Privacy Policy Deutschland ist in der großen Krise angekommen | AG News

Deutschland ist in der großen Krise angekommen

Am 27. Juli 2019: Nach der Einführung des Euro 2002 haben wir uns zunächst die Südländer zur Brust genommen und mit Krediten unsere Produkte auf deren Augen gedrückt. Nachdem diese von uns keine neuen Kredite zum Konsum unserer Waren mehr bekommen hatten, drückten wir unsere Produkte verstärkt in die asiatischen Märkte, bis diese aus den gleichen Gründen wie die europäischen Südländer nicht mehr mitmachen konnten. Diese Situation dauert inzwischen seit über einem Jahr an und inzwischen befindet sich die deutsche Industrieproduktion auf dem tiefsten Stand seit der letzten Finanzkrise von 2008. Eine Besserung ist nicht in Sicht, weil es global keine neuen Absatzmärkte mehr gibt. Deshalb will man ohne entsprechende Technologien zum Mond und Mars fliegen, aber bis diese neuen Märkte unsere Produkte abnehmen können, wird es noch einige Zeit dauern. Bis vor einem Jahr las man in unseren Leitmedien noch vom zweiten Wirtschaftswunder, welches aber nur in den Köpfen der Propagandisten existierte. In Wirklichkeit befinden wir uns seit 1967 in einem wirtschaftlichen Rückgang, weil wir seit diesem Zeitpunkt Schulden aufnehmen mussten, um den bunten Laden aufrechtzuerhalten. Diese Schulden müssen wir zum Glück nicht zurückzahlen, aber die Zinsen hierfür sind schon genug verschwendetes Geld. Dass sich nach 52 Jahren an die Entwicklung noch etwas ändern könnte, glauben nur ein paar Millionen Volltrottel. Diese werden demnächst eines anderen belehrt, weil es am Ende einer Entwicklung sehr schnell geht. Man weiß das in Berlin und anderswo sehr genau und hat deshalb rechtzeitig seine Gesinnungsgenossen auf die entsprechenden Posten geschoben. Die bisherigen Wirtschaftskrisen sind von den Zentralbanken verursacht worden und die fahren gerne noch einmal in ihren Sommerurlaub, bevor sie ihre Ernte einbringen. Sie bezeichnen das selbst wirklich so. Am Ende eines Kreditzyklus steht immer ein Neustart in Form einer Währungsreform und das wird spätestens nach dem Austritt der Briten aus der EU für den Euro notwendig sein. Schnallen Sie sich deshalb gut an, denn das wird eine sehr harte Landung in die Realität werden.

Recep Erdogan kündigte gestern die Stornierung eines türkischen Auftrags für 100 Flugzeuge im Wert von 10 Milliarden Dollar bei Boeing an. Man kann von ihm halten, was man will, aber ein Schätzer wie unsere Jungs und Mädels ist er nicht. Er ist ein knallharter Macher und dies ist seine Rache für die Nichtlieferung der amerikanischen F-35 Kampfjets. Dem ohnehin nach Strich und Faden verprügelten Aktienkurs von Boeing wird das aber sicherlich nicht gut bekommen.

Damit kommen wir zum Überblick über die Aktienmärkte:

Die Unternehmensgewinne in den USA (und nicht nur dort) sind so schlecht wie seit 2011 nicht mehr und trotzdem steigen die Aktien weiter an. Wie kann das sein? Es handelt sich dabei lediglich um die erfolgreichste TV-Serie aller Zeiten, welche selbst Games of Thrones in den Schatten stellt. Der Volatilitätsindex VIX taumelt, die Zinsen der US-Staatsanleihen feiern Rekordtiefstände und die Zahlungsausfälle nehmen  nicht nur in den USA zu. Das passt alles nicht zusammen und fühlt sich eher wie die Nachwirkungen eines heftigen Drogenkonsums an. Die chinesischen Aktien legten in dieser Woche zu, dank einer Kaufpanik am Dienstag und Mittwoch. Die europäischen Aktien hielten sich gerade noch im grünen Bereich, obwohl ihnen Mario Draghi am Donnerstag stark zusetzte. Sie legten nach dem Knockout vom Donnerstag am Freitag wieder etwas zu und glichen damit einige Verluste von Mario aus. In den USA erreichten die Nasdaq und der S&P 500 neue Höchstwerte und nur der Dow blieb konstant. Doch wenn Jerome Powell nicht bald liefert, könnte der Wind an den Börsen sehr schnell drehen, weil die Liquidität abnimmt. Googles Alphabet drückte gestern die Nasdaq in neue Höhen hinauf. Die FANG-Aktien bügelten in dieser Woche die Hälfte der Verluste von Netflix (das N in FANG) aus der Vorwoche aus. Die Aktie von Beyond Meat ist inzwischen jenseits des Wahnsinns auf einem völlig überzogenen Kursniveau angekommen. Dem Kupferpreis ging es in dieser Woche sehr schlecht, d.h. der Weltwirtschaft geht es nicht gut. Die Unternehmensgewinne erreichten im dritten Quartal 2014 ihren Höhepunkt und blieben bis Ende 2018 einigermaßen konstant. Exakt beim Einbruch an der Börse im letzten Jahr setzten sie zum Absturz an. Deshalb musste kurz vor Weihnachten interveniert werden, weil die Aktienrückkäufe seitens der Unternehmen wohl einbrachen. Da hatte also jemand bei der Federal Reserve nicht aufgepasst.

Donald Trump freute sich gestern, nachdem der Oberste Gerichtshof den Bau seiner Mauer mit den Mitteln des Pentagons endlich genehmigt hatte. Die Proteste in Hongkong entwickeln sich wie die der Gelbwesten in Frankreich zu einem Dauerbrenner und werden deshalb weiter anhalten, trotz der militärischen Drohungen der Chinesen. Die Welt ist ein einziges Pulverfass und sobald die ersten die tatsächliche Situation der Weltwirtschaft kapieren, wird es sehr ungemütlich werden.

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