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Die Lizenz zum Geld drucken ist unbezahlbar

Eine Studie der niederländischen Zentralbank bestätigte, dass die reichen 1 % in der Tat von der inflationären Geldpolitik der Zentralbanken profitieren. Diese Erkenntnis ist schon deshalb äußerst bemerkenswert, weil dies bislang vehement bestritten wurde. Aber wir befinden uns am Ende des Kreditzyklus und deshalb nimmt man es mit den Richtlinien zur Geheimhaltung des Firmengeheimnisses der Zentralbanken scheinbar nicht mehr allzu genau.

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Etliche Analysten an der Wall Street bezweifeln inzwischen, dass der Fahrdienst Uber jemals Gewinne erwirtschaften wird. Dafür ist scheinbar einfach der Wettbewerb zu groß und was das für die Aktie von Uber bedeutet, dürfte jedem klar sein. Ein weiterer interessanter Blick hinter die Kulissen des Falschgelds führt heute nach Deutschland. Genauer gesagt nach Würzburg in Bayern. Dort sitzt der größte Hersteller von Druckmaschinen für Banknoten, was nicht jeder weiß. Der Vorstandsvorsitzende Claus Bolza-Schuenemann (der Ururenkel des Firmengründers) von Koenig & Bauer ist sehr optimistisch, was die Herstellung dieser Maschinen anbelangt. Er rechnet in diesem Jahr als eines der wenigen Unternehmen mit einem ordentlichen Wachstum, welches angesichts der galoppierenden Inflation in Venezuela, Argentinien und der Türkei eine vornehme Untertreibung ist. Seine Familiendynastie hält noch immer 20 % der Anteile an Koenig & Bauer und hat damit auch an der Inflation von 1923 in Deutschland sehr gut verdient. Zahlenmäßig ist jedenfalls die Abschaffung des Bargelds in der Praxis bislang noch nicht ganz gelungen. Der Anteil des Bargelds an der Geldmenge nahm von 8,1 % im Jahr 2011 auf 9,6 % im Jahr 2016 zu. Eine drohende Abschaffung würde anders verlaufe. Und weil die hohen globalen Aktienkurse nur noch mit der Erweiterung der globalen Geldmenge aufrechterhalten werden können, sind die Wachstumsaussichten von Koenig & Bauer zu Beginn der zweiten Weltwirtschaftskrise in der Tat verlockend. John Williams von Shadowstats in den USA (einem alternativen und durch eigene Recherchen sehr zuverlässigen Wirtschaftsinformationsdienstes) sagte, dass wir uns bereits in der Rezession befinden. Dazu müsse man sich nur etwas genauer umsehen und das ist auch meine Meinung. Die Dow Futures stürzten um 500 Punkte ab und auch die S&P 500 Futures kamen ins Rutschen, nachdem die Chinesen ihre Reise nach Washington infrage gestellt hatten. Der vollmundig für Ende April bereits angekündigte Deal wird wohl nicht so schnell erzielt werden. Vermutlich wird es ihn sogar niemals geben. Am kommenden Freitag will Donald Trump deshalb die Zölle erhöhen, um den Chinesen Dampf unter dem Hintern zu machen. China zahlte bislang 25 % Zölle auf Elektronikexporte in Höhe von 50 Milliarden Dollar und 10 % Zölle für andere Warenexporte in die USA in Höhe von 200 Milliarden Dollar. Das brachte gutes Geld in die leeren Kassen von Washington. Die 10 % sollen jedoch am Freitag ebenfalls auf 25 % angehoben werden. Das wird weitere Konsequenzen nach sich ziehen, welche augenblicklich noch gar nicht absehbar sind. Hierzu gehören auch mögliche Auswirkungen auf die amerikanischen Aktienkurse. So könnte zum Beispiel der künstlich tiefgefrorene Volatilitätsindex VIX wieder auftauen, weil er auf den nun ausbleibenden Handelsvertrag setzte. Bei seinem Anstieg würden sämtliche Wetten auf seinen aktuellen Tiefstand in die Luft fliegen und bei zahlreichen Anlegern wie im Februar 2018 zu einer Katastrophe führen. Der ewige Anstieg der Aktienkurse wäre damit zumindest vorerst beendet. Sri Lanka machte kurzen Prozess und wies 200 islamische Geistliche als Reaktion auf die Anschläge von Ostern 2019 einfach aus. Die wissen also noch, wie man Probleme löst und nicht nur darüber redet.

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