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Der Ölpreis wurde bombardiert

Am 15. September 2019: Wie bereits mehrfach in diesem Blog geschildert, wollte der WTI-Ölpreis nicht wie geplant ansteigen. Er tat dies jedes Jahr in der letzten Augustwoche, egal wie tief er zuvor abgestürzt war. Doch in diesem Jahr funktionierten sämtliche gängigen Tricks nicht mehr. Er bekam einfach den Hintern nicht mehr hoch und immer dann, wenn alles nichts mehr nützt, kommt die pure Gewalt zum Einsatz. Gestern waren es noch die Huthi-Rebellen, welche Teile der Ölförderungsanlagen in Saudi-Arabien mit einem Drohnenangriff lahmlegten. Dies wird morgen schon die Ölpreise deutlich ansteigen lassen, aber heute sind es laut Außenminister Mike Pompeo schon wieder ganz andere Widersacher gewesen. Nachdem in der letzten Woche Scharfmacher John Bolton gefeuert wurde, um nicht mehr den Verhandlungen mit dem Iran im Weg zu stehen, springt prompt der amerikanische Außenminister als Ersatzspieler ein.

In Wirklichkeit geht es um den geplanten Börsengang des saudi-arabischen Ölgiganten ARAMCO, welcher jetzt scheinbar selbst mit den eigenen Bomben auf die eigenen Förderanlagen durchgesetzt werden soll. Das hört sich nicht gerade solide an, aber die einstmals reichen Scheichs stehen wie auch wir vor einem gewaltigen wirtschaftlichen Problem. Nachdem es im ersten Anlauf mit dem Beschuss von Öltankern, welche das eigene Erdöl beförderten, nicht klappte, ist man jetzt wohl komplett übergeschnappt. In der wackligen Hütte der Weltwirtschaft sollte man tunlichst die Füße stillhalten. Doch damit hat man einen großen Teil des Dachs dieser Hütte einfach mit Drohnen weggeblasen. Das Erdöl ist das Schmiermittel der Weltwirtschaft und höhere Ölpreise geben ihr den Rest.

Das ist ein sehr riskantes Spiel, welches die Saudis angepfiffen haben und es könnte damit enden, dass sie von ihrem Ölthron gestürzt werden könnten!

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