man dies alles mühsam erarbeiten müssen, dann gäbe es heute nur ein paar Millionäre, aber keine Milliardäre oder gar Billionäre. Dazu ist ein Menschenleben viel zu kurz und durch das Vererben wären diese Vermögen immer wieder reduziert worden.

Augenblicklich befinden wir uns am Ende des ersten globalen Kreditzyklus, d.h. alle Währungen der Welt müssen demnächst neu aufgelegt werden, weil sie kaum noch etwas wert sind. Das wird mit dem alten Finanzsystem nicht mehr funktionieren, weil die Gegner des bisherigen Geldsystems die Krypto-Währungen auf die Beine stellten. Insofern weiß man noch nicht ganz genau, was in der zweiten Jahreshälfte 2019 passieren wird. Aber es wird etwas passieren müssen und wir werden dabei alle etwas von unserem Wohlstand verlieren.

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