Privacy Policy Der Tag an dem das Finanzsystem zerbrach | AG News

Der Tag an dem das Finanzsystem zerbrach

Den vergangenen Dienstag sollten Sie sich unbedingt merken. Es war der Tag, an welchem das Finanzsystem zerbrach. Bis zum Dienstag konnte man aus den Datenmengen noch eine wirtschaftliche Entwicklung erkennen.

Doch die ist seit gestern komplett vom Bildschirm verschwunden. Wir befinden uns damit im freien Fall zwischen dem alten Finanzsystem und dem harten Boden der wirtschaftlichen Realität.

Und die sieht weiterhin nicht gut aus. Japan meldete gestern seine Exportzahlen für den April. Diese befinden sich zwar noch längst nicht auf den Niveaus der ersten Finanzkrise von 2008, aber die Richtung ist ganz unverkennbar.

Denn dort ist längst Südkorea unterwegs, welches in den ersten 20 Tagen des Monats Mai trotz Wiedereröffnung der Wirtschaft keine Trendwende erzielen konnte.

Ganz im Gegenteil. Die Exportzahlen Südkoreas sind bereits schlechter als in der ersten Finanzkrise und das sollten sich die Leitmedien in Deutschland endlich zu Gemüte führen.

Der Spiegel behauptet heute in seinem Newsletter ganz dreist, dass die Mehrheit der Deutschen den EU-Rettungspakt befürwortet. Das ist nur in völliger Unkenntnis der Sachlage möglich.

Selbst der amerikanische Vermögensberater Phoenix Capital empfiehlt inzwischen die Geldanlage in Silber und anderen Edelmetallen. Er rechnet eine höhere Rendite als bei den Aktien vor, für welche er 12 Jahre lang unermüdlich die Trommel rührte.

Die geistige Wende trat bei ihm auch erst in diesem Monat ein. Sie sollten es ihm tunlichst nachtun, aber kein Geld in Edelmetallen mehr anlegen. Dieser Zug ist im Februar endgültig abgefahren!

An der Viren-Front geht es mit 20.000 Infizierte in Brasilien an einem einzigen Tag unvermindert weiter. Wo unsere deutschen Leitmedien noch Plätze für einen Sommerurlaub der Deutschen gefunden haben wollen, ist mir absolut schleierhaft.

Es gibt kein einziges sicheres Urlaubsland mehr. Nicht einmal Bayern, auch wenn Herr Söder das wieder einmal ganz anders sieht.

Sicherlich könnte man heute noch weitaus mehr Schwachsinn aufzählen, aber das bringt Ihnen und mir nichts.

Entscheidend ist es jetzt, eine klare Linie in diesem Chaos zu finden und deshalb folgen zwei Beispiele, welche nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen sind.

Am Dienstag war ich beim Arzt und durfte zunächst nicht einmal die Praxis betreten. Bei diesem Versuch wurden die meisten gleich das erste Mal angeschnauzt. Man wartete also draußen auf der Straße und zum Glück war das Wetter sehr gut.

Als ich dann 45 Minuten später endlich drinnen war, sollte ich etwas völlig sinnloses tun, welches ich schon seit zwei Jahren anscheinend vergeblich mehrfach mit dem Arzt besprochen habe. Aber keiner notierte sich das offensichtlich für die Zukunft.

In dieser Branche lernt man scheinbar nur ungern hinzu, weil man die dummen Schafe einfach weiterhin blöken lässt.

Am Dienstag war es aber nicht nur sinnlos, sondern auch noch gefährlich, weil sich das Corona-Virus auf diesem Gerät schon in freudiger Erwartung den Lippenstift nachzog, weil es mich gleich küssen wollte.

Ich weigerte mich und dann ging für 9 Sekunden eine sehenswerte Muppet Show los, welche ich geduldig über mich ergehen ließ. Ich weigerte mich trotzdem und dann dauerte die zweite Folge der Muppets nur noch 5 Sekunden.

Dann war Ruhe im Saustall. Ich warte doch nicht fast eine Stunde auf der Straße stehend wegen des Corona-Virus und küsse es dann auf die Stirn!

Mein Wunsch wurde dann plötzlich respektiert und alle waren freundlicher als jemals zuvor in den letzten beiden Jahren.

Die anderen Wartenden machten aber ohne Widerspruch bei diesem Schnickschnack mit und es ist nicht überliefert, wer alles einen bleibenden Knutschfleck davontrug.

Und dafür standen sie sehr geduldig noch viel länger an, als ich.

Doch auf diese Weise wird sich niemals etwas ändern. Man muss nicht bei Demonstrationen auf die Straße gehen, weil diese im besten Fall nur die eigene Gesundheit gefährden.

Aber gerade bei den Ärzten ist  es sehr wichtig, deren Grenzen ganz klar aufzuzeigen und sie auch ruhig ganz offen zu kritisieren, wenn das notwendig ist. Sie mögen das natürlich nicht, aber sie müssen das einfach noch lernen.

Denn so wie bislang geht das einfach nicht mehr weiter! 

Das zweite Beispiel ist etwas heftiger und begann im Supermarkt beim Griff in die Kühltruhe, als eine Mitschülerin aus der Oberstufe wie aus dem Nichts auftauchte mir vorwarf, dass sie noch heute unter den psychischen Folgen des Englischunterrichts leiden würde.

Mir war das nie bewusst gewesen, weil ich eigentlich derjenige sein müsste, welche heute darunter leiden müsste. Denn die Geschichte begab sich wie folgt:

Zu Beginn der Oberstufe bekamen wir einen neuen Englischlehrer.

Und der sah aus wie Jack Nicholson, hatte die gleiche Stimme wie der berühmte Schauspieler und auch noch ein ähnlich irres Grinsen im Gesicht, wenn er einen mit einer Frage in die Enge getrieben hatte.

Darauf hatte ich vom ersten Tag an keine Lust und kaufte mir deshalb kurzerhand in meiner Lieblingsbuchhandlung ein ganz schweres Geschütz. Die Verkäuferin meinte noch, ich sähe doch so jung aus, ob ich schon Anglistik studieren würde? 

Ich hatte mir nämlich das umfangreichste Langenscheidt Wörterbuch für Englisch gekauft mit einem Umfang von schlappen 500 Seiten. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich das vollständig eingescannt und das wusste er natürlich nicht.

Es dauerte deshalb nicht besonders lange und er biss bei mir auf steinharten Granit. Er hatte keinerlei Chance und das führte dazu, dass wir über drei Jahre hinweg ein hartes Zwiegespräch führten bei welchem die restlichen 16 Schülerinnen und drei Schüler nur noch als Statisten fungierten.

Es gab Schulstunden in welchen er mir mehr als die Hälfte der Zeit widmete und der Rest der Klasse zitterte, dass sich sein Bannstrahl ganz schnell auf sie richten könnte.

Das führte anscheinend zu extremen psychologischen Belastungen bei den anderen Mitschülern, welches mir natürlich überhaupt  nicht bewusst war. Denn ich war halt nie kleinzukriegen und das begann zum Leidwesen meiner Eltern schon im Kindergarten.

Ich fand diese Veranstaltung im Gymnasium auch nicht gerade als ziemlich erquicklich, aber ich profitierte durch diesen Privatunterricht enorm.

Nachdem ich Jahrzehnte später einem australischen Kunden eine private Stadtführung durch Köln zukommen liess, fragte mich dessen Geschäftsführer in Deutschland:

Wo haben sie nur so gut Englisch gelernt?

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