Privacy Policy Die Facebook-Aktie fällt nach einem Bericht über Fake-Accounts in Höhe von 50 % – AG News

Die Facebook-Aktie fällt nach einem Bericht über Fake-Accounts in Höhe von 50 %

Advertisements

Nachdem es schon im letzten Jahr nach dem Cambridge Analytica Skandal für Facebook nicht mehr besonders gut gelaufen war, kam gestern der gleich der nächste Rückschlag. Ein Forscherteam unter der Leitung eines Studienkollegen von Mark Zuckerberg an der Harvard Universität fand heraus, dass es um das Netzwerk von Facebook noch viel schlechter bestellt ist, als die meisten Investoren ahnen.

In einem Bericht, welcher am Donnerstag von PlainSite veröffentlicht wurde, kamen die Analysten zum Ergebnis, dass der Vorstandsvorsitzende Mark Zuckerberg sowohl die Investoren als auch die Öffentlichkeit regelmäßig über die wahren Nutzerzahlen von Facebook belogen hatte. Konkret werfen sie Facebook vor, dass es die Nutzerzahlen um bis zu 50 % falsch dargestellt hatte. PlainSite ist eine unabhängige Forschungseinrichtung, welche von Aaron Greenspan geleitet wird.

Das Untersuchungsteam veröffentlichte seine Erkenntnisse in einem 70-seitigen Bericht auf seiner Homepage. Darin heißt es unter anderem:

“Facebook hat die Öffentlichkeit über das wahre Ausmaß der Probleme mit Fake-Accounts belogen, welche höchstwahrscheinlich mehr als die Hälfte aller Accounts ausmachen. Seine öffentlich zugänglichen Statistiken – von denen viele nicht mehr quartalsmäßig veröffentlicht werden – sind in sich unschlüssig und mitunter vollkommen absurd. Man hat die Kontrolle über sein eigenes Produkt anscheinend verloren.”

Damit sind die besten Tage von Facebook nun endgültig gezählt und das Unternehmen folgt damit absehbar seinen Vorgängern Compuserve und AOL in die Bedeutungslosigkeit nach. Plainsite ist ein Projekt der Think Computer Corporation und der Think Computer Foundation, welches es sich zum Ziel gesetzt hat, Daten kostenlos der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Damit soll Otto Normalverbraucher eine aktive Einflussnahme auf politische Prozesse ermöglicht werden. Aaron Greenspan hatte erst kürzlich in einem Podcast seine persönliche Geschichte über die Mitarbeit in den frühen Zeiten von Facebook an der Universität Harvard veröffentlicht.

Die falschen Zahlen von Facebook schaden den Werbetreibenden nach Meinung von Plainsite aufgrund folgender Umstände: Weil die Werbekunden der Meinung sind, über Facebook 2 Milliarden Menschen ansprechen zu können, werfen sie die Hälfte ihres Geldes aus dem Fenster hinaus, weil sie nur etwa 1 Milliarde Nutzer ansprechen. Falsche Profile oder Fake Accounts klicken nach einem zufälligen System auf Werbeflächen und bewerten auch andere Seiten. Dadurch hebeln sie die Software aus, welche Fake Accounts überwachen soll, weil diese nur falsche Profile erkennt, wenn diese nach einem ständig gleichen Muster interagieren. Dadurch werden die Werbetreibenden laufend betrogen und Facebook wird im Gegenzug ständig für nichts belohnt. Falsche Profile schädigen übrigens auch die anderen echten Nutzer, weil sie falsch und überflüssige Nachrichten verschicken. Mitunter erpressen und täuschen sie auch andere Nutzer zu denen auch Regierungen gehören.

Die Facebook-Aktie gab gestern aufgrund dieser Meldungen um 1,2 % nach.

Advertisements

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Shares
Cresta Help Chat
Senden via WhatsApp

Bitte deaktivieren Sie Ihren Werbeblocker!

de_DEGerman