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Der vorerst letzte Akt im Drama um die Deutsche Bank

Am 6. Juli 2019: Am Beispiel der Deutschen Bank kann man nicht nur den Niedergang dieses Kreditinstitutes beobachten, sondern auch den des ganzen Landes. Das eine hängt ganz eng mit dem anderen zusammen, doch über beides schweigen sich unsere Leitmedien weitgehend aus. Ginge es nach ihnen, dann müsste schon demnächst das Paradies auf Erden über uns hereinbrechen. Seltsam daran ist lediglich, dass man zumindest in Süddeutschland nur das genaue Gegenteil sieht, wenn man beim Autofahren nicht andauernd auf den Bildschirm seines Navigationsgerätes schaut. Spiegel-Online berichtet deshalb heute in seinem Wirtschaftsteil nur über den Abgang von Garth Ritchie beim Ableger dieser Bank in New York. Man erwähnt noch sein hohes Gehalt, welches weit über dem seines Chefs lag, mehr erfährt man aber nicht. Sollten Sie also demnächst einen relativ neuen Porsche für wenig Geld angeboten bekommen, dann sollten sie tunlichst unter die Motorhaube schauen. Denn das war Ritchie für die Deutsche Bank und deshalb verdiente er auch sein entsprechendes Salär. Ein Porsche-Motor ist auch nicht gerade billig, dafür aber die Aktie der Deutschen Bank, in der jetzt auch noch der Motor fehlt. Wie wird das wohl enden? Wer wird da noch zugreifen? Die Leitmedien verraten deshalb heute noch nicht, dass am kommenden Sonntag (oder besser gesagt morgen) das Restrukturierungsprogramm dieser Bank ohne Motor vorgestellt wird. Warum wohl an einem Sonntag und nicht unter der Woche? Weil das am Montag zu respektablen Verwerfungen am Aktienmarkt führen könnte, wenn man zum Beispiel die weiteren Entlassungen in den USA so rasch wie bei Ritchie über die Bühne bringen sollte. Es gab bereits 2016 eine ähnliche Zuspitzung der Lage, welche noch einmal nicht gerade mit den seriösesten Methoden aufgefangen werden konnte. Doch inzwischen haben die wichtigsten Investment-Kunden ihre Einlagen bei der Deutschen Bank abgezogen und jetzt werden wir wohl einen kaputten Porsche ohne Motor zu kaufen haben.

Da lobe ich mir fast schon den Iran, welcher mitten in seiner Krise in die Hände spuckt und eine Eisenbahnlinie von Teheran bis Latakia in Syrien am Mittelmeer (direkt gegenüber von Zypern) bauen will. Damit versucht man die alte Seidenstraße an ihrem westlichen Ende zu beleben, was schon vor hunderten von Jahren kein Fehler war. Dieses eigentlich sehr gute Projekt wird aber wohl alsbald von Israel und den USA attackiert werden.

Der Waffenstillstand im Handelskrieg zwischen den USA und China bröckelt nach knapp einer Woche bereits wieder, nachdem sich die Chinesen weigern, ihre Sojabohnen wieder in den USA einzukaufen. Sie fordern nicht ganz unberechtigt zunächst einmal von Donald Trump nicht nur Worte, sondern auch Taten in Sachen Huawei. Bleiben wir gleich in den USA, dem Land, in welchem die Lagerbestände neue historische Werte erreicht haben, wie bereits in den letzten großen Krisen von 2001 und 2008. Doch dieses Mal sind sie fast doppelt so hoch wie zur Jahrtausendwende. Sie resultieren aus der lockeren Geldpolitik der Zentralbanken, welche Unternehmen noch produzieren lassen, obwohl sie längst hätten aufhören sollen. Doch damit wollte man die Arbeitslosigkeit bekämpfen, welche jetzt umso kräftiger über alle Länder der Welt hereinbrechen wird.

Das stärkste Erdbeben seit Jahrzehnten hat ausgerechnet am 4. Juli den Süden Kaliforniens mit einer Stärke von 6,4 auf der Richterskala erreicht. Außerdem kam es zu 30 Nachbeben. Das USGS prognostizierte ein weiteres Erdbeben mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 % in der gleichen Größenordnung in der nächsten Woche und das nächste Erdbeben hielt sich nicht daran. Das nächste noch stärkere Beben in Südkalifornien mit der Stärke von 7,1 brach nur 12 Stunden nach der Vorhersage von Lucy Jones über diesen geschundenen Bundesstaat herein und führte dieses Mal auch zu Feuern durch geborstene Gasleitungen.

Ebenfalls mit einem langfristigen Erdbeben rechne ich in China, weil der harte Kern der Demonstranten, welche am Montag bereits das Parlament von Hongkong stürmten und verwüsteten, bereit ist, für ihren Kampf gegen das System zu sterben. Der nächste Protestmarsch ist für den kommenden Sonntag geplant und er wird nur noch schwer zu stoppen sein. Wir haben uns bereits in der EU haushoch verschulden lassen, doch in China entstand ein Schuldenmonster der Superlative. Die jungen Chinesen in Hongkong und auf dem Festland haben noch gar keine Ahnung (wie auch unsere Klimajünger) und wenn die schon nur für die Freiheit bereits zu sterben, was werden sie dann wohl noch alles tun, wenn ihre Zukunft verscherbelt wurde? Die heutige Jugend in China ist nicht mehr so leicht zu unterdrücken, wie in früheren Zeiten. In Europa ist das leider nicht mehr der Fall, aber spätestens, wenn sie ihre iPhones und Autos abgeben müssen, bekommen auch wir eine Revolution.

Eine geldpolitische Revolution der ganz neuen Art, ordnete Staatspräsident Maduro am 10. Jahrestag der Verstaatlichung der Zentralbank in Venezuela an, indem er sie verpflichtete, die von ihm im letzten Jahr ins Leben gerufene Kryptowährung Petro in allen Niederlassungen zu akzeptieren und dort auch entsprechende Automaten zu installieren. Die Inflation wütete schon in den Zeiten ihrer Verstaatlichung 2009, denn das ist der Auftrag einer Zentralbank. Sie wurde 1939 in Caracas als Zentralbank in Privatbesitz gegründet. Auch die Zentralbanken von Russland, Indien und Südafrika wurden übrigens auch schon alle verstaatlicht und haben deshalb den Druck unseres Zentralbankensystems zu spüren bekommen.

Wir kommen zum Trauerspiel der internationalen Aktienmärkte:

In China hatte sich die Euphorie über den Waffenstillstand im Handelskrieg mit den USA gestern am Aktienmarkt auch schon wieder gelegt. Die chinesischen Aktien stiegen nur noch leicht an und die aus der Manipulation mit dem Waffenstillstand entstandenen Börsengewinne sind mehrheitlich auch schon wieder verpufft. In Europa ist diese manipulierte Börsenluft ebenfalls abgekühlt, aber die Aktiengewinne sind noch fast alle vollständig da. In den USA führten die angeblich guten Zahlen am Arbeitsmarkt (mit dritten und vierten Jobs für den Durchschnittsamerikaner, damit er sich über Wasser halten kann) zunächst seltsamerweise zum Abverkauf der Aktien (in einer normalen Welt hätten sie ansteigen müssen), deren gesunkene Kurse dann aber später von den üblichen Verdächtigen wieder aufgekauft wurden, damit der Schein gewahrt werden konnte und die Kurse auf ihren hohen Niveaus verbleiben konnten. Doch in Wirklichkeit kollabierten in China, UK und den USA weiterhin die Wirtschaftsdaten und machen das Luftschloss perfekt. Der Gesamtmarkt der Kryptowährung konsolidiert heute noch immer bei 323 Milliarden Dollar und der Bitcoin kostet bei einem leicht gestiegenen Marktanteil von 62,6 % noch immer 11.357 Dollar. Der Silberpreis scheinbar zu hoch und wurde deshalb kurz vor dem Wochenende von seinem Podest gestürzt. Er notierte gestern zum Schlusskurs von 429 Euro pro Kilo und Gold blieb mit 1.399 Dollar pro Unze ebenfalls etwas unglücklich in den Seiten hängen. Der WTI-Rohölpreis parkte in aller Ruhe bei 57,51 Dollar pro Fass ein und ist in diesen Tagen nicht aus der Ruhe zu bringen.

Last but not least:

Augenblicklich befinden wir uns in der Übergangsphase vom Erdöl zum Erdgas und die größten Vorräte für Erdgas befinden sich überraschenderweise im Iran. Er entschied schon beim letzten Wechsel der Leitwährung über das Schicksal der vorhergehenden britischen Leitwährung Pfund Sterling im Jahr 1945. Die britische Regierung hatte sich mit dem Krieg gegen Deutschland wieder einmal vollkommen übernommen und brauchte deshalb nach Kriegsende einen großen Kredit von den USA. Und diese verlangten im Gegenzug die Unterzeichnung des neuen Währungssystems von Bretton Woods aus dem Jahr 1944. Den Briten blieb nichts anderes übrig, als diese Bedingung zu akzeptierten und erholten sich bis heute wirtschaftlich nicht mehr davon. Deshalb sollten sich die USA besser nicht mit dem Iran anlegen, weil er gleich mehrere Asse im Ärmel hält.

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