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Die Bankenkrise in China hat ihr drittes Opfer gefunden

Am 8. August 2019: Die finanzielle Lawine rollt bereits seit dem Ende der fünfziger Jahre und man konnte sie deshalb über 60 Jahre noch aufhalten. Gleich zu Beginn dieser Ära musste man deshalb John F. Kennedy beseitigen, weil er bei diesem faulen Zauber nicht leichtfertig mitmachen wollte. In der Folgezeit wurden die besten Köpfe für Insolvenzverschleppung in den USA engagiert, um etwas aufzuhalten, was nicht mehr zu verhindern ist. Oder konnte schon einmal jemand in der Geschichte der Menschheit eine Lawine aufhalten? Man hatte alles versucht und dabei den gesamten Planeten bis an seine äußersten Grenzen wirtschaftlich belastet. Wenn man deshalb heute von einer Klimakatastrophe spricht, dann waren genau diejenigen daran beteiligt, welche heute dafür auch noch Geld in Form neuer Steuern für ihre Umweltverschmutzung verlangen. Solange man noch etwas auszubeuten oder zu verpfänden hatte, ging dieser Raubzug ungebremst weiter, doch damit jetzt Schluss. Man sieht es am besten an den seit Mai 2019 kollabierenden chinesischen Banken, welche den Rest ihrer Branche auf der ganzen Welt mit in den Abgrund ziehen werden. Wie bei einer Lawine fing das mit einem Schneeball und jetzt am Ende geht das mit enormer Geschwindigkeit. Der Ausgang ist absehbar und keiner kann dieser Tatsache entgehen. Man muss nur einmal die Augen öffnen, dann sieht man es überall in Deutschland aber natürlich noch nicht auf seinem Handybildschirm. Ist es dort zu sehen, dann war es das letzte, was man sah.

Guy Haselmann von der FETI Group sprach deshalb gestern davon, dass wir uns in der Phase des Minsky Moments befänden, das ist der Zeitpunkt an welchem die ersten Passagiere das Sinken des Schiffs aufgrund des unnatürlichen Neigungswinkels des Schiffsdecks erkennen und hektisch zu den Rettungsbooten drängen. In den letzten Monaten haben sich viele Investoren verschuldet, um sich die überteuerten Aktien leisten zu können. Und nur deshalb hat man diese unnötige zeitliche Verlängerung am Aktienmarkt auch veranstaltet. Um sich wieder zu entschulden, müssen diese Investoren beim Eintreffen der berühmten Margin Calls ihre Sicherheiten veräußern, was wiederum deren Kurs negativ beeinflussen wird. Die etwas höher als befürchtete Fixierung des Yuans durch die Chinesen löste zumindest an den US-Börsen gleich wieder eine gesteuerte Kaufpanik aus. Aber der Fear and Greed Index zeigt ganz klar, dass wir uns aus der bisherigen Komfortzone tief in die Schreckenszone begeben haben.

An den US-Börsen entwickelte sich gestern die Nasdaq noch am besten. Aber auch der Dow erreichte wieder die 26.000 Punkte, konnte sie allerdings nicht halten. Der Volatilitätsindex VIX ging auf gemäßigte 19 zurück und wird dort aber nicht verbleiben. Die chinesischen Aktien gingen gestern zurück und in Europa kollabierten insbesondere die deutschen Aktien, weil es um die Zahlen der deutschen Industrieproduktion nicht sonderlich gut bestellt ist. In Österreich haben sich die Zinsen der hundertjährigen Staatsanleihen stark erhöht, d.h. sie wurden abgestoßen. Denn auch in Österreich sieht der wirtschaftliche Ausblick nicht gerade rosig aus. Am globalen Gesamtbild der Wirtschaft hat sich also weiterhin nichts zum Guten verändert. Die US-Staatsanleihen haben sich inzwischen viel zu weit von den US-Aktien entfernt und diese Lücke wird in diesem Herbst noch durch einen Aktiencrash geschlossen. Denn normalerweise entwickeln sich beide im Gleichschritt.

In Kaschmir haben sich mittlerweile heftige Kämpfe zwischen Indien und Pakistan entwickelt. Außerdem schwelt auch die politische Krise in Hongkong weiter und selbst Peking wertet sie als größte Herausforderung seit der Übernahme des Stadtstaates 1997. Selbst der Markt für Eisenerz ist in der großen Krise angekommen, weil die Nachfrage ausbleibt und die Preise abstürzten. Und daran wird sich vorerst nichts ändern. Leslie Wexner von Victoria´s Secret behauptete, dass Jeffrey Epstein die Familie Wexner insgesamt um mindestens 46 Millionen Dollar erleichtert habe. Auf diese Art und Weise haben die meisten der 1 % ihr Vermögen zusammengerafft, weil wir uns in einer Raubwirtschaft befinden, welche als Marktwirtschaft bezeichnet wird. Das ist das wahre Geheimnis der vermeintlichen Eliten, welche durch die große Krise gelüftet wird. Die Musikgruppe Prinzen sangen schon in den neunziger Jahren „Alles nur geklaut“ und das ist das eigentliche Fundament unseres aktuellen Finanzsystems. Hätten die Reichen etwas gearbeitet, sähe unsere Welt ganz anders aus. Aber wenn es nichts mehr zu stehlen gibt, bricht eine Raubwirtschaft in sich zusammen.

Erstmals seit dem März 2008 fixierte die chinesische Zentralbank den Wechselkurs des Yuan schwächer als sieben Yuan für einen Dollar. Wie lange sie das durchhalten können, werden wir noch sehen. Aber durch stark inflationäre Preise für Schweinefleisch in China wäre eine harte Währung mittelfristig besser. Inzwischen hat auch die wirtschaftliche Blockade Venezuelas durch die Amerikaner begonnen, welche wie auf Kuba aber nur die Bevölkerung hart treffen wird und nicht die dortigen Machthaber.

Am 9. August 2019: Der italienische Innenminister Matteo Salvini forderte gestern die lange angekündigten Neuwahlen in Italien und löste damit die wohl letzte Krise um den Euro aus. Er möchte verständlicherweise künftig mit seiner Partei Lega den Ton angeben und Ministerpräsident werden. Ob er dieses Ziel mit Neuwahlen im Oktober oder November angesichts einer kollabierenden Weltwirtschaft noch erreicht, bleibt dahingestellt. Donald Trump rügte öffentlich den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron, weil sich dieser in die Angelegenheiten zwischen den USA und dem Iran einmischte. Macron würde sich besser um sein Land kümmern, als sich in internationale Konflikte einzumischen. Trump sieht den Iran als bereits wirtschaftlich besiegt an, aber das ist nicht ganz der Fall. Im letzten Monat wurden nämlich vom Iran zwischen 4,4 Millionen und 11 Millionen Fässer Rohöl nach China geliefert und das sieht doch eher nach einem ganz gut geschmierten Geschäft aus, solange der chinesische Yuan noch etwas wert ist.

Damit kommen wir zu den internationalen Aktienmärkten, welche wieder in ihren manipulierten Trott verfielen:

In China erholten sich die Aktien gestern nur leicht, weshalb sie sich auf die Woche gesehen noch immer im Minus befinden. Die europäischen Börsenmärkte zogen wieder etwas an, allen voran der französische Aktienindex CAC40. Als Folge der geforderten Neuwahlen in Italien stieg auch der Schweizer Franken stark an, mit den bekannten Problemen für die Eidgenossen. In den USA wurden die Börsenverluste bis gestern wieder durch ein kleines Wunder ausgeglichen. Davon profitierten in erster Linie die kleinen Aktientitel und die Nasdaq. Möglich machte dies aber natürlich kein Wunder, sondern großer Short Squeeze. Nur die Aktien von Kraft Heinz Ketchup gingen gestern den Bach hinunter und auch das fleischlose Beyond Meat wurde zu Boden geschickt. Mit minus 35 % seit den Höchstwerten wird das seinen Investoren kaum schmecken. Der Volatilitätsindex VIX ging auf zahme 16 zurück, doch der nächste Ausbruch wird nicht lange auf sich warten lassen. Der Grund ist der nach wie vor große Abstand zwischen den US-Aktien und den US-Staatsanleihen. Sie ging nämlich gestern noch weiter auseinander.

Die britische Wirtschaft schrumpfte erstmals seit 2012 und das hat kaum etwas mit dem geplanten Austritt aus der EU zu tun. Die Türkei erhielt 1 Milliarde Dollar von China, weil die türkischen Fremdwährungsbestände zur Neige gingen. Recep Erdogan konnte deshalb noch einmal den Zauberer von Konstantinopel geben und seine schwindsüchtige türkische Lira noch einmal über Wasser halten, obwohl sich wirtschaftlich in der Türkei nichts zum Besseren änderte. Und um schließlich alles Ungemach zu komplettieren, haben wir es seit heute mit dem dritten Bailout einer Bank in China zu tun. Nach der Baosheng Bank und der Bank of Jinzhou hat es nun auch die Hengfeng Bank erwischt. Sie alle stammen von einer Liste mit 20 Banken, welche jetzt noch nicht ihren Jahresabschluss für 2018 einreichten. Sie werden nacheinander in immer schnellerer Geschwindigkeit ins Taumeln geraten. Auch die US-Aktien mussten sich heute der Realität stellen, nachdem Trump noch keinen Silberstreif am Horizont für einen Handelsdeal mit China gesehen hatte. Daran wird sich auch nichts mehr ändern.

Der Gesamtmarkt für Kryptowährungen sitzt heute noch immer bei 305 Milliarden Dollar fest. Der Bitcoin kostet 11.824 Dollar und sein Marktanteil stieg auf ordentliche 69,1 % an. Silber hängt bei 488 Euro pro Kilo ebenfalls in den Seilen und Gold mit 1.501 Dollar pro Unze. Der WTI-Ölpreis sinkt mit 52,54 Dollar pro Fass gemächlich dahin. Die Benzinpreise an den Tankstellen gehen und die Saudis versuchen verzweifelt, dagegen anzukämpfen. Doch die Zeit der Manipulationen am Ölmarkt ist endgültig vorbei. Auch die der US-Schieferölindustrie.

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