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Der Krieg der USA gegen Venezuela und den Iran

Die USA versuchen schon lange und beharrlich den iranischen Einfluss in Venezuela und in Südamerika zu unterwandern. Doch die Erfolge bleiben zunehmend aus. Neu ist in diesem Zusammenhang lediglich, dass man in diesem Zusammenhang öffentlich vom Kampf gegen den Terror sowie das organisierte Verbrechen spricht. Denn in Wirklichkeit verhält es sich fast genau umgekehrt. Washington erklärte die iranischen Revolutionsgarden kurzerhand zu einer terroristischen Vereinigung und ermittelte seit einem halben Jahr seitens des US-Justizministeriums gegen die Hisbollah, welche als Verbündeter des Irans angesehen wird. Man wirft ihr die Beteiligung am Drogenhandel in Südamerika vor, welches durchaus möglich ist. Denn im internationalen Drogenhandel mischt so ziemlich alles mit, was Rang und Namen hat.

Im Drogenhandel gibt es kaum konjunkturelle Schwankungen, sondern immer nur Wachstum. Das hängt volkswirtschaftlich damit zusammen, dass es sich um oligopolistische Strukturen handelt, welche für hohe Renditen sorgen. Der internationale Drogenhandel wurde bereits im 17. Jahrhundert industrialisiert und professionalisiert. Ganze Familiendynastien haben ihren Reichtum damit geschaffen und in der Volkswirtschaftslehre werden die wichtigsten Gesetze des Drogen- und Menschenhandels durch ihren berühmtesten akademischen Protagonisten bis zum heutigen Tag gelehrt. Außerdem wäre ohne den Drogenhandel die Weltwirtschaft im Jahr 2001 kollabiert. Er ist seit Jahrhunderten das wuchernde Krebsgeschwür der Weltwirtschaft und deshalb ist der Kampf gegen die Drogen oder auch den Terror eine reine Farce. Alle wichtigen Länder der Welt sind an ihm beteiligt und deshalb geht es in den gespielten Auseinandersetzungen immer nur um Marktanteile aber niemals gegen den Drogenhandel selbst. Wer wegen Drogenhandels verurteilt wird, der wollte lediglich auf eigene Rechnung Geld verdienen und da versteht das Kartell keinen Spaß. Wer sich jedoch an die ungeschriebenen Regeln hält, der kann mitten in der Stadt unter den Augen der Polizei seinen Drogengeschäften unbehelligt nachgehen.

Während der russische Einfluss in Südamerika nach dem Untergang der Sowjetunion abnahm, weitete ihn China in den letzten Jahren deutlich aus. Russland ist heute nur noch in Venezuela, Bolivien, Nicaragua und Kuba engagiert. China baut mit seinem Projekt der neuen Seidenstraße hingegen seinen Machteinfluss überall auf der Welt aus, und zwar nicht in erster Linie im Drogen- und Menschenhandel. Denn China war das erste große Land der Welt, welches im 19. Jahrhundert vom westlichen Drogenhandel absichtlich schwer geschädigt wurde. Davon zeugen noch heute in den Geschichtsbüchern die zwei Opiumkriege, welche allerdings nicht näher erläutert werden. Wir können deshalb fest damit rechnen, dass China alsbald ebenfalls von den USA als terroristisch eingestuft wird, falls Washington noch die dafür notwendige Zeit verbleibt.

Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass der Iran im Gegensatz zu fast allen Ländern der Welt (inklusive Venezuela) keine von außen gesteuerte Zentralbank besitzt. Diese Tatsache ist für die Bekämpfung durch die USA verantwortlich und nicht etwa der Terrorismus.

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