Privacy Policy Die Auswirkungen von Wework auf den globalen Immobilienmarkt – AG News

Die Auswirkungen von Wework auf den globalen Immobilienmarkt

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Am 28. September 2019: Dies war keine gute Woche für Aktienanleger auf der ganzen Welt. In China gingen alle Aktienkurse deutlich tiefer ins Wochenende als bei ihrem Start am vergangenen Montag. Besonders schlecht lief es für den technologielastigen Shenzhen und die Aktienindizes der Chinext. Richtig schlecht lief es nach Börsenschluss in China aber erst, als sich die Nachrichten aus den USA über neue Kapitalverkehrskontrollen für chinesische Investitionen in den USA materialisierten. Auch in Europa ging es mit den Aktien nach unten und nur der spanische Aktienindex Ibex konnte sich halten. In den USA durchbrachen die wichtigsten Aktenindizes ihre technischen Widerstandslinien und weil es am Montag noch einmal im Repo-Markt in den USA rumpeln könnte, ist das kein besonders gutes Vorzeichen. Die FANG-Aktien (Facebook etc.) hatten ebenfalls ihre schlechteste Woche seit dem letzten Januar. Außerdem wachte der Volatilitätsindex VIX aus seinem künstlichen Koma auf. Sollte er im Oktober zu randalieren beginnen, dann könnte es ein echter Horrormonat direkt vor Halloween werden.

 

Wework war eine große Nummer als Mieter im Bereich der globalen Geschäftsimmobilien und insbesondere in Großbritannien. Durch den geplatzten Börsengang, welcher sich auch noch auf das Segment der Börsengänge auswirken wird, fehlt diesem Unternehmen jetzt die entsprechende Liquidität zur Weiterführung seiner Geschäfte im gewohnten Umfang. Deshalb ist im ohnehin gestressten britischen Markt für Geschäftsimmobilien gestern ein großer Deal in London geplatzt. Das Gebäude sollte von einem Investor aus Singapur erworben werden und der hat es jetzt wohl anders überlegt, weil seine Mieteinnahmen von Wework abhängig gewesen wären. Bei einer absehbaren Insolvenz von Wework bekommen übrigens diverse Immobilieneigentümer auf der ganzen Welt finanzielle Probleme, weil ihre Mieten von Wework eingezogen werden und dann ausbleiben werden.

 

Teslas Umsätze in China werden im dritten Quartal des laufenden Jahres um 38,6 % einbrechen und damit einem weiteren Zombie zum Verhängnis werden. Auf den Weltmeeren sanken im September die Frachtraten um 43 % in diesem Jahr und im Vergleich zu 2017 um 14 %. Das letzte Jahr eignete sich nicht zum Vergleich, weil es im letzten Herbst zu einer Ausnahmesituation im maritimen Frachtgeschäft kam, denn angesichts der amerikanischen Zölle im letzten Jahr wurden überdurchschnittlich mehr Warenlieferungen aus China auf Vorrat in die USA verschifft.

 

In den letzten zwei Wochen haben wir tatsächlich die ersten Auswirkungen in Form des Erbebens unter den Quantum Fonds und den überhöhten Zinsen am Overnight Repo Market in den USA gesehen. Zu den dafür verantwortlichen üblichen Verdächtigen gehört auch die Deutsche Bank, weil sie über Tochtergesellschaften in den USA verfügt und der Verkauf des Investmentbanking an die BNP in Paris zu Liquiditätsengpässen geführt haben könnte. Durch die Zinssenkung der amerikanischen Zentralbank FED in der vorletzten Woche ist scheinbar auch dem Allerletzten klar geworden, dass die Titanic sinkt. Zumindest die Weltwirtschaft geht in die Knie und dafür müssen sich die Banken in gewohnter Weise vorbereiten. Es wird deshalb alles überprüft und was nicht wetterfest ist, muss schleunigst über Bord geworfen werden.

 

Die Kryptowährungen scheinen bei 218 Milliarden Dollar endlich einen Boden gefunden zu haben. Beim Silber ging es mit 515 Euro pro Kilo und beim Gold mit 1.497 Dollar pro Unze kurz vor dem Wochenende noch einmal deutlich in den Keller hinab. Der WTI-Ölpreis kam mit 55,91 Dollar pro Fass wieder an seinem Anfangspunkt an. Falls der Börsengang von Aramco also noch von Erfolg gekrönt sein sollte, muss alsbald gehandelt werden.

 

Weshalb sollte man sich überhaupt auf eine Krise vorbereiten?

 

Auch die beiden Vorbeben kamen ganz überraschend aus dem scheinbaren Nichts heraus. So wird es sich auch mit der Hauptkrise verhalten. Falls Sie sich also nicht regelmäßig informieren, dann kommt diese existentielle Krise wie aus dem Nichts auf Sie zu dann. Und dann wollen Sie in dieser Schrecksekunde absolut richtig reagieren? Ich bitte Sie, das schafft kein einziger Mensch auf dieser Welt. Für lebenswichtige Entscheidungen sollte man sich Zeit nehmen und die haben Sie erst später wieder, wenn es zu spät ist. Die letzte Finanzkrise war ein aus dem Ruder gelaufener Kindergeburtstag, verglichen mit dem, was da gerade auf uns anrollt. Die meisten wissen nämlich gar nicht, in welcher Welt sie eigentlich leben und darum geht es morgen.

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