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Der Rubikon ist überschritten – letzte Warnung vor der Krise aller Krisen

Am 22. Juni 2019: Die große Krise von 2019 hat mittlerweile eine Dynamik erreicht, welche selbst mich überrascht. Ich beobachte diese Mutter aller Krisen seit ihrem ersten geballten Auftreten im Mai 2001. Man kann deshalb durchaus sagen, dass ich mich damit inzwischen ziemlich gut auskenne. Wir haben es nun mit dem Ausbruch der zweiten Finanzkrise zu tun, dessen Wucht das alte Finanzsystem zerbrechen wird. Und zwar nicht irgendwann, sondern spätestens in diesem Herbst. Wir haben jetzt Sommer und deshalb ist das ein sehr überschaubarer Zeitraum, insbesondere wenn man sich noch darauf vorbereiten möchte.  Doch der Großteil Ihres Vermögens ist zum jetzigen Zeitpunkt weg, aber einem Neuanfang steht wie immer nichts mehr im Weg. Man sollte es sportlich sehen, sonst könnte es böse enden. Das Endspiel zu dieser Katastrophe begann im Februar 2018 und aktuell befinden wir uns im Endspiel. Allein schon aufgrund dieser zeitlichen Dimensionen sollte auch kleinen Geistern einleuchten, dass wir es hier mit einem außerordentlichen wirtschaftlichen Einschnitt zu tun haben werden.

In Hongkong gingen zum dritten Mal in dieser Woche am Freitag die vorwiegend jungen Demonstranten erneut auf die Straßen. Sie fordern den Rücktritt der Regierungschefin Carrie Lam. Mit dabei war auch der noch sehr junge Joshua Wong, welcher 2014 die Regenschirm-Demonstrationen organisierte und bis vor kurzem  noch im Gefängnis saß. Er riskiert mit seiner Anwesenheit eine erneute Inhaftierung, will aber seinen Prinzipien weiterhin treu bleiben. Daraus kann man die Nachhaltigkeit dieser Bewegung ersehen, welche auf dem gleichen Niveau wie die der Gelbwesten in Frankreich liegen dürfte. Diese sind heute zum 32. Mal in Paris unterwegs. Das Jahr 2019 ist wie 1989 ein Jahr der Veränderungen und dieses Mal ist nicht nur China dran. Es wird zu einem weltweiten politischen Wechsel kommen, weil das alte System auseinander bricht. In Kanada rief Premierminister Justin Trudeau am vergangenen Montag den Klimanotstand aus und erteilte am Dienstag eiskalt die Baugenehmigung für eine Pipeline zu den kanadischen Schieferölvorkommen. Dies charakterisiert unser bisheriges System am besten, welches eine hundertprozentige Raubwirtschaft war.

Unterdessen ging natürlich auch die Bankenkrise in China munter weiter. Der chinesische SHIBOR (das ist das Gegenstück zum berühmt-berüchtigten LIBOR, also dem Zinssatz, welchen die Banken untereinander in China verlangen) sank auf 1,11 % ab. Er nähert sich dabei den niedrigen Werten aus der Zeit der Finanzkrise von 2008 und das ist kein gutes Zeichen. Dieser Zinssatz müsste in einem gesunden wirtschaftlichen Umfeld viel höher liegen. Weil es sich beim chinesischen Finanzsystem mit 40 Billionen Dollar Umfang um das größte der Welt handelt, ist Vorsicht geboten. Solange keine Außerirdischen landen und Vorräte für deren Schiffe Warenvorräte einkaufen müssen, ist keine Belebung der Weltwirtschaft zu erwarten. Ganz im Gegenteil. Die chinesische Finanzbombe steht also kurz vor der Explosion und sie wird einen verheerenden Flurschaden anrichten. Vor allem wird sie aber die politischen Verhältnisse in China verändern. Womit wir auch schon beim nächsten Thema angelangt wären.

Die chinesischen Aktien haben trotz oder gerade wegen der Bankenkrise eine großartige Woche hinter sich. Der Shanghai Composite Aktienindex steht wieder bei knapp 3.000 und das ist nur den Spendierhosen der Zentralbanken zu verdanken, welche in den letzten Tagen wieder die Geldschleusen öffneten. Dies sorgte auch auf den europäischen Aktienmärkten für eine kräftige Belebung, von welcher Italien überdurchschnittlich profitieren konnte. Spanien hatte dagegen überhaupt nichts davon. Auch die US-Aktienmärkte lieben die Kriegstrommel über alles auf der Welt. Ihnen gefallen zudem die schlechten wirtschaftlichen Aussichten in den USA und die vagen Versprechungen der amerikanischen Zentralbank FED. Jeder vernünftige Mensch würde deshalb seine Finger davon lassen, aber er bekäme keinen Job als Börsenhändler. Die US-Aktien stiegen erneut bis zum Börsenschluss in Europa steil an, um dann später wieder etwas abzufallen. Trotzdem befindet sich der S&P 500 auf dem direkten Weg zum besten Juni seit 1995. Und auch der Dow durchbrach seine Widerstandslinie mit einem Bestwert aus dem Januar 2018 von unten kommend, was unter normalen Verhältnissen ein gutes Omen wäre. Der US-Dollar hatte eine schlechte zweite Wochenhälfte hinter sich und sank unter seinen gleitenden 200-Tagesmittelwert ab, welches weitere Kursverluste andeutet. Im Gegensatz zum amerikanischen Dollar stieg der chinesische Yuan wieder an, welches als normal einzustufen ist.

Anders verhält es sich mit dem Gesamtmarkt der Kryptowährungen, welcher einen ordentlichen Sprung vorne macht und bei 322 Milliarden Dollar landete. Sein Wachstum nimmt besorgniserregend zu und weil er wie ein schwarzes Loch die alten Währungen einsammelt, wird er bald seinen Job erledigt haben. Der Bitcoin kostet erstmals wieder mehr als 10.000 Dollar, und zwar exakt 10.740 Dollar. Auch Ethereum machte einen Satz auf 306 Dollar und Litecoin stieg leicht auf 141 Dollar an. Wir befinden uns damit jetzt wieder im Blasenbereich und diese Bitcoin-Blase verfügt dieses Mal über einen Turbolader, welcher in der Vergangenheit kein Auge trocken ließ. Silber ist mit 432 Euro pro Kilo noch das einzige Schnäppchen, denn auch Gold befindet sich mit 1.399 Dollar pro Unze schon hinter der Krisenschwelle. Es wird deshalb vermehrt gekauft, weil die Zinsen für die Staatsanleihen wie bereits erwähnt sinken und man deshalb lieber in das sichere aber zinslose Gold investiert. Der WTI-Ölpreis steht bei 57,43 Dollar und sobald die Kriegstrommel nicht mehr gerührt werden darf, könnte ihn der Blitz der realen Nachfrage vernichtend treffen. Es kommen jetzt mehrere Dinge zeitgleich zusammen, welche man nicht treffen möchte, selbst wenn man sie vollkommen alleine antreffen würde.

Zu diesem Zeitpunkt im Verlauf dieser Wirtschaftskrise kann man sich nur noch von den weltlichen Dingen in Ruhe verabschieden und sich geistig auf die nachfolgenden Zeiten vorbereiten. Die beste Krisenvorbereitung war schon immer die, sich mit genügend Wissen zu versorgen. Die Möglichkeit besteht jetzt nur noch zeitlich sehr eingeschränkt. Von seinem Vermögen kann man jetzt nichts mehr in Sicherheit bringen. Genießen Sie deshalb noch den Sommer und sparen Sie nichts mehr. Gönnen Sie sich etwas, denn das kann Ihnen niemand mehr nehmen. Verlassen Sie aber tunlichst Deutschland nicht mehr. Sie könnten sonst im schlimmsten Fall vollkommen auf dem Trockenen sitzen.

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