Privacy Policy

Die große Geldentwertung ist bereits in vollem Gang

Am 5. September 2019: In der letzten Woche verlor der Euro weitere 1,4 % an Wert, das britische Pfund 1,1 % und der chinesische Yuan 0,9 %. Und das in nur einer Woche. Man muss kein Rechenkünstler sein, um zu erkennen, dass das nicht mehr lange gut gehen wird. Der Euro schrumpft seit vielen Jahren, das britische Pfund löst sich gerade in Luft auf, der chinesische Yuan schmilzt in der Sonne und der argentinische Peso zerlegt sich gerade selbst in seine Bestandteile. Um sich ein wahres Bild der echten Währungssituation innerhalb des laufenden Währungskriegs machen zu können, muss man die Währungen in Beziehung zum US-Dollar setzen, weil er die weltweite Leitwährung ist. Den Dollar sollte man anschließend in das Verhältnis zum Goldpreis setzen und dann sieht man nichts Schönes. Vielmehr handelt es sich um alarmierende Einsichten in die aktuelle Situation der Währungen. In dieser Hitparade des Horrors steht der südafrikanische Rand ganz vorne auf der Liste der verfallenden Währungen, dicht gefolgt vom britischen Pfund, dem japanischen Yen, dem Euro und dem US-Dollar. Ganz neu ist das alles natürlich nicht, aber in den letzten Monaten gingen ihre Kurven fast senkrecht in die Höhe. Sie werden aber nicht durch die Decke gehen, sondern sie streben beinahe mit Höchstgeschwindigkeit zu ihrer völligen Entwertung. Die Währungen gewinnen oder verlieren gegeneinander noch in Scheinkämpfen, aber gemessen am Gold verlieren sie seit einiger Zeit alle. Die scheinbare Stärke des Dollar resultiert nur daraus, dass die meisten ihre Fremdwährungen in Dollars umtauschen. Eine überdurchschnittliche Umwandlung in Gold gibt es augenblicklich aber noch nicht, weil noch keine Aufpreise verlangt werden. Falls dies bald der Fall sein sollte, dann muss man seine Bargeldbestände schleunigst reduzieren.

Im Mittelpunkt der Betrachtungen rund um das Geld stehen natürlich noch immer die negativen Zinsen, zu welchen es heute widersprüchliche Aussagen gibt. Einerseits warnten die europäischen Banken vor weiteren negativen Zinsen und auf der anderen Seite will die neue EZB-Chefin Lagarde angeblich daran festhalten. Weil wir uns jedoch gerade auf dem Weg zum Höhepunkt der wirtschaftlichen Lügen befinden, sollte man das Gerede um negative Zinsen nicht aus den Augen verlieren.

Der Kapitän des herumirrenden iranischen Öltankers Adrian Daryah 1 (Akhilesh Kumar) ist scheinbar mit seinen Nerven am Ende und möchte sein Schiff umgehend verlassen. Dem Richter in Gibraltar wurde nämlich versprochen, das Öl nicht in Syrien abzuliefern, weil das sonst neuen Ärger mit Washington verursachen könnte.

Damit kommen wir zu den internationalen Aktienmärkten:

Die Rücknahme des Auslieferungsgesetzes in Hongkong durch die angezählte Regierungschefin Carrie Lam und ein paar dumme Sprüche der FED-Vorsitzenden in den USA genügten schon wieder, um die Börsen in China gestern kurz vor Börsenschluss noch anspringen zu lassen. In Hongkong explodierte der Hang Seng förmlich um 4 % in die Höhe, obwohl sich wirtschaftlich weiterhin in diesem Inselstaat nichts zum Besseren entwickelte. Aber so langsam mag ich diesen Wahnsinn. Auch in Europa zogen die Aktien gestern nach der Börseneröffnung senkrecht nach oben und verblieben dort auch den ganzen restlichen Tag. In den USA stiegen die Kurse ebenfalls an, aber nur noch angetrieben von der Zentralbank FED. Eine Einigung im Handelskrieg wird nicht mehr erwartet und ist deshalb kein Treibsatz mehr an der US-Börse. Man zog gestern die US-Aktien wie immer durch einen Short-Squeeze nach oben, um das planwirtschaftliche Wochenziel (d.h. den Kurs vor Börseneröffnung am Dienstag) wieder zu erreichen. Der S&P wurde zum sechsten Mal auf seine exakt gleiche Höhe gezogen (was noch immer so wahrscheinlich ist, als ob man sechsmal hintereinander die gleiche Zahl würfeln  konnte und wenn das der Fall wäre, sollte man schleunigst als Berufsspieler nach Las Vegas ziehen).

Bei den Kryptowährung stagnierte in der letzten Nacht wieder einmal fast alles. Die Show gehört in diesen Tagen ganz klar dem Silberpreis mit 567 Euro pro Kilo, welches heute aber stark unter Beschuss geriet. Gold erging es mit fast 1450 Dollar nicht anders, weil einfach nicht sein kann, was nicht sein darf. Sie werden den weiteren Anstieg der Edelmetalle aber nicht aufhalten könnten, sondern dadurch nur Kursexplosionen nach oben auslösen. Auch das Öl wurde gestern wieder erfolglos preislich nach oben getrieben. Was jahrelang zu dieser Jahreszeit zur „Freude“ aller mit Heizöl Heizenden funktionierte, nämlich höhere Preise, klappt in diesem Jahr trotz mehrfacher Versuche nicht mehr. Heute steht der WTI-Ölpreis schon wieder bei 55,93 Dollar pro Fass und irgendwann in nächster Zeit wird eine solche inzwischen sinnlose Manipulation den Ölpreis völlig kollabieren lassen. Aber was tun, wenn man im Wirtschaftsstudium nur die Künste der Manipulation gelernt hat?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.