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Die erste Bruchstelle des Finanzsystems

Am 17. September 2019: Das vergangene Wochenende sollte man sich gut in den Büchern der Wirtschaftsgeschichte gut merken, weil in jenem Zeitraum unser Finanzsystem zerbrach. Der Ölpreis ist ein integraler Bestandteil unseres derzeitigen Wirtschaftssystems und deshalb beobachte ich ihn seit Jahren täglich, insbesondere nachdem er sich in diesem Jahr nicht mehr wie bislang gewohnt verhielt. Er war also bereits angezählt und taumelte in Richtung Boden, als er dann auch noch voll eins auf die Glocke bekam. Das würde jeden aus der Bahn werfen und so verhält es sich jetzt auch mit dem Ölpreis. Dieser Schlag auf die wacklige Hütte der Weltwirtschaft war definitiv zu heftig und wird sie deshalb zum Einsturz bringen. Nicht irgendwann, sondern ziemlich rasch und dieses makabere Schauspiel bekommt man nur einmal im Leben zu sehen. Wer sich jetzt also nicht aus seinem ewigen Dauerschlaf wachrüttelt, der steht innerhalb kürzester Zeit vor Problemen, welche ihn überfordern werden. Es ist vergleichbar mit einem schweren Autounfall, bei welchem man im ersten Moment auch immer die schlimmsten Befürchtungen hat. Doch meistens lösen sich die schlimmsten Befürchtungen nach dem Besuch beim Gutachter und später in der Werkstatt wieder auf. Sie sollten deshalb bei den Ereignissen in den nächsten Wochen nicht überreagieren, weil Sie lediglich durch die Propaganda der Leitmedien geistig völlig unterernährt sind. Würden Sie nur bloß über das Wissen Ihrer Urgroßeltern verfügen, dann käme kaum jemand zu Schaden. Es ist alles lösbar und wenn Sie später erfahren würden, wie einfach es zu lösen gewesen wäre, werden Sie sich sehr ärgern.

Damit kehren wir zurück zum eigentlichen Thema. Wie in der letzten Woche geschildert, brodelte es unter der Oberfläche der Aktienmärkte etc. bereits gewaltig. Dieses Erdbeben und den Hedge Fonds wird in dieser Woche natürlich noch verstärkt, weil die Aktien aller im Umfeld der Ölbranche tätigen Unternehmen grundlos zulegten. Das war wie ein kräftiger Schlag gegen den Tisch bei einem Mikado Spiel, welches dieses ebenfalls stark verändern würde. Wo also in den nächsten Stunden wieder etwas hochgehen könnte, ist schwer zu sagen, aber es wird jetzt so lange hintereinander neue Ausbrüche geben, bis sich alle finanziellen Spannungen entladen haben. Durch den sprunghaften Anstieg der amerikanischen Overnight Repo Rate knirscht nämlich schon der nächste mächtige Damm. Und damit es längst noch nicht gut.  

Die chinesischen Wirtschaftsdaten brachen gestern nämlich auch noch deutlich ein, weil die gigantische Geldinjektion vom Jahresbeginn 2019 seine Wirkung verliert. Man stelle sich nur den grünen Hulk auf Drogenentzug vor und dann weiß man in etwa, was dann alles passieren könnte. Weitere monetäre Drogen sind einerseits nicht mehr vorhanden und würden andererseits direkt zum Tod der chinesischen Wirtschaft führen. Die ganze Welt befand sich seit Jahrzehnten auf einem monetären Drogenrausch, welcher den gesamten Planeten verwüstete und der jetzt mit einem spektakulären Absturz der Weltwirtschaft in diesem Herbst und Winter endet.

Dementsprechend chaotisch verlief auch die Besprechung von Boris Johnson mit Jean-Claude Juncker in Luxemburg. Das System lässt seine Masken fallen, aber nicht jeder spielt zum Glück mit. Boris Johnson verabschiedete sich deshalb gestern im Tumult der Pressekonferenz in Luxemburg, ohne etwas auf der Pressekonferenz zu sagen. Die Systemideologen bezeichnen dies als einen Skandal, aber man muss sich wirklich nicht alles gefallen lassen.

In den USA nicht die Krise im Einzelhandel weiter zu. Die Zahl der Insolvenzen und nachfolgenden Ladenschließungen hat jetzt bereits die Anzahl aus dem letzten Jahr überschritten und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Es kann erst nach dem Ende der großen Krise wieder besser werden.

Die traditionelle Roadshow von Wework bei potenziellen Investoren wurde gestern abgebrochen und der Börsengang auf den Oktober verschoben. Vermutlich wird er deshalb irgendwann auch noch ganz abgesagt. Künftig dürften Börsengänge wieder eine ganz seltene Angelegenheit werden. Es kann Generationen dauern, bis das Vertrauen in Aktien wieder vorhanden ist.

Der Gesamtmarkt der Kryptowährungen hat sich mit 266 Milliarden Dollar vom gestrigen Tag nicht beeindrucken lassen. Der Bitcoin kostet allerdings nur noch 10.259 Dollar. Silber mit 519 Euro pro Kilo und Gold mit 1.497 Dollar pro Unze treten heute auf der Stelle. Der WTI-Ölpreis sinkt heute schon wieder leicht auf  62,29 Dollar pro Fass ab. An den Tankstellen richtete er gestern noch keinen großen Schaden an. Aber selbst diese verheerende Ölpreismanipulation hat das angestrebte Ziel wiederum nicht erreicht. Das war noch immer kein Befreiungsschlag, weil er schlichtweg unmöglich ist. Man kann sich also leicht ausmalen, was beim nächsten Mal passieren könnte, falls es überhaupt noch dazu kommt. Denn der Ölpreis ging gestern wie noch nie zuvor in seiner Geschichte senkrecht nach oben und wird jetzt alle Ölschleusen auf dem Planeten öffnen. Weil dieser Anstieg unnatürlich und damit nicht nachhaltig war, wird schon bald wieder dort ankommen, wo er vorgestern gewesen war. Er könnte durch diesen Nackenschlag aber sogar noch tiefer absacken und sich damit als Schuss ins Knie erweisen.

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