Privacy Policy Der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinn nach dem Corona-Virus – AG News

Der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinn nach dem Corona-Virus

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Neben der Schädigung der Lungen kann das Corona-Virus aus Wuhan auch noch den Geruchs- bzw. Geschmackssinn ausschalten.

Inzwischen ist den Experten auch klar geworden, dass dieser Zustand für eine ziemlich lange Zeit andauern kann.

Erstmals entdeckt wurde dieser Effekt im März 2020. Zu jenem Zeitpunkt dachte man noch, dass der Verlust dieser Sinne nur ein Symptom dieser Krankheit wäre.

Manche behaupteten sogar, dass man daran asymptomatische Überträger dieser Krankheit erkennen könne.

Eine neue Studie zeigte aber, dass der Verlust dieser beiden Sinne für längere Zeit anhalten kann oder sogar zu einer dauerhaften Fehlfunktion führen kann.

Corona-Patienten verlieren ihre Fähigkeit zu riechen und zu schmecken!

Die Studie wurde im April in den europäischen Archiven von „Oto-Rhino-Laryngology“ veröffentlicht, welche sich mit 417 Patienten beschäftigte, welche an milden bis gemäßigten Ausbrüchen von SARS-CoV-2 litten. 

Die Forscher fanden dabei heraus, dass 88 % an Fehlfunktionen des Geschmackssinns und 86 % an Fehlfunktionen des Geruchssinns litten.

Entscheidender war jedoch die Tatsache, dass die meisten Patienten auch nach ihrer Genesung weiterhin nicht mehr schmecken oder riechen konnten.

Der Verlust dieser beiden Sinne hat die Beziehung einiger Überlebender zu Lebensmitteln, der Umwelt oder zu anderen Menschen in Mitleidenschaft gezogen. Dies hat den Verlauf ihrer Gesundung erschwert.

Matt Newey zum Beispiel erholte sich im März 2020 vom Corona-Virus und als er die Wohnung seiner verstorbenen Großmutter Ende April auflöste, überkamen ihn seine Gefühle.

Er wollte deshalb nach dem Parfüm seiner Großmutter greifen, aber er konnte den Duft nicht riechen.

Dabei wollte er sich über den Geruch nur noch einmal an sie erinnern, aber das ging nun nicht mehr und das war frustrierend.

Der Verlust dieser beiden Sinne führte bei ihm auch noch dazu, dass ihm sein Essen nicht mehr schmeckte und er dadurch 7,5 Kilo abnahm.

Er habe mitunter bis zu anderthalb Tage nichts gegessen, weil sich sein Magen gar nicht mehr meldete und Hungergefühle anzeigte.

Für die Krankenschwester Lisa Montoya, die sich im März eine milde Corona-Infektion zuzog, war es vor allem ihr Geruchssinn, welcher ihr die Freude an ihrem täglichen Ritual, dem Mahlen von Kaffee, verdarb.

„Ich liebe den Geruch von Kaffee am Morgen, weil er mich wach macht und erfrischt“, sagte sie in einem Interview. Hinzu kam dann auch noch, dass sie die Rosen ihrer Stieftochter zum Muttertag ebenfalls nicht mehr am Geruch wahrnehmen konnte.

Doch den Überlebenden dieser Krankheit wie Lisa Montoya drohen nach eigenen Angaben noch ganz andere Gefahren, weil sie zum Beispiel verdorbene Lebensmittel gar nicht mehr am schlechten Geruch wahrnehmen können. 

Newey zum Beispiel bekam eine leicht nachzuvollziehende Angst, als er die Pfannkuchen seiner Schwester nicht mehr roch, weil er dann natürlich auch keinen Brand- oder Gasgeruch mehr wahrnehmen konnte. 

Virale Infektionen können ein Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns zur Folge haben!

Dass das Corona-Virus solche Folgen haben kann, ist für Experten keine Überraschung.

Nach Angaben von Dr. Claire Hopkins,  der Präsidentin der British Rhinological Society und Dr. Nirmal Kumar, dem Präsidenten von ENT UK, verlieren ungefähr 40 % aller Erwachsenen aufgrund einer viralen Infektion ihren Geruchs- und Geschmackssinn!

Selbst die Viren einer ganz gewöhnlichen Erkältung können auch nach der Erkrankung zu einem solchen Verlust führen und über 200 unterschiedliche Viren können im oberen Atemtrakt Infektionen auslösen!

10 bis 15 % aller Fälle werden den Corona-Viren zugeordnet und deshalb sollte es einen auch gar nicht wundern, dass auch das neueste Corona-Virus keine Ausnahme bildet.

Nach Aussage von Carl Philpott von „Fifth Sense“, einer Wohltätigkeitsorganisation für Menschen, welche einen Teil ihrer Sinnesorgane verloren haben, hängt der Verlust des Geschmackssinns sehr eng mit dem Versagen des Geruchssinns zusammen. 

Salz, Süßigkeiten, saures und bitteres sind alles Sinneseindrücke, welche mit der Zunge wahrgenommen werden. Und die wird seiner Meinung nach in dieser Situation nicht beeinträchtigt.

Solche Menschen glauben, sie können nur deshalb nichts mehr schmecken, weil ein großer Teil des Geschmacks mit dem Geruch verbunden ist. Doch dem ist seiner Meinung nach nicht so.

Wie die Viren aber genau diese beiden Sinnesorgane beeinflussen, ist bislang noch nicht richtig verstanden worden.

Nach Angaben der in Washington D.C. ansässigen „Taste and Smell Clinic“ (Geruchs- und Geschmacksklinik), herrscht in dieser Angelegenheit seit einigen Jahren eine große Verwirrung.

Man geht dort augenblicklich davon aus, dass selbst nach der Genesung eines Patienten weiterhin ein viraler Prozess in seiner Nase und im Mund erhalten bleibt, welcher für den Ausfall dieser beiden Sinne sorgt.

Der Geruchs- und Geschmackssinn mancher Patienten erholt sich wieder!

Für die Überlebenden des Corona-Virus, welche unter dem Verlust dieser beiden Sinne leiden, stellt sich natürlich die Frage, ob sie sie ihre Sinne irgendwann wieder zurückerhalten.

Diesbezüglich macht die obige Studie zumindest etwas Hoffnungen. Ein Viertel der Patienten konnte 14 Tage nach dem Verschwinden der Symptome des Corona-Virus auch wieder riechen und schmecken.

Doch nur Langzeitstudien können darüber Aufschluss geben, wie es sich mit den restlichen 75 % verhält.

 

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