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Die große Krise von 2019 nimmt langsam Konturen an

Gestern nahm die große Krise von 2019 wohl ihren endgültigen Lauf. Donald Trump zeigte gegenüber China eine harte Hand und dies wird schon am kommenden Wochenende zu Konsequenzen führen, wenn am Freitag die Zölle wie angekündigt erhöht werden. Mit weniger als 100 Worten und mit nur 2 Tweets sägte Donald Trump womöglich den wichtigsten Ast ab, auf welchem der amerikanische Staat saß. Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft beflügelte die Aktienmärkte seit 32 Jahren und damit natürlich auch die USA. Die US-Zolleinnahmen werden deshalb nur kurzfristig ansteigen, weil die Chinesen auch an einigen Stellschrauben drehen können, welche den USA nicht gut bekommen werden. Ebenfalls schlecht laufen die Vortragsgeschäfte der Clintons, welche ihre Eintrittskarten inzwischen für 10 Dollar verscherbeln müssen. Die Tage, an welchen Bill Clinton 500.000 Dollar für eine Rede in Moskau bekam, scheinen also endgültig gezählt zu sein. In Venezuela nimmt der Rückhalt für den von den USA ernannten Schattenpräsidenten Guaido in der Bevölkerung immer mehr ab. Er sollte deshalb zu seiner eigenen Sicherheit Venezuela alsbald verlassen. Angesichts einer sich beschleunigenden Weltwirtschaftskrise ist sein Vorhaben eines Machtwechsels ziemlich aussichtslos. Die türkische Lira schmierte gestern auf Tiefstwerte vom Oktober 2018 ab, nachdem eine Wahlkommission entschieden hatte, dass die Wahl in Istanbul wiederholt werden muss. Das Land rutscht in eine große Wirtschaftskrise ab und das hat auch für andere Länder Konsequenzen. Vor 82 Jahren stürzte das deutsche Luftschiff Hindenburg in Lakehurst in den USA ab und riss 36 Menschen in den Tod. Die Mängel beim Zeppelin waren hinlänglich bekannt, doch das sicherere Helium war in der nationalsozialistischen Planwirtschaft nicht in entsprechendem Umfang verfügbar.

Die chinesischen Aktienmärkte erlebten in der Nacht zu Montag ein wahres Blutbad. Das zog die europäischen Börsen nach deren Eröffnung ebenfalls nach unten, doch dann traten wieder die BTFD-Käufer (Buy the Fucking Dip) auf und verbesserten das Gesamtbild schlagartig. Spanien profitierte von dieser Intervention am meisten, Italien jedoch nicht. Die US-Aktienmärkte hatten erwartungsgemäß einen schlechten Start in den Tag. Der Dow sank vorbörslich um 500 Punkte und die Nasdaq verlor um 2,3 %. Aber bis zum Börsenschluss ergab sich auch hier wieder auf wundersame Weise ein durchaus vorzeigbares Schlussbild. Der Volatilitätsindex (VIX) wurde vorsichtshalber in Grund und Boden gerammt, weil von ihm aktuell die größte Gefahr ausgeht. Nach wie vor gibt es keine wirtschaftlichen Gründe für die gute Stimmung an den Börsen, weil der PMI (Purchasing Managers Index) seine längste und größte Verlustserie seit seiner Erfindung vor 20 Jahren hatte. Man sieht in seinem zeitlichen Verlauf ganz klar, dass er sich nur in den letzten drei Krisenzeiten (2001, 2008 und 2019) derart negativ verhielt. Und zwar in jeder Krise noch schlechter. Die anstehende Krise wird deshalb noch verheerender ausfallen, als die beiden Vorgänger. Der Gesamtmarkt der Kryptowährungen wuchs auf 188 Milliarden Dollar solide an. Anders als 2017 ging auch der Bitcoin nachhaltig auf einen Wert von 5.924 Dollar hinauf. Wir werden deshalb im zweiten Halbjahr eine ausgewachsene Währungskrise erleben. Der WTI-Ölpreis beläuft sich heute auf 61,91 Dollar pro Fass. Ob damit der Aufstieg endgültig beendet ist, kann man noch nicht verbindlich sagen.

Die Banken in den USA bemerkten in diesem Jahr einen starken Rückgang bei den Kreditanträgen, was ebenfalls ein schlechtes wirtschaftliches Zeichen darstellt. Die Flutkatastrophe am Mississippi könnte sich bis in den Juni hinein erstrecken und damit einen enormen wirtschaftlichen Schaden anrichten. Das US-State Department veröffentlichte zunächst eine zynische Siegesmeldung über die Zerstörung der Wirtschaft in Venezuela durch die Zentralbanken und löschte sie aber kurze Zeit später wieder. Steve Bannon ist der Meinung, dass wir uns inzwischen in einem Wirtschaftskrieg mit China befinden. Er war zu Beginn seiner Amtszeit einer der wichtigsten Berater von Präsident Trump. Nigel Farage forderte den Oppositionsführer der britischen Labour Party Jeremy Corbyn zu einem TV-Duell über den Austritt aus der EU heraus. Seine erst kürzlich gegründete Austrittspartei liegt in den Umfragen ganz vorne im Rennen. Ebenfalls in Großbritannien wurde in einer angesehenen Galerie ein Gemälde verhüllt, welches den Muslimen als Gotteslästerung erschien. Bei christlichen Gotteslästerungen wurden noch nie solche Maßnahmen ergriffen.

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