Privacy Policy Die Börsenkurse drehen zusehends | AG News

Die Börsenkurse drehen zusehends

Auf die entscheidende Kurskorrektur an den Börsen warten wir inzwischen schon seit einigen Jahren und in den letzten drei Monaten verkam darüber der gesamte Börsenmarkt zur reinen Lachnummer, falls man überhaupt noch über den notwendigen schwarzen Humor verfügt, um darüber lachen zu können. Die manipulativen Eingriffe sind mittlerweile derart dramatisch, dass selbst der bekannte Börsenmakler Dennis Gartman in der letzten Woche das Handtuch warf. Er stellte ohne Kommentar nach 30 Jahren einfach seinen Börsenbrief zum Jahresende ein, weil man auf den heutigen Börsenmärkten nicht mehr marktkonform handeln kann. Die Börsenmärkte gehorchen inzwischen nur noch den Befehlen der Zentralbanken und nicht mehr den Anweisungen von Angebot bzw. Nachfrage. Man kann deshalb mit seinem Wissen und seiner Erfahrung keinen Blumentopf mehr gewinnen. Die Zentralbanken haben die Aktienpreise durch den längsten Bullenmarkt in der Wirtschaftsgeschichte in aberwitzige Höhen getrieben. Weil die Zentralbanken selbst Aktien und andere Wertpapiere gekauft haben, um einen Aktiencrash zu verhindern, sitzen sie am Schluss auf wertlosen Papieren herum. Die Zeche zahlt dann wieder einmal die Allgemeinheit, weil die Zentralbanken ohne Eigenkapital gegründet wurden und es deshalb bei ihnen auch so gut wie nichts zu pfänden gibt.

Wir haben es in diesem Monat mit dem schlechtesten Start des S&P 500 in einem Dezember seit dem gleichen Monat im Jahr 2008 zu tun. Das war übrigens das Jahr der ersten Finanzkrise. Auch der Volatilitätsindex VIX erwachte in dieser Woche aus seinem ganzjährigen Winterschlaf, welcher damit automatisch einige Wetten auf ihn selbst crashen lassen wird. Derartige Kurskorrekturen am Aktienmarkt hatten wir in den letzten 11 Jahren natürlich zur Genüge, aber sie wurden immer rechtzeitig von den Zentralbanken ausgebügelt. Dieses Mal haben wir jedoch wirtschaftlich, politisch und systembedingt eine ganz andere Konstellation. Man hat in den letzten anderthalb Jahren die Figuren auf dem Schachbrett in die richtigen strategischen Positionen gebracht, um das Finanzsystem demnächst schachmatt setzen zu können. Durch das Ausreizen der letzten Reserven des alten Finanzsystems ist kein längeres Hinauszögern mehr möglich, ohne das ganz große Chaos oder den direkten eigenen Machtverlust zu riskieren. Und da vorgestern selbst die Jungferninsel bekannt gegeben haben, dass sie eine Kryptowährung basierend auf dem Dollar einführen werden, kann man den Dollar getrost streichen und den Rest auch für uns antizipieren. Falls die Jungferninseln tatsächlich eine Kryptowährung bekommen, dann werden wir wohl kaum zurückstehen. 

Der nächste Dreh- und Angelpunkt des Finanzsystems ist zeitlich gesehen um den 15. Dezember herum, weil dann angeblich wieder kräftig mit den Zöllen gespielt wird. Einen neuen Handelsvertrag mit China wird es wohl vor den nächsten Präsidentschaftswahlen in den USA nicht mehr geben und der Wirtschaftskrieg zwischen den beiden Giganten USA und China wird erst mit der wirtschaftlichen Niederlage von einem, der beiden entschieden werden. Weil die USA innenpolitisch gespalten sind, sind sie der klare Verlierer und ein zweiter Bürgerkrieg wird sie anschließend an den Rand des totalen Wirtschaftskollapses bringen. Was mit uns dabei passieren, kann man ziemlich leicht erahnen, falls man schon einmal ein Sandwich-Brötchen zu locker in den Händen gehalten hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: Content is protected !!